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Was hat eigentlich das innere Kind in der Paarbeziehung zu suchen? Also oder, wenn man doch jetzt mal drauf guckt, warum inneres Kind? Es geht doch eigentlich um eine Liebesbeziehung, geht doch nicht um ein inneres Kind. Und das ist es, was wir heute im zweiten Teil jetzt wieder zum inneren Kind beantwortet kriegen. Aber bevor wir dazu kommen, Falk, wäre es irgendwie schön, wenn ihr merkt, dieser Podcast, der bringt euch mehr Wert.
Ja, dann teilt ihn einfach, teilt ihn mit eurer Community, mit euren Familienmitgliedern. Manchmal ist ja auch oft so, du hörst was und denkst dir, ach Mensch, das wäre hier für XY doch interessant. Und du machst es ja auch.
Wir haben ja schon mal drüber gesprochen. Ich kriege ja auch manchmal von dir irgendwelche Podcasts oder YouTube oder so. Ja, du siehst immer häufiger was, da siehst du, wie aktiv ich auf Social Media bin.
Genau, genau. Oder ich mache das auch, weil das ist einfach irgendwie schön. Also A, denkst du ja an die Person.
Und B, kommt dieser Inhalt, den wir wirklich mit viel Liebe und Herzblut für euch aufarbeiten, einfach weiter. So und das ist ja der ganze Sinn der Sache. Du hast ja auch gesagt am Anfang, du bist zwar hier immer mit zwei Leuten und mit vier Paaren am Tag, aber es sind ja Millionen von Menschen draußen.
Und viele haben ja vielleicht auch gar nicht die Ressourcen, sich hier bei dir reinzusetzen. Und dafür ist eben der Podcast wunderschön, weil du doch Tools und Aha-Momente und Informationen an die Hand bekommst, die dir bestimmt helfen, deine Beziehung... Zumindest kriegen wir die Rückmeldung. Ja, genau.
Deine Beziehung auch wieder auf einen geraden Weg zu bekommen und wirklich die Beziehung zu führen, die du dir wünschst. Aber jetzt wollen wir mal zurückgehen zum inneren Kind und was, wie man überhaupt das innere Kind in der Beziehung heilen kann. Weil das haben wir letztes Mal ja noch nicht so ganz herausbekommen.
Aber ja, genau, wie läuft dieser Mechanismus? Warum? Warum suchen wir uns dann denjenigen, der das ja wieder in uns hervorhebt? Das ist total spannend. Da gibt es unterschiedliche Theorien zu. Ja, und meine Lieblingstheorie, ich glaube, die anderen haben die auch alle vergessen.
Meine Lieblingstheorie ist einfach sozusagen, weil das ist einfach... Ich finde, als Therapeut ist es wichtig, dass du einfach immer eine positive Sicht auf deine Klienten hast. Du musst die maximal positivste Sicht nehmen. Ja.
Du könntest auch die maximal negativste Sicht nehmen, weil du halt ein krankes System bist, weil du unheilbar bist, weil du halt einfach auf Toxizität stehst, weil du konditioniert bist. Das kann man sowieso nicht heilen. Narzissmus-Theorien sind sowieso nicht heilbar.
Toxische Beziehungen, ewige Wiederholungen. Nein, ich nehme eine ganz andere Theorie. Es geht ja um Reinszenierung.
Das heißt, du wiederholst deine Pathologie eigentlich. Das heißt, du hast etwas erlebt. Jetzt sind wir wieder bei diesem Zyklus, du hast etwas erlebt in deiner Geschichte und es ist für dich nicht gut ausgegangen.
Du bist am Ende beschämt worden. Manchmal ist man sogar geschlagen worden, früher noch. Oder man hat sich selbst übergangen.
Unterschiedlichste Formen. Und du wiederholst es und wiederholst es in der ersten Beziehung, in der zweiten Beziehung, in der dritten Beziehung, in deiner Sexualität. Selbst wenn du mich aus dem Kühlschrank holst, du wiederholst es, du wiederholst es, du wiederholst es, du wiederholst es.
Du bist wie so ein Sklave in deinem Muster. Warum? Warum wiederholst du das endlos? Und meine Lieblingstheorie ist, du wünschst dir einen anderen Ausgang, der im Unterbewusstsein möchte, dass es endlich gut endet. Du möchtest endlich ein gutes Ende, du möchtest endlich Hollywood.
Du willst, dass du endlich anerkannt wirst. Du rackerst dich ab und machst noch ein Examen und noch eine Not. Und jetzt hast du schon eine Riesenpraxis und hast die super, super Dings.
Aber Papa guckt dich immer noch an als ersten Versager. Du willst endlich, dass er stolz auf dich ist und du rackerst und rackerst und rackerst. Und du wirst es nie kriegen.
Aber du machst es die ganze Zeit nur, damit endlich dieser Stolz, endlich hey, du bist mein Sohn, du kannst es, du bist toll, du hast es geschafft. Du willst endlich diesen Glimm in seinen Augen sehen. Und darum wiederholst du, wiederholst du und wiederholst du.
Das heißt, die Story endet dann. Wenn es ein gutes Ende findet. Und dieses Ende schreibst du in deiner Partnerschaft.
Das ist das, du machst ein gutes Ende. Das heißt, dein Partner oder deine Freunde, wenn dein Partner bei einem männlichen Ding ist, vielleicht bei einer Frau jetzt nicht, brauchen wir vielleicht ein männliches Gegenüber. Aber dann ist es wichtig, dass du dir Freunde suchst oder Mentoren suchst, dass du sagst, ich bin einfach stolz auf dich.
Es ist der Hammer. Und dann ist es wieder das Ding, das du annimmst, weil wenn du es annimmst, dann tut es so unendlich weh. Du musst dir vorstellen, dass diese positive Information, dass du es geschafft hast, dass du gut bist, das muss an dem Platz der Verletzung, du musst es genau auf den Platz legen.
Und dieser Platz ist so verletzt. Und deswegen wollen die Leute es dann häufig nicht annehmen. Das heißt, sie haben dann so was, dann sagst du, Mensch, toll gemacht.
Und du merkst, sie wischen das so weg. Kennst du, ne? Man wischt das so oder man wird so leidenschaftlich geküsst. Boah, ich werde so krass geliebt.
Ich halte das kaum aus. Ja, ich muss so schnell aufräumen. Was jetzt? Willst du aufräumen? Und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, und, diesen Schmerz, den, also das kann nur heilen, wenn es genau auf den Platz dieses Schmerzes kommt.
Und wenn es auf den Platz dieses Schmerzes kommt, dann ist gut. Und dann endet das toxische Muster. Dann bist du aus der Loose-Loose-Spüre, aus der endlosen Toxizität raus.
Aber an dem Punkt musst du kommen. Das Ding muss ein gutes Ende finden. Und sonst wiederholt es sich, wiederholt es sich, wiederholt es sich.
Und das ist an solchen Punkten, ist es das, was ich mit Paaren mache. Ich schreibe mit ihnen ein gutes Ende. Und das sage ich den Paaren auch.
Ich sage, ihr müsst ein gutes Ende finden. Und wenn wir das gefunden haben, sind wir raus. Das ist der Ausstieg.
Ich glaube, es ist für die Leute auch noch mal interessant zu wissen, dass es erst schmerzt, ne? Also ich glaube, viele denken dann so, ja, und dann heilt es sich und dann wird es eigentlich immer besser. Aber das war für mich jetzt auch so ein kleiner Aha-Moment, dass es erst mal irgendwie wehtut. Und du wahrscheinlich auch das Gefühl hast, weglaufen zu wollen, oder? Haben dann die Leute, ne? Also geht man erst mal dann als Paar auch so ein bisschen auseinander? Oder siehst du das dann, wenn Paare so einen Prozess durchgehen, dass die erst mal sogar ein bisschen weiter voneinander wegdriften? Oder ist das eher nicht der Fall, bevor sie wieder zueinander kommen? Aber ich könnte mir vorstellen, dass derjenige, der das innere Kind gerade bei sich heilt, dass er dann erst mal einen Rückzüger macht, wenn er den Schmerz fühlt.
Also erst mal ist ja sozusagen generell so ein Prozess, ne? Also wir haben ja im Augenblick, würde ich sagen, eine unglaublich hohe Variabilität, was die Partnerwahl angeht. Ja. Ja, also einfach dadurch, dass wir alle finanziell unabhängig sind.
Wir können alles, alles alleine, ne? Also wir haben einfach wirklich die Möglichkeit, unser Partner wirklich schnell zu wechseln. Was ja auch viele Leute tun. Wodurch wird ein Partner eigentlich wirklich, wirklich wertvoll, dass man sich von ihm nicht mehr trennt? Früher waren es unsere, wir sind verheiratet worden, es war der soziale Status, es war die finanzielle Abhängigkeit.
Alleine komme ich nicht durch, ich werde im Winter hungern und so weiter. Heute haben wir das alles nicht mehr. Das heißt, wenn wir eine wirklich lange Partnerschaft haben wollen, brauchen wir einen ganz anderen Bindungsmoment.
Dann haben wir das Nächste, was uns sehr, sehr stark bindet, heute noch, das sind die pathologischen Muster. Es gibt nichts, was mehr bindet als pathologische Muster. Das ist der beste Kit.
Denk an die Ehen unserer Eltern. Die meisten haben nach unserer heutigen Maßstäbe gar keine guten Ehen gefunden, gar keinen guten Sex gehabt. Aber alle noch zusammen.
Die Frage, wie lässt man das gestellt? Ich dachte, krass, wenn ich bei meinen Eltern schaue, in dem Freundeskreis, keiner hat eine richtig gute Ehe, so wie ich mir das heutzutage vorstellen würde. Aber alle sind noch zusammen. Genau, und das hat damit zu tun, wenn du schön pathologisch aneinander klebst, dann kommst du nicht mehr weg durch die Pathologie.
Das ist das Krasse an diesen toxischen Mustern. Wir reden jetzt mehr über toxische Muster als über inneres Kind, merke ich gerade. Aber das hängt mit dem inneren Kind zusammen.
Das innere Kind hängt mit den toxischen Mustern zusammen. Aber nochmal, wenn ich das so beispielhaft mache, nehme ich mal zwei große, schwere Bücher und stelle die so aneinander, dass sie so gerade aneinander liegen. Wenn eins weg, dann fällt das andere um.
Ja, total. Das ist der Kit, der negative Kit. Wir brauchen einen positiven Kit.
Und der positive Kit ist, dass du mit deinem Partner Dinge erlebt hast, die du mit keinem anderen Menschen erlebt hast. Dass er dich an Punkten berührt hat und mit dir so eng und so nah und so vertraut und so gut umgegangen ist, wie noch nie ein Mensch vorher auf diesem Planeten. Und das ist genau das, was in Paartherapien stattfindet.
Das ist genau das, was in meinen Therapien stattfindet. Und auch die Heilung deines inneren Kindes. Richtig.
Das ist ja genau das in dem Moment, wo du dich wieder als Fünfjähriger fühlst. Richtig. Verhält sich dein Partner aber anders und gibt dir dann eben diesen Nach... Ist es auch der Nachnährungsprozess? Das ist Nachnäherung.
Genau das ist Nachnäherung. Und genau diese Prozesse machen deinen Partner für dich einzigartig. Die machen ihn für dich unaustauschbar.
Und dadurch entsteht dann halt das, was wir früher durch soziale Zwänge usw. oder durch Pathologie... Also das ist eine ganz positive Bindungsart. Und die kommt nur dadurch, wenn du solche Prozesse mit deinem Partner durchläufst.
Wenn du die nicht durchläufst, dann kannst du auch jeden x-beliebigen von der Stange nehmen. Dann kannst du an die Rivera fahren und sag ich jedem dritten Typ mit Muskeln da irgendwo. Oder irgendwie ein Ferrari fährt.
So what? Aber wenn du das mit deinem Partner durchhast, dann bist du so intensiv und so eng verbunden und hast so eine positive Bindung an ihm, die hält. Deswegen ist diese Paartherapie... Das sagen alle Paare immer wieder zu mir. Sie sagen, Falk, was wir in diesem Jahr oder diesen eineinhalb Jahren, wo wir mit dir gearbeitet haben, was wir da zusammen erlebt haben und wie uns das verbunden hat, das hätten wir nie für möglich gehalten.
Das sagen die immer wieder. Hätten wir niemals gedacht, dass man so tief und so eng verbunden sein kann. Weil du begleitest ja deinen Partner durch diese Prozesse.
Du begleitest ihn ja zurück in den Horror deiner Kindheit. Du gehst mit ihm an alle schwachen Stellen, siehst all seine Wunden und Stück für Stück wird das geheilt, gegenseitig. Und dadurch entsteht eine Tiefe und eine Vertrautheit, die hast du mit keinem anderen Menschen.
Und dann wird auch nicht auf Tinder mal eben schnell gewechselt. Das heißt, diese Prozesse, die wir da durchlaufen, die machen ein Paar überhaupt erst zu diesem Individuationsprozess. So nennt Karl-Dieter Ostorf-Jung das.
Das heißt, das Paar wird individuiert. Das ist unique. Das gibt es kein zweites Mal.
Das ist wirklich ein Unikat. Die beiden sind so univerdal zusammen. Und das spüren ja auch alle.
Das ist eigentlich der Punkt. Das ist das, was wirklich in der Paartherapie stattfindet. Du kriegst eine ganz andere Tiefe, eine ganz andere Verbindung, die könntest du gar nicht haben, wenn du solche Prozesse nicht durchläufst.
Es geht gar nicht. Wo willst du das herkriegen? Beim Shoppen? Bloß, weil du ein Haus zusammengebaut hast? Und vor allem auch nicht bei einem anderen Therapeuten. Nein, das ist Quatsch.
Ich meine, nicht beim anderen Therapeuten. Wir meinten ja Heilung in der Paarbeziehung. Und es gibt ja auch Chirurgieheilung beim Therapeuten.
Deswegen meinte ich, das kannst du mit einem Therapeuten nicht, sondern eben nur mit deiner Beziehung. Ja, stimmt. Das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Normalerweise sind diese ... Ich habe das beobachtet bei meinem tiefen psychologischen Therapeuten. Bei dem war ich, glaube ich, 5 oder 8 Jahre. Ich war endlos da.
Ich habe ihm auch so viel Geld gegeben, meine Güte. Und da war ich halt da. Und da ging es ja immer quasi, dass ich meine Projektion auf ihn übertrage und dass er versucht hat, ein bisschen besser als meine Eltern zu sein.
Und ich sage das ja schon leicht ironisch. Und ich fand das auch immer total schräg. Weil der Typ hat mich nicht geliebt.
Da kann man sich ja auch nicht öffnen. Das ist aber die Idee. Man soll sich öffnen und man soll dann die Übertragung auf diesen Therapeuten haben.
Das ist ja auch der Grund, wenn man seinen Therapeuten auf einer Party trifft, dass er fluchtartig den Raum verlässt, damit die Projektionen nicht gestört werden. Das ist ein total irres Konzept. Das ist einfach unsere Geschichte.
Wir haben mit dem Bollerwagen angefangen. Und dann habe ich gedacht, das ist doch total verrückt, die ganze Nummer. Warum übertrage ich das nicht in die Paarbeziehung? Und da gehört es hin ... Ich merke ja dann, dass die Frauen sich da nicht voll lieben oder sowas.
Das ist nicht meins. Und dann sage ich immer, super Sache, aber da sitzt ihr Mann. Der ist es.
Also dass ich diese Projektionen auch direkt immer umleite und sage, nee, nee, nee. Das bin ich nicht. Ich bin hier nur im Job.
Klar kann ich alles besser fühlen. Das ist auch meine Aufgabe. In der Beziehung wäre ich genauso dusselig wie ihr Mann.
Im Moment sitzt er da. Schön gesagt. Aber du wolltest auch mal kurz zum Nachnährungsprozess was sagen.
Ja, genau. Und dieser Nachnährungsprozess, das ist doch irgendwie das, was absolut ideal in der Beziehung stattfindet. Also dieser Therapeut, mit dem ich gearbeitet habe, der hat eine ganze Menge Körperarbeit gemacht.
Warum? Weil am Ende muss das Ganze quasi ein Zellularbewusstsein sein. Das ist die tiefste Ebene des Unterbewusstseins. Du hast eine kognitive Ebene, da verstehen wir die Dinge.
Dann haben wir die emotionale Ebene, die ist extrem wichtig. Aber erst wenn es in den Körper kommt, in die Empfindungsebene, also Bodywork, erst wenn es wirklich im Körper drin ist, dann ist es angekommen. Vorher ist es nicht wirklich in uns drin.
Dann ist es auf der Festplatte, dann ist es gespeichert. Und wir brauchen, diese positiven Sachen müssen gespeichert werden. Auch wenn wir das dann reinlassen, also das, was wir uns immer gewünscht haben.
Das muss im Körpergefühl drin sein. Das heißt, wenn du die Straße langläufst, einen Raum betrittst, dann muss dieses Gefühl mit dir den Raum betreten. Du musst es wirklich sein.
Und das bis zuerst, wenn es auf der Körperebene ist. Deswegen ist diese körperliche Ebene so unglaublich wichtig. Und mein Körper, das ist natürlich Körpertherapeutin, mein Körpertherapeut hatte mit mir auch mal ganz viel Körperübung gemacht.
Da hat er sich immer ein Kissen hier unten draufgepackt, damit er keinen Ständer kriegt. Oder wenn er einen Ständer kriegt, ich das wenigstens nicht spüre. Du merkst, wie absurd die Therapie ist.
Das ist echt, oh Gott. Aber so ist das. Oder wenn er mit Frauen gearbeitet hat.
Da kann ich mir vorstellen, soll ich oben noch ein Kissen und da noch ein Taucheranzug. Aber trotzdem soll ja diese Nähe stattfinden. Und wenn du das aber machst mit deinem Liebespartner, da gebe ich meinem Partner ganz häufig auch die Aufgabe, einfach komplett nackt auszuziehen.
Es geht dir null um Sex. Es kann stattfinden, aber es geht null um Sex. Licht aus, Decke drüber, Körper spüren.
Einfach nur spüren. Also diese Nachnäherung kann in einer Liebesbeziehung, genau da hört sie, da gehört es hin. Man schläft doch eh mit dem anderen.
Man fasst ihn doch eh die ganze Zeit an. Man küsst den, man berührt den, man riecht den. Wo soll es denn sonst hin? Es gehört in die Beziehung.
Und nicht zum Therapeuten, der arme Kerl mit seinem Kissen. Das ist einigermaßen klar. Aber das muss ich halt auch erst selber entwickeln.
Ich muss erst mal acht Jahre irgendwo hingehen, um zu denken, ist das alles irre hier? Es ist eine total verrückte Nummer. Und es ist eine sehr gute, sehr bekannte Schule, die europaweit viele, viele, viele. Du machst da alleine neun Jahre Ausbildung.
Das sind wirklich richtig gut ausgebildete Leute. Was mich jetzt aber auch noch interessiert, ich glaube, was trotzdem zum Problem werden kann, ist, wenn ich die Verantwortung zu sehr an meinen Partner abgebe. Also sprich, ich setze ihn so ein bisschen auf den Vater-Mutter-Sockel.
Du bist jetzt dafür verantwortlich, dass es meinem inneren Kind gut geht. Wie schaffe ich es da, nicht wegzurutschen? Also da die Balance zu halten? Ja, das ist wirklich eine riesen Challenge. Das ist wirklich ein riesen Problem.
Und da ist es halt auch echt cool, wenn dein Therapeuten, da macht es total Sinn, einen Therapeuten zu haben, weil der genau darauf achten kann. Und bei deinem Partner, das ist wirklich so ein bottleneck. Das ist wirklich eine ganz, ganz schwierige Geschichte, weil du musst dir das vorstellen wie so zwei Ebenen.
Du hast ja prinzipiell so ein Mann und Frau, so Liebespaar. Und wenn jetzt einer in die Elternposition geht, so Nachnäherung, Eltern und Überblick und so, dann ist ja eigentlich die Liebesbeziehung so ein bisschen dahin. Das läuft ja eigentlich nicht.
Erstmal steht der drüber und dann ist der kleiner und sie ist größer oder umgekehrt. Und da muss man halt total aufpassen. Oder andersrum.
Man kann das vielleicht auch noch andersrum sagen. Das haben wir auch in unserem Podcast erzählt. Viele Beziehungen sind, wenn die zu mir kommen, unbewusst ist einer in der Elternposition.
Häufig die Frau. Also häufig kommen die schon so. Das heißt, er kriegt dann Wutanfälle, ist verantwortungslos, gibt irgendwo Geld aus, kümmert sich nicht, hat ganz viel Freizeit.
Sie ist eigentlich die ganze Zeit in der Mutterposition. Immer diese Aussage, mein drittes Kind oder so. Und das ist ein riesengroßes Problem.
Da muss man halt wirklich drauf achten, weil dann kommt auch ganz häufig Fremdgehen. Wenn die Frau mehr die Mutter ist, dann braucht er noch eine Geliebte. Von der Logik her total klar.
Oder er der Vater ist, was man seltener hat, dann hätte sie ja gerne noch einen Liebhaber. Mit dem Vater schläft man nicht so gerne. Da muss man total drauf achten, dass in diesen Übertragungsgeschichten nicht einer dann der Große wird.
Und der Punkt ist der, deswegen baue ich das auch so auf, du brauchst nicht nur das innere Kind, du brauchst auch den inneren Erwachsenen. Und der innere Erwachsene, also du selber, musst die Verantwortung für dein Kind übernehmen. Wenn du die Verantwortung nicht übernimmst, sondern sie an deine Partnerin, ich zeige jetzt mal auf dich, an deine Partnerin überträgst, dann gerätst du dir eine Abhängigkeit und du kommst in eine höhere Position.
Und dann wird der Heilprozess blockiert. Das heißt, ich muss das übernehmen. Und wenn ich das übernehme und sage, mein Ding, jetzt bin ich total klein, jetzt muss sie mich bei dir einkuscheln.
Du, ich bin gerade so, ich merke, ich checke nichts mehr, ich kann nichts mehr, meine Ressourcen gehen weg, ich kriege den Schlüssel nicht mehr, ich bin ein Schloss, ich bin total deppert. Irgendwie, du, ich brauch halt einfach nach, zum Beispiel dieses Lass uns einfach nackt zusammen kuscheln. Ich brauch diese Wärme, ich muss mich irgendwie fühlen wie ein Dreijähriger und morgen wird es mir wieder gut gehen.
Dann ist es super heilsam. Dann habe ich ja meinen Erwachsenen, der das moderieren kann. Dann kannst du auch sagen, du, sorry, die Kinder, mein Yoga, am Wochenende habe ich Zeit, in drei Tagen.
Und dann kann ich wiederum sagen zu meinem inneren Kind, du, ich habe mich darum gekümmert, am Wochenende versprochen, am Samstag haben wir Zeit, fahren wir raus oder sind die Kinder alle weg, ist unsere Zeit. Also, ich brauche diesen inneren Erwachsenen. Wenn ich den nicht habe und ich habe nur das Kind, wieso nicht? Du liebst mich gar nicht.
Jetzt haben wir das schon alles mit dem Herrn Kuhfuß besprochen. Ich schreibe ihm jetzt. Herr Kuhfuß, die hilft mir nicht.
Und das hast du dann aber wirklich. Ich übertreibe das jetzt so ein bisschen, aber eigentlich ist es überhaupt nicht übertrieben. Also so geht das ja dann ab.
Und deswegen brauchst du diesen inneren Erwachsenen. Das heißt, du musst den aufbauen. Das nennt sich alter Ego-Methode.
Das heißt, du hast einmal diesen regressiven Anteil und du hast einen erwachsenen Anteil und diese beiden Sachen supportest du in dir selber. Also man merkt jetzt auch schon, dass es eine relativ hohe Geschichte ist, wo man sich selbst reflektiert, sich selber extrem gut kennenlernen und auch extrem viel Verantwortung übernehmen muss, weil die Verantwortung macht einen frei. Also einer der ganz wichtigen Schlüssel in dieser Art, wie ich damit arbeite, ist Verantwortung.
Leute, die nicht so gerne Verantwortung übernehmen, die gehen lieber sozusagen zum Therapeuten, wo ich früher war. Der übernimmt die Verantwortung für dich, da kannst du die ganze Scheiße draufprojizieren und machst dann halt acht oder weiß wie viele Jahre Therapie und vielleicht hilft das ja auch. Wenn du zu mir kommst, musst du Verantwortung übernehmen.
Und zwar Verantwortung für dein inneres Kind, für deinen inneren Erwachsenen, für die Kommunikation mit deinem Partner und dann kannst du halt quasi wirklich nie mehr zum Turbo das ganze Ding durchstarten und diese Heilungen können dann stattfinden. Finde ich sehr interessant. Jetzt frage ich mich, woran merke ich denn jetzt, dass mein inneres Kind geheilt ist? Das ist der springende Punkt.
Danke, dass du das fragst. Ich glaube, da kommen wir jetzt auch zum Ende so langsam. Ja, wenn es geheilt ist, ist gut.
Du merkst es an deiner Lebensfreude. Du merkst es am Spaß. Wird man denn weniger getriggert eigentlich? Ja, natürlich, total.
Aber der Punkt ist eigentlich der, es geht gar nicht ums Triggern an dem Punkt. Es gibt sowas wie so zwei Seiten beim inneren Kind. Das eine ist ja das Schattenkind.
Das ist ja das, wovon wir eigentlich die ganze Zeit reden. Wir reden eigentlich immer von dem negativ runterfallen in negative Erlebnisse. Also Regressionen in negative Erlebnisse.
Also alles, was in der Kindheit mir schlecht war oder schlechtgegangen ist. Das ist mein Schattenkind. Ja, genau.
Und du hast aber noch eine ganz andere Seite. Du hast ja total viel Positives erlebt. Du bist ja auch über die Blumenwiese gelaufen und hast dann barfuß in irgendwie Kuhfladen rein und wie schön und wie lecker die sind.
Du hast ja ganz viel Zeug, ganz viel Blödsinn gemacht. Irgendwo runtergepinkelt und sich tierisch gefreut oder mit Schiffchen und so und mit deinen Freunden. Oder, weißt du, in der Blumenwiese gelegen.
Du hast ja Blumen gestreust für deine Eltern. Du hast so viel, oder auch Bäume. Du hast so viel Zeug Positives erlebt.
Und von dem wird ja eigentlich nie geredet. Aber der wichtige Punkt ist eigentlich, wenn es deinem inneren Kind gut geht, dann hast du Lebensfreude. Du kannst eigentlich sagen, alle Leute, die nicht entsprechend viel Lebensfreude haben, die haben kein glückliches inneres Kind.
Dein inneres Kind, dein glückliches inneres Kind, ist direkt gleich, wie so eine Formel, ist direkt gleich deines Lebensfreude. Also ein gesundes inneres Kind ist gleich Lebensfreude. Weil die Lebensfreude, den du empfindest, ist die deines inneren Kindes.
Das hat auch damit zu tun, dass sozusagen sinnlose Dinge tun. Also wir hatten das früher in unserer WG-Zeit noch, als ich noch studiert habe. Da war das immer so, sinnlose Dinge tun.
Wir hatten sinnlose Abende. Das durfte gar keinen Nutzen haben. Keinen Sinn.
Ein Freund von mir, das war so ein kleiner Inder, der hatte so Dreadlocks, dann hat der immer so eine Rassel gehabt. Sinnlose Dinge tun! Da war so die Verkörperung des inneren glücklichen Kindes. Sinnlos! Wir hatten immer so einen Korb, damit wir uns nicht gestritten haben.
Wir haben in einem ganz engen Raum gelebt. Wirklich winzig. Du hattest ein Bett und dann irgendwie hattest du noch einen Kleiderhaufen.
Mehr gab es da nicht. Also unglaublich, immer voll mit Leuten. Ganz viele Leute in der Nacht.
Und dann hatten wir so einen Korb mit so kleinen Rasseln. Und damit wir uns nicht gestritten haben, man merkt man, die Energie war schlecht, dann kriegte jeder so eine Rassel und dann haben wir alle so Krach gemacht. Alle so.
Und das war eigentlich, haben wir die inneren Kinder gesagt, macht ihr, damit ihr euch nicht die Rassel auf den Kopf habt, macht ihr jetzt Krach. Und in dieser Zeit hatten wir so, warum erzähl ich das, wir hatten so viel Lebensfreude. Man ist so im Moment auch wieder.
Wir hatten so viel Spaß. Unsere Toilette war von innen drin dunkelblau angemalt und dann hatten wir da so rosa Fische ausgeschnitten. Das war alles und das wahrrichtige Konzept war, sinnlos sein.
Es geht nicht darum, gute Noten zu haben. Es geht nicht darum, was zu erreichen. Es geht nicht um Geld.
Es geht um gar nichts. Einfach nur da rein Blödsinn machen. Pure Lebensfreude.
Und das ist das innere Kind und das ist total wichtig zu wissen, weil viele Paare super Team, super Finanzen, alles abgearbeitet, alles richtig gemacht, alles, alles, alles, super Job, alles. Aber frustriert. Warum? Weil halt dieses innere Kind keinen weiteren Nutzen hat, außer glücklich zu sein.
Und wenn man das nicht versteht, dann arbeitet man wie an der falschen Stelle. Man macht noch ein bisschen mehr das Haus, macht noch den Carport, macht noch diese, macht gleich noch eine Fortbildung. Man baut seine Praxis nochmal um und, und, und, macht noch einen teureren Urlaub.
Man springt noch mit dem Fallschirm irgendwo runter. Nein, sinnlos. Das ist eine ganz andere Science-Ebene und die erreichst du über das innere Kind und das muss glücklich sein und dafür brauchst du wirklich sowas wie sinnlose Zeiten, Auszeiten.
Das hast du auch bei diesen 3,5 Fragen, die ich so gerne gebe. Was war das schönste heute? Und wenn du dir diese Frage stellst, das ist die erste von den 3,5, wenn du diese fragst, was war das schönste heute? Dann ist es immer der Sonnenstrahl, das kleine Gespräch mit jemand anders. Wenn du wirklich überlegst, oder wo ich einfach kurz angehalten habe, ins Schaufenster geguckt habe oder wo ich mir einfach eine Currywurst gekauft habe.
Das sind so ganz, ganz kleine Sachen, wo das innere Kind sagt, ding, geil, Currywurst. Oder Sonne. Sowas ist das.
Das heißt, das Lebensglück der Menschen hängt ganz direkt am Glück des inneren Kindes. Und daran merkst du, dass das innere Kind geheilt ist. Dir geht es einfach gut.
Du hast einfach ein Shining. Das ist das, was Leute immer versuchen mit Kosmetik zu erreichen. Das kommt einfach aus deinen Augen raus, weil es dir einfach gut geht.
Also ich mache ganz, ganz viel mit meinem inneren Kind. Also ich versuche, möglichst nichts zu machen, was mein inneres Kind nicht möchte. Und das ist das.
Das ist das. Also Lebensglück gleich inneres Kind, inneres Kind gleich Lebensglück. Daran merkst du es.
Und macht mehr sinnlose Dinge. Schöner Abschlussgedanke, finde ich, oder? Macht mehr sinnlose Dinge. Macht mehr sinnlose Dinge in eurer Beziehung.
Lasst euer Sonnenkind, nennt sich das, glaube ich. Der Steffi Stahl hat das gemacht. Der Sonnenkind, fand ich eine schöne Terminologie.
Das macht irgendwie Sinn. Ja, schön. Aber jetzt bitten wir euch mal um was, was nicht so sinnlos ist.
Und zwar, wenn ihr merkt, es tut euch gut. Dieser Podcast, ihr nehmt da was mit. Auch heute die Folge.
Ich fand sie super aufschlussreich. Ich hoffe für euch auch. Dann teilt sie.
Teilt sie weiter mit Freunden, mit der Familie, mit Partnern, mit Eltern. Ja, weil je mehr Leute, wir stecken halt so viel Arbeit da rein. Und so viel Herzblut.
Und so viel Herzblut, dass wir einfach so viele Menschen wie möglich damit erreichen wollen. Und du wolltest noch etwas hinzufügen. Also für mich wäre das sozusagen, wenn ihr jemanden habt, an den ihr denkt, und denkt, Mensch, das wäre richtig cool, wenn der das mal hören würde.
Oder wenn der das verstehen würde. Dann schickt ihm diese Folge zu. So mache ich das nämlich immer.
Wenn ich was sehe, dann denke ich so, boah. Und das ist auch für meinen Freundeskreis gut. Ich habe einen relativ großen, weitverbreiteten Freundeskreis, die ich ja auch meistens, wenn man ins Flieger steigen muss, um viele davon zu sehen, dann schicke ich denen das zu.
Und dann geht so ein Gespräch darüber in Gang. Und das finde ich total cool. Weil ich denke so, dann merken die, dass ich an die denke.
Ja. Und dann habe ich auch wieder so ein Gespräch. Ah ja, Falk, stimmt.
Und hier und da und so. Und das würde ich euch, wenn ihr jemanden habt, wenn ihr denkt, Mensch, das wäre so geil, wenn ihr wüsstet, dass das Lebensglück vom inneren Kind abhängt. Und dass man das so irgendwie cool eigentlich heilen kann, dann schicke ich das zu.
Ja, schöner Gedanke. Schöner Energieaustausch auf jeden Fall auch. Wir bringen positive Energie und die geht dann weiter.
Genau. Na dann, nächste Woche geht es weiter mit einer neuen, wir sind jetzt fertig, mit unserer Reihe Inneres Kind. Und nächste Woche geht es dann weiter mit einem neuen Thema.
Aber lasst euch mal überraschen. Schöne Woche euch. Tschüss.
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