Wir hatten ja letztes Mal, sind wir eigentlich schon so weit gekommen, dass wir sagen können, das Paar ist jetzt therapiert, oder? Also super. Also wenn du überlegst zwei oder drei Sitzungen, was auch immer das jetzt war, also jetzt wir haben es ein bisschen vergerafft. Und jetzt sind wir ja beim Nachnährungsprozess. Das heißt, das, was eh an seiner Kindheit nicht gekriegt hat, sorgen wir jetzt dafür, dass er das jetzt sozusagen kleine Schlucke in seiner Beziehung bekommt. Und das ist ein klassischer Nachnährungsprozess. Und das hört sich ja erstmal an so wie die Lösung.
Aber ich wollte mir ein bisschen längeren Fall erzählen. Und es ist tatsächlich so stattgefunden, wie es stattgefunden hat. Aber jetzt kommen wir erstmal wieder und jetzt feiern wir erstmal. Den Erfolg. Das ist ein Erfolg und wir haben Erfolg. Ja. Und das ist auch ganz wichtig, wenn der Therapie mal die haben manchmal Erfolg, dann geht das wie das Pylosinus, geht wieder hoch und wieder runter. Da darf man auch nicht so enttäuscht sein, das passiert halt. Aber erstmal haben wir einen totalen Erfolg.
Er ist jetzt erst mal, beziehungsweise indem er ja immer wieder interminiert und sagt, "Halt, stopp, ich gehe jetzt nicht weg, sondern ich brauche jetzt ganz kurz Bindung, damit ich mich eben nicht bewusst distanziere." Fühlt er sich jetzt erst mal sicherer, oder? Also, das entsteht nähe zwischen den beiden. Ja, also es ist ja eigentlich total paradox. Ich könnte mir mal paradoxschild hochhalten. Das heißt also, er will weg. Ja. Und jetzt ist er die erste Aufgabe von ihm, dass er das nicht mehr ich will wegsagt, sondern sagt, seine Kindheit erinnerung hoch holt und sagt, meine Bindung ist damals unterbrochen worden.
Jetzt ist es schön, jetzt habe ich Angst mich einzulassen. Deswegen will ich weg. Also dieser Satz, ich will weg, wird irgendwie länger und den soll er sprechen. Und am Anfang kriegt er das aber auch erst mal gar nicht mehr hin. Die beiden kommen wieder und die sagt, ich habe das. Die Frau sagt, ich habe das gesehen. Und dann habe ich ihn angesprochen. Sag mal, du ziehst dich doch wieder zurück, weil er zieht sich dann so zurück. Und das passiert glaube ich unglaublich vielen Menschen in der Beziehung, die ziehen sich dann zurück, die wissen nicht genau was los ist, die stellen dann ihrem Phone rum, die gucken blar irgendwie, die bleiben viel zu lange irgendwie, in der Autowaschanlage, also ziehen sich irgendwie zurück. Und bei ihm war das auch immer so. Und da hat er nie darüber gesprochen. Und dann hat sie angefangen, ihn anzusprechen. Ich sage mal, du bist doch grad schon wieder so. Und dann hatte er die Möglichkeit, dann so Stück für Stück zu sagen, ja stimmt irgendwie, ich ziehe mich grad schon wieder zurück. Und dieser Prozess hat Zeit lang gedauert und dann konnte er aber irgendwann von sich auskommen und sagen was mal auf ich merke das ich habe schon wieder irgendwie Angst vor der Bindung ich will wieder weg irgendwie ich gucke schon wieder viel zu lange ins iphone schon ich gucke schon eine halbe Stunde bescheuerte n quatsch irgendwie überhaupt keinen sinn ergibt ja voll für so intellektuelle was ich dann aber gucken auch wie kann das sein ja und dann machen die auch ihre kurze kleine übung und damit kommen die wieder und das ist natürlich es war ein anfang ist jetzt noch nicht so das 9 plus ultra Das ist natürlich ein Riesenerfolg.
Und den feiern wir erst mal. Dann gibt's für mich, für die Aufgabe. Die sollen losgehen und feiern. Durch wieder gefährlich, wenn es nicht besonders schön ist. Kann's auch wieder kippen. Dann kann wieder kommen, dass er wieder weg will. Aber dann soll es als sagen. Erst mal wird das Ding gefeiert. Die beiden müssen an Feiern gehen. Bei mir ist ganz wichtig eine Therapie.
Wenn etwas gut läuft, wenn etwas klappt, was Jahrzehnte nicht geklappt hat, wenn du ein Kind heizt musst, du rumschleppst. Dann endlich mit 30, 36, 42, und dann endlich mit 30, 36, 32, 40, das endlich mal auf die Kette kriegst, dann musst du feiern. Die machen also ein schönes, selbes Wochenende, geben ihr Kind weg, feiern das Ding. Und ganz kurz, was ich noch erklären wollte, ist, was haben wir in der letzten Folge mich nicht erklärt, das ganze Ding nennt sich Nachnährung. Das ist für mich aber so normal, dass ich es komplett vergessen habe zu erklären. Also Nachnährung ist eigentlich die Idee und da habe ich eigentlich das Gleiche gemacht, wie mit dieser Erwärmnis. Das wird normalerweise in geschützten Therapieräumen angeboten. Das heißt, ich habe das kennengelernt, da gehst du zu einem Therapeuten, dann hast du einen Raum voll mit Matratzen. Okay. Ohje. Und dann legst du dich auf die Matratzen und bewusst in diese Regression, also das Zurückfallen in früheren kindliche Stufen nennt sich Regression, also kleiner werden, Verlust der Ressourcen, machen wir auch ein Programm ganz ausführlich, wie er das alles irgendwie mitkriegt, wie das alles läuft. Jetzt sehen wir ja noch einen Fall.
Auf jeden Fall legst du dich dann auf diese Matratzen mit deinem Therapeuten und gehst bewusst durch diese liegende Position in eine Regression rein und der versucht eine bessere Mama oder Papa für dich zu sein. Also das ist so ein Nährnährungsprozess und das dauert lange, das machst du jahrelang. Krass. Weil Nahrnährung, eine tiefen Psychologie dauert immer lang. Das ist im Prinzip ein Kern, die Methode von Freude und die dauert ja Jahre. 300 Sitzungen, 3 mal 300 Sitzungen, 50 Sitzungen.
gemacht. Also immer wieder auf diesem Matratzen, immer Bindung und Binn und dann mal Binn und dann steht er irgendwann. Aber okay. So und dann habe ich das halt gedacht, das kann man doch in eine Paarbeziehung viel besser übertragen. Das macht doch viel mehr Sinn, als dass ich jemanden dafür zahle, dass er sich professionell damit mir hinlegt und meine Mama oder mein Papa spielt. Ja, klar. Es hat Vorteile, weil der halt sich so ein bisschen weiter draußen halten kann, wegen der Supervision, weil er durchderrabiert ist und so weiter. Dann macht das irgendwie schon irgendwo Sinn. Aber eigentlich ist es doch viel geiler, das mit den Menschen zu machen, denen du am meisten liebst, mit denen du eh in einem Bett liegst. Und das findet ihr auch natürlicherweise und das vielleicht bei der ersten Punkt für unsere Zuhörer, das findet ihr auch normal in jeder Beziehung statt. Diese Regressionen, deswegen finden die ja statt, weil du diese Übertragung ganz normal stattfindet. Das ist also ein ganz normales, zwischenmenschliches Phänomen, dass wenn du halt eine mutterähnliche Person, also deine Frau oder ein Vater, ähnliche Person, dein Mann, ja, ein Wicht der Ängste, Bindungsmittel, dass du dann schnell in eine Regression kommst.
Und dann ist ja nicht nur die Frage, wie gehst du mit der Regression um. Und wenn du etwas damals nicht gekriegt hast, dann kriegst du das halt jetzt. Und wenn du es gekricht hast, dann ist gut. Das ist so was wie Hunger, dass du damals nicht gekriegt. Kriegst du halt heute Bingo aus Gut. Und das Ganze, das machen wir in unserem Kuss, richtig ausführlich, wie das wirklich funktioniert. Also die Arbeit mit dem inneren Kind macht eigentlich in der Paarbeziehung erst richtig, richtig Sinn, weil du hast ja dein Gegenüber. Ja, klar.
Das ist aber auch ganz wichtig, dein Erwachsenssicht. Und da kommen wir nachher zu, das funktioniert hier an dem Punkt noch nicht. Ja? Also das ist das, wo wir nachher kippen. Also erst mal schicken wir die los zum Feiern, weil der Nachnehmungsprozess erst mal sozusagen 1a funktioniert. Und das ist ein optimaler Nachnehmungsprozess. Und dann den letzten Satz dazu zu machen, den habe ich halt quasi aus der geschützten Raum der Therapie gesagt, Das können meine Paare selber machen. Das kostet viel weniger Geld, das kostet viel weniger Schweiß. Weil die haben ehenei- Liebesbeziehung.
Und die sind sowieso körperlich immer beieinander, weil das läuft ganz viel über Körperkontakte. Ja, verstehe. - Und das feiern wir jetzt erst noch mit denen. Okay. Und die Abwälder ist... - Meldestuck ab, los, go, go! Okay, okay. Aber irgendwie hab ich das Gefühl, da muss noch was kommen. Kann er jetzt nicht der Abschluss sein? Nee, die kommen wir beim Wohnen. - Ja.
Irgendwas kippt es jetzt. Das ist irgendwie zu schön um wahr zu sein. Ist zu Hollywood. Da wäre ich nicht in Hollywood, sondern in Brandenburg. Wir haben Barwitsberg, die machen auch Filme. Manchmal kann ich ganz viele Leute von dem Film, das waren die ersten, die zu mir gekommen sind. Ja cool, spannend. Aber jetzt machen wir mit nicht. Ich weiß auch nicht, kommt keiner mehr.
Ich hab das Gefühl, aus diesem Erfolg erwächst ein Problem. Ja, und zwar folgendes.
Das ist ja so mehrere Sitzungen und das Problem ist, dass er sich daran gewöhnt. Also, sagen wir mal so, das Problem, das haben, glaube ich, auch wirklich viele Paare. Deswegen ist es auch so schön, das zu erzählen. Also versetz dich empathisch hinein in ein kleines Kind. Was denkt, oh, ich brauch was. Und dann kommt da, sagen wir mal, deine Frau vorbei oder dein Mann vorbei. Und sagt, ich gebe dir das. Endlich bist du im Paradies, endlich kannst du klein sein. Endlich bekommst du das, was du dir immer gewünscht hast. Wenn man so kleine Kinder beobachtet.
Zum Beispiel an der Kasse, wo dann irgendwie geschickterweise die Süßigkeiten und alle hingestellt werden, damit jede Mama irgendwie diese Horror-Parkour muss, wo der Geld lässt. Zucker auf der einen Seite, Mama Herz auf der anderen Seite, plärrendes Kind schmeißt auf dem Boden. Und das ist das ganz große Problem, was passieren kann. Deswegen macht es auch manchmal Sinn, das wirklich im Therapeuten zu übergeben, weil der ist natürlich safe, der macht das einfach in eine Stunde und dann geht er nach Hause. Und deine Partnerin geht halt, oder dein Partner geht halt nicht nach Hause. Also wichtig ist auch, das kann auch genau umgekehrt, also auch Männer können Frauen nachnennen und so, das spielt gar keine Rolle.
Und das ist jetzt nicht Frauen-Schutzwischung, in dem Fall so. Also es ist häufig so, aber nicht immer so, das ist wichtig. Und dann kippt das halt, weil diese innere kindliche Struktur den Eindruck bekommt. Und genau das passiert denen. Das ist mein Recht. Ich will mein Snickers. Das ist meine Mama. Man begibt sich ein Stück weit auch vielleicht in eine Abhängigkeit, oder? Man fordert irgendwie... Genau, es ist ja auch eine Abhängigkeit.
Wenn du dir das quasi als ein Kind vorstellst, ist es abhängig davon, wenn wir jetzt wieder zurückgehen zu seinem weißen Kind-Staat. Na klar.
biologisch evolutionär so, weil so lange wird der Mann gebraucht, um das System stabil zu halten, damit sozusagen die Brut nicht eingeht. Also evolutziner zum Überleben. Danach kann das Kind und die Mutter quasi wie alleine. Und das hast du hier in der modernen Gesellschaft auch ganz häufig, dass sie nach zwei, wenn das Kind zwei, drei, vier, fünf Jahre ist, dann haut der Mann ab. Das heißt, entweder baust du in der Zeit eine vernünftige Beziehung auf, weil am Anfang hat so eine Art Hormonstatus. Der hält das konstant. Also du kriegst einfach innerlich Hormone, egal was da läuft. Du kriegst Hormone und bist irgendwie glücklich. Aber irgendwann flachen die ab. Und bis dahin musst du eine gute Beziehung aufgebaut haben. Wenn du das aber nicht weißt und denkst, du musst alles für Granted.
Ja, boh, boh, boh, boh, boh. Dann geht das Ding halt kaputt. Er gerät jetzt aber da rein, dass er anfängt, das zu fordern. Genau. Also er begibt sich in der Abhängigkeit. Oder er braucht es jetzt von hier... Die Abhängigkeit ist gegeben, ne? Genau, die Abhängigkeit ist irgendwie gegeben. Und er braucht es jetzt aber von ihr. Also er fordert regelrecht diese Nähe von ihr ein. Er fordert die ein, und dass er das braucht, ist ja klar.
Genau, aber er fordert eben. Das gibt sie in so einer unangenehmen Situation. Weil Liebe und Nähe gibt man ja eigentlich freiwillig, oder? Das ist genau der Punkt. - Zuneigung. Was an diesem speziellen Nachnehmungsprozess so interessant ist, dass die beiden nicht gleichberechtigt sind. Ja. - Er benötigt etwas von ihr. Und das ist so ein bisschen so ein Gefälle. Also was passiert eben, wenn er dieses Gefälle spürt Und daraus für sich so ein Recht ableitet.
Genau, und das ist das große Problem, warum diese Sachen dann auch in therapeutische Hände gelegen werden. Also das ist das Risiko, ne? Wenn du das jetzt in die Paarbeziehung überträgst, dann hat er irgendwann wie so ein kleines Kind die Idee, dass es sein Recht ist. Und wenn er das dann einfordert, dann passiert etwas vollkommen paradoxes, was Liebe, Zuneigung, Wertschätzung komplett eigen ist. Das heißt, es ist etwas, was du freiwillig geben musst. Sobald Liebe eingefordert wird, also sozusagen zwang ist, gefordert wird, geleistet werden muss, verliert sie ihre Kraft der Nachnähung.
Du musst freiwillig und das passiert, also ich würde, ich keine Ahnung, aber ich würde sagen 90 Prozent der Paare, 80 Prozent der Paare haben dieses Problem irgendwann innere Beziehung, dass der Partner sagt, küsst mich. Ja, genau. - Ich bin aber jetzt gar nicht. Oder eher abstoßen. - Denkst du, boah, nee. Was willst du von mir? - Oder nimm mich jetzt in den Arm. Ja, genau. So, warum hast du mich denn nicht lieb? Genau, so habe ich mich so häufig... - Oder wenn du einfach... Du liebst mich gar nicht. - Dann kannst du doch auch mit mir schlafen.
Im Paradoxenfall. - Ja, genau. Und das ist so... Das verstehen die Leute einfach nicht. Weil Liebe ist das Einzige, was automatisch mehr wird, werden du's teilt. Ja. Weißt du, was ganz anders als ein Kühlschrank, wenn du alles hergibst, dann ist nichts mehr da. Ja. Oder wenn dein Konto spendet, dann ist es leer. Ja. Bei Liebel ist so mehr du gibst, so mehr breitet sich das aus. Und das ist ja auch eine Aufgabe von Partherapie. Also man kann ja sagen, das Paar ist die Keimzelle der Liebe. Ja, total. Da entsteht die Liebe und die sollen mehr werden durchs Teil. Aber sobald du das einforderst, ist das so wie Milch, die umkippt, die schmeckt da nicht mehr. Das ist eklig, das bringt überhaupt Also, der ganze Nährwert verschwindet. - Ja.
Und das passiert den beiden natürlich. - Total. Der fordert das von ihr. "Jetzt bin ich aber dran." "Jetzt will ich aber auch gesehen werden." "Jetzt brauche ich aber Nähe." - Ja. Und genau da kommt sie in das Ding. Dann macht sie das? Weil sie ein schlechtes Gewissen hat, ne? Weil wir das auch besprochen haben, Therapeuten. Sie will das ja auch, dass der gesund wird. Da hat ja auch so einen klugen Therapeuten da und so weiter.
Sie macht das dann. - Ja. Dadurch kippt das ganze Ding komplett. Das heißt, er wird nicht mehr satt. Sie macht etwas, was sie gar nicht will. Und diese Liebe, die sie normalerweise für ihn hat, die eigentlich da ist, verschwindet. Und da nochmal der gleiche Punkt. Das passiert so vielen Paaren an so vielen Punkten. Das heißt, ich erpaare, deren einziges Problem ist, nicht, dass sie sich nicht lieben, sondern dass einer von beiden oder beide gegenseitig diese Liebe einfordern. Und das zerstört deren gesamte Beziehung. Liebe darfst du niemals fordern, die ist immer freiwillig. Ja. - Ja? Und das ist so ein absolut zentrales Ding von Liebe. Und es verstehen so wenig Leute, du merkst schon, die kriegst schon ein paar Schaumfomunden.
Ich werd das so dusselig, dass die erzählen. Wir müssten das so ein T-Shirt machen. Lass uns einen von diesen T-Shirts machen, denn da gibt's nur freiwillig. Ja, er zerstört eigentlich die Qualität dessen, was er am meisten braucht. - Ja. Aber was ist dann jetzt die Lösung? Also, wie sollte er das anders machen, dass dieser Nachnährungsprozess halt wirklich gleichberechtigt abläuft. Genau. Also ich kriege natürlich wieder meinen Speaker-Anfall und sage denen, dass das alles so nicht geht oder manchmal holen die auch Texte raus, da müssen die lesen vor mir.
Also ist es spannend, er ist total betroffen. Also er versteht das total, er ist total betroffen und sie ist irgendwie sauer. Also sie ist sauer und denkt, boah, was machst du denn damit mir? Ich geb dir das schon alles irgendwie, ich stelle mich auf dich ein, du hast die
Genau, ich will nur geliebt werden. Und da kommt ein ganz wichtiger Punkt. Der kommt auch unserem Programm ganz zentral vor. Nicht nur das innere Kind ist wichtig, auch der innere Erwachsenen. Er braucht nämlich an dem Punkt einen Erwachsenen, der das für ihn regelt. Sein Bedürfnis nach Nachnähung ist vollkommen okay. Vollkommen berechtigt. Das soll er auch kriegen. Das ist ja der Sinn der ganzen Angelegenheit. Aber und das ist zentral.
Das Kind, wie beim Einkaufswag, schmeißt sich auf den Boden und schreit, das ist mein Sneaker, es gibt mir mein Sneaker, nie. So, das macht er. Was er jetzt noch braucht, ist quasi so eine Art inneren Erwachsenen, der das für ihn formuliert. Ja, okay. Und wie formuliert er das? Der formuliert das als Bitte. Bei einer Bitte, das ist ganz zentral, das haben wir von Marshall Rosenberg gelernt. Marshall Rosenberg ist der Begründer der gewaltfreien Kommunikation, hat ein Freund von mir sechs Jahre in der Schweiz organisiert, das ist ein lustig so ein Typ mit so ein Gitarre, der sitzt da rum, sieht aus wie so ein Cowboy, vollkommen krass natürlich. Auf jeden Fall, der hat das mit der Bitte, da habe ich das mit der Bitte her. Eine Bitte hat nichts damit zu tun, das Wort Bitte zu benutzen. Eine Bitte ist etwas, wenn der andere tatsächlich die Wahlfreiheit hat, es zu tun oder es zu lassen. Das heißt, er muss sie bitten und sagen, ich rauch das jetzt, hast du bitte Zeit. Kannst du dir bitte Zeit nehmen und da geht es nicht um das Wort bitte, jetzt geht darum, dass ihr auch sagen kann, ne jetzt nicht oder ja kein Lust. Genau, dass man auch Grenzen setzen kann. Ja, dann will er einfach nicht. Ja, küsst mich. Nee, will ich jetzt nicht. Genau. Und nicht dann warum nicht und ich brauche das. Nein, als mich gebeten und ich habe das mitgekriegt und wenn ich es tun kann und es fällt mir leicht Ich habe sogar Lust dazu.
Klar. Aber wenn ich merke, das passt gerade nicht. Ich bin noch wie voll mit Arbeit. Das nervt gerade irgendwie. Ich habe keine Zeit dafür. Dann muss er in sich Coping-Strategien haben, wo der innere Erwachsen, das innere Kind in quasi eine Art von Dialog gehen und sagen, was mal auf, das macht die, wenn die Zeit dafür hat. Also er braucht eine innere Instanz, die quasi seine Frau davor schützt, dass er quasi zum marvelous Child wird und der ganze Zeit rum nervt.
Weil das sagt sie dann auch, sagt auch dann in der Session "Falk, weißt du was? Es ist so, als hättest du ein zweites Kind angedichtet. Das ist auch ein bisschen sauer auf mich. Da meint ich super, zahlen wir so viel Geld für dich und dann kommt da so was raus." Also sie ist wirklich so, denkt so boah. Jungs, also der Tener Volt, "Jungs, da ist blöd." Und sie hat halt auch viele Aufgaben, sie hat ja oftmals auch Stress, oder nicht nur sie, sondern im Allgemeinen, man hat ja auch, ist ja Alltag. Also wer mal irgendwie... Und da kann ich mir mal mal vorstellen, vielleicht, dass, wenn sie so überlastet ist und er braucht, aber nähe, und wenn sie aber, ich kenne es ja als Frau, so wie so, so will, wenn wir den Kopf voll haben, können wir nicht im Herzen sein.
Es ist ganz oft so, weil dann ist doch das und das, das muss alles erledigt werden. Und was ich mir vorstellen könnte als Lösungsansatz wäre, dass er ihr vielleicht dann auch Dinge abnimmt, um halt Freiräume zu schaffen, dass sie dann eben wieder so auch Zuneigung und Liebe geben kann. Genial. Genau das ist es. Genau das ist es. Weil dadurch entsteht etwas, was total faszinierendes. Das eine ist ja quasi die Forderung, du musst. Und da musst du andere gucken, wie du es irgendwie hinkriegst.
Das andere ist, wir schaffen das nennt sich eine vorbereitete Umgebung. Das heißt, er sorgt dafür, dass es gute Bedingungen gibt und die Wahrscheinlichkeit steigt, dass sie das gerne machen möchte. Das heißt, weil deswegen, sie kommen dann zu Hause, konkretes Beispiel und sie muss noch Rotbüchsen für das Kind, sie muss noch die Wäsche und will noch die Küche fertig machen. Während er meint, er müsste noch auf seine E-Gitarre klampfen. So ist deren Situation. Er spielt halt geil noch und dann ist darauf rum, kindlich. Er sitzt da wieder im Wohnzimmer und spielt und sie macht halt.
Aber eigentlich ist ein Bedürfnis und erwartet auf sie. Dann ist einfach E-Gitarre wegstellen. Dann sagt man, was kann ich für dich tun? Kann ich die Wäsche aufhängen? Auch mit dem Ding, ich hab deine Nähe. Ich sehe du hast gar keine Zeit dafür. Aber ich verschaffe dir Entspannung, Zeit, dass du das überhaupt geben kannst. Und das ist die neue Verabredung. Das heißt, sie kommt dann aufs Kanapä, kann sich da schön hinlegen, so ein bisschen Musik hören oder in der Zeit blättern oder so was.
Und er macht halt den Kram. Dass sie runterkommen kann. Da kommt, ich mach das Kind im Bett, ich mach die blöde Büchse da. Irgendwie räume ich noch kurz die Küche auf. Dann mal auch noch die Wäsche aufgehangen, fertig. Und dann hat sie Raum und Zeit überhaupt für diesen Nachnehrungsprozess. Das ist erst mal die Aufgabe, die ich den beiden mitgebe. Aber da ist ein Aspekt auch ziemlich essentiell, und zwar der Aspekt der Zuverlässigkeit, dass er dann auch wirklich seinen Wort hält. Richtig.
Jetzt sind wir schon wieder eine Sitzung weiter. Das heißt, ich gebe den das mit. Es sieht wieder alles unglaublich toll aus. Dann denk ich, ja super, das ist die Lösung. Das Problem ist, dass er überhaupt nicht gewohnt ist, sein Wort zu halten. Das ist natürlich dann schwierig. Na ja, weil er sagt dann, es geht doch nur um die Wäsche.
Er denkt, es geht um die Wäsche. Aber er versteht das quasi gar nicht. Das hört sich ein bisschen irre an, aber es geht, könnt ihr auch mal selber gucken, es geht gar nicht um die Wäsche, sondern es geht darum, dass er seine Wort hält, dass sie sich auf ihn verlassen kann. Und da kommt ein ganz systemischer Aspekt rein. Den hat zuvor in eine Anmoderation so schön gesagt. Also, dass er quasi eine Verlässlichkeit schafft, weil sich selber auf die sie sich verlassen kann.
Damit sie sich entspannen kann und dann freiwillige Nähe überhaupt erst wachsen kann. Zuverlässlichkeit im Alltag ist keine Nebensache, sie ist eine Form von Liebe. Sie ist der Boden auf dem freiwillige Nähe überhaupt erst wachsen kann. Genau. Also, das geht eigentlich darum, dass er mit diesem inneren Erwachsenen, dass er erwachsen wird an dem Punkt schon und Verantwortung dafür übernimmt, dass Dinge einfach erledigt werden und das sein Wort was gilt. Ich mach das alles, dann ist das so. Ja oder wenn er sagt ich mach, kümmer mich noch um die Steuer, ich kümmer mich noch um die Kfz-Versicherung, dann ist das so. Da muss Sina nicht hinterher sein und schauen und dann auch noch Verantwortung übernehmen, dass er seine Aufgaben erledigt, sondern das muss wirklich weg von ihrem Teller. Genau. Und das ist etwas, was er halt quasi sozusagen in dem ersten Sitzung, also in der letzten Sitzung nicht verstanden hat. Ja. Das heißt, es klappt wieder nicht. Ja. Das heißt, ich muss ihm, wir müssen dann noch mal ran gehen und sagen, was aufs geht, überhaupt nicht um die Wäsche, es geht auch nicht um die Kassel. Das spielt überhaupt keine Rolle. Es spielt da eine Rolle, dass sie sich auf dich verlassen kann. Ja. Wenn sie sich auf dich verlassen kann, kommt sie in die Ruhe, dann kommt sie auch in diese Freiwilligkeit, dann kommt sie in die Entspannung und dann funktioniert das mit der Nachnehrung erst. Das ist ein zirkulärer Prozess. Also das ist wirklich ein ganz systemischer Ansatz. Ja, die Frage dreht sich ja um, davor hatten wir immer so, was kann sie für ihn tun, dass er sich geliebt fühlt und jetzt ist eben, was kann er für sie tun? Genau, damit sie überhaupt in diese liebes Energie reinkommen. Genau.
Und das ist ganz zentral. Das ist ganz zentral und das würde ich glaube ich hier auch ungefähr dass ich für unsere Zuhörer mitgeben. Genau. - Was können die mitnehmen heute? Das ist so gelöhnt. - Bei Dingen, die zusammenhängen. Ja, weil du hast das ganz häufig in Beziehung gesagt, du sollst mich lieben. Aber was kann ich dafür tun, dass sie das überhaupt kann? Oder umgekehrt. - So dass eine gibt, was andere, ne? Was kann die Frau dafür tun, dass der Mann das überhaupt kann? Das ist ja vollkommen zirkulär. - Ja, total.
Aber was kann ich dafür tun? Das sind ja auch die 3,5 Fragen, die wir im Wheel of Life haben. Die machen wir jetzt aber nicht uns überfluten. Die dreiechommer fünfte Frage ist ja, was kann ich dafür tun, dass du es häufiger tust? Genau. Und was ich auch noch ganz essentiell finde für euch zu Hause ist, dass man Liebe eben nicht nur fordert, sondern darum bittet. Denn Liebe ist eine Form der Freiwilligkeit. Das ist eine Art der Formulierung. Ja, nee, es ist auch eine innere Haltung.
Also die Formulierung ist es gar nicht, sondern es ist eigentlich eine innere Haltung, weil ich sage immer, du kannst dir alles kaufen. Ja, du kannst dir Sex kaufen, ja, du kannst dir Leute Säulter kaufen, die geben ein bisschen Tod für dich. Ja. Du kannst alles buchen. Aber ich bin nicht. Eine Sache gibt es nicht, Liebe. Ja, wahre Liebe, echte Liebe. Ja, und Liebe, genau wahre Liebe, viele Leute reden von Liebe, meinen aber gar nicht Liebe.
Genau. Und Liebe macht sich daran bemerkbar, so mehr ich davon gebe, so mehr bereitet sie sich aus. Das ist wirkliche Liebe. Ja. Alles andere ist nicht das, was ich untergroße. Ich sage da eigentlich kleine Liebe und große Liebe. Kleine Liebe ist "Ich will haben". Das ist das, wo wir alle kommen. So ein "Gib mir, ich will haben", also eine kindliche Liebe.
"Gib mir, gib mir, gib mir, ich will, ich will, ich will". "Ich will dich haben, ich will dich begehren, ich will mit dir ins Bett gehen". Also ich, ich, ich. Und die große Liebe sagt "Ich lass dich frei und ich würde mehr fürsgeben". Und darum geht es eigentlich... Das ist eigentlich das einste zentralen Punkt in der Patherapie, dass Paare wirklich in die große Liebe kommen. Also quasi wie im Welbensbereich in der Dir schwimmen. Find ich irgendwie interessant, weil ich da auch grad dran denke, viele Paare haben auch immer diese Vorwürfe.
"Nie hast du Zeit für mich und du liebst mich gar nicht mehr." Dass man da vielleicht auch ihr zu Hause bewusst noch mal drauf guckt, sagt ihr das zu eurem Partner? Weil dann bekommt ihr natürlich auch die Abneigung. Man zieht sich immer mehr voneinander zurück. Oder überlegt doch mal, wenn ihr eine Formulierung wählt, wie ich würde mir heute Abend gerne eine Stunde Zeit mit dir wünschen. Das hat einen ganz anderen Effekt. Vielleicht können wir das einrichten oder so. Ich würde heute Abend gerne Zeit mit dir verbringen. Wie siehst du das? Dann aber auch zu respektieren, wenn der andere sagt nie, ich brauche heute einfach vielleicht mal auch Zeit für mich. Also finde ich super interessant. Auf jeden Fall könnt ihr euch mal zu Hause das anschauen und schreibt uns gerne, wie ihr das seht, was ihr dafür Erfahrungen habt. Und wenn ihr nicht weiter kommt, wir haben unser Programm mit dem Genau, wir haben das Programm mit.
Das haben wir nicht richtig schön gemacht. Das sind auch 8 Sessions, geht über 8 Wochen. Es wird sehr schön therapeutisch begleitet. Das ist echt eine super Sache. Am Workbook bastelst du noch rum und machst da schön die Männchen rein. Genau, sowieso. Und dann haben wir ja irgendwie auch heute gelernt, dass er lernen musste, für sie auch ein sicherer Boden zu sein. Ja, und das ist der Punkt. Das ist der Punkt.
Hier geht die Begrat-Leichtberechtigung los. Sie nähert den Kurzen nach und dann haben wir irgendwie Mama und Kind. Toll, Supertherapie lieber Falk. Ich war eigentlich ein Mann und kein, nicht noch ein Kind. Genau. Sondern er musste da erwachsen werden. Und da geht die Begleichbergerechtigung los. Und da geht es auch weiter. Also das kommt ja noch weiter. Wir sind noch nicht am Ende.
Also ich glaube, ich habe das Gefühl, dass das noch nicht das Ende der Fahnensteinge ist. Und da geht es jetzt... Ich glaube, da schlummert noch irgendwie eine kleine Diskrepanz unten drunter. Aber wie immer, nächste Woche wieder einschalten. Wir sind hier und dann gehen wir weiter an unserem spannenden Fall. Tschüss.