Weißt du, was mich den ganzen Wochen über beschäftigt hat? Was denn? Wie es eigentlich sein kann, dass du, wenn du in der Größennähe bist, dass du dann Angst bekommst und wegrennen willst. Vollkommen verrückt. Irgendwie bin ich überhaupt nicht darauf klargekommen, die ganze Nacht, nachdem wir das letzte Woche besprochen haben. Boah, da fällt mir ein in meiner Familie, da gibt es auch jemand, bei dem ist das so. Ja?
Und bei dem ist es aber so, der muss dann immer nach ein paar Jahren umziehen. Oh, das ist ja richtig krass, dann geht der ja wirklich aus der Situation raus. Ja, ja, der hat dann immer, wenn sich die Bindung zustabilisieren, nach vier, fünf Jahren, also wenn ja zu viele Freunde und Bekannte und alles so stabil wird, dann musst du umziehen. Und das Verrückte ist ja dann, was, also normalerweise ist Bindung ja für uns als Gruppenaffenwesen in der Saranne, biologisch gesehen oder evolutionär gesehen, wenn wir die Bindung zum Stammfondin sind, wir sind tot. Das heißt, es muss irgendwas in der Bindung, wahrscheinlich in der frühkindlichen Bindung, so krass schief gelaufen sein, dass du bewusst aus einer Bindung rausgeht. Also in der Bindung muss irgendwas, boom! Das ist ja das total Verrückte dabei. - Total. Aber jetzt haben wir sie ja letzte Woche losgeschickt mit einer Aufgabe. Und wie kommen die jetzt wieder? Was ist passiert? Was hat er entdeckt? - Also erst mal haben die beiden die Aufgabe zusammen gemacht. Das war relativ schwierig, weil er wollte er irgendwie wieder gar nicht ran. Und das ist natürlich auch für mich so ein wichtiger Hinweis. Sozusagen, wer arbeitet eigentlich an der Beziehung? Also wer will das wirklich. Und du hast in der Tiefenpsychologie das Konzept von Widerstand. Ich mag das Konzept eigentlich überhaupt nicht, weil wenn man mit so einem Konzept arbeitet, hat man permanent Widerstand. Das nervt. Aber hier in dem Fall taucht es ja auf. Das heißt, sie ist viel interessierter daran, das zu tun als er und sagt, komm, wir müssen uns mal hinsetzen, lass uns doch mal machen, komm, wir nehmen mal einen Blatt, ein Zeitschald. Das heißt, sie investiert relativ viel darin, dass er die Übung macht. Das merke ich mir natürlich Ich bin direkt für dir hier oben in der Ecke.
Im Moment, das wird eine Intervention. Mein lieber Freund, du musst an deiner Geschichte arbeiten. Und nicht sie muss dafür sorgen, dass du dich mit dir selbst beschäftigst. Genau. Ist das bei euch auch so? Habt ihr, könnt ihr das auch bestätigen, dass bei euch einer in der Beziehung, wie mehr Interesse daran hat, an der Beziehung zu arbeiten, als der andere, dass ihr das Gefühl habt, ich ziehe eigentlich die ganze Zeit, ich möchte, dass er daran arbeitet und er oder sie zieht sich eher zurück. Das würde mich mal interessieren. Sie können immer in die Kommentare schreiben.
Wenn du es hast, dadurch hast du eine Schieflage drin. Und das ist auch wieder ein wichtiger Hinweis für später. Das heißt, bei Schieflage heißt sozusagen, der eine übernimmt mehr Verantwortung als der andere. Das kommt jetzt wieder auf die Symptomliste. Wir machen ja quasi dieses Sherlock Holmes-artige, man könnte sagen, Sherlock Holmes-Parttherapie. Das heißt, das ist ein wenig mehr ein Moment. Irgendwas stimmt hier nicht. Warum macht es sie mehr Interesse als ihr, obwohl es ja eigentlich sein Thema ist? Genau. Vielleicht will er auch nicht hingucken.
Bingo. Dann nennt man Verdrängung. Da haben wir die dann tiefen Psychiatrie. Irgendso ein Schutzmechanismus. Aber das sag ich gar nichts zu, das merke ich mir nur so im Hinterkopf. Ich mache mir so einen kleinen Titz, zack irgendwie. Das setze ich aber später, baue ich das in die Intervention ein. Du schaust jetzt erstmal auf seine Geschichte, so was dafür Indizien sind. Was so überhaupt gekommen ist. Und dann machen die das auch zusammen.
Und da ist so eine ganze Reihe von Situationen. Und interessant wird es eigentlich gar nicht in der Beziehung, sondern was richtig interessant ist, wir kommen dann irgendwann zurück in seine Kindheit. Und da sind wir ja beim Thema inneren Kind. Genau, da sind wir bei... Ihr wusstet ja schon, dass wir da hinkommen. Ja, Klas Rätsel war klar, wenn du ein ursprüngliches Kind ist, wo landen wir, Bango, beim inneren Kind.
Deswegen habe ich den Fall ja auch ausgesucht für euch. Und da gibt es ein Erinnerungssegment, das pläppt dann einfach so bei ihm auch. Das pläppt eigentlich gar nicht bei der Suche auf, während die da sitzen und ihren Zeitstrahl machen. Das plappt in deren Sexualität auf. Das ist total spannend, weil in der Sexualität hast du ja, du lässt dich herfallen. Du musst bei der Sexualität die Leute nicht finden. Also das ist nicht so die Performance-Sexualität. So eine Ehe, man lässt sich fallen, man lässt sich ein, man macht sich schutzlos, man legt seine Rüstung ab.
Und dadurch den vielen Körperkontakt, sensorische Stimulation und so. Und da taucht dieses Bild auf einmal auf. Also mitten, wo die im Bett zusammen sind, da taucht dieses Bild auf. Und er kriegt dieses Bild, wahrscheinlich angeregt durch die Suche vorher, ja, dass er im Kindergarten auf seine Mutter wartet. Und seine Mutter kommt nicht. Oh Gott. Ja, würde ich jetzt mal sagen, puh, also... Na ja, für so ein Kind, glaube ich, ist das schon. Also wenn ich mir jetzt vorstelle, meine Söhne würden da auf mich warten und ich komme nicht.
Na ja, also ich weiß nicht, keine Ahnung, wenn du eine sichere Bindung hast, dann kommt die halt später. Ja, stimmt, kommt halt später, ja. Also so, ne, also so, ne, kommt ja vor, also, oder kommt halt nicht vor. Also, bei uns kann schon mal sein. Da kam immer vor, da hab ich ein bisschen später oder so. Ja, weil irgendwas. - Und dann war's wieder.
Aber bei ihm, er und das ist das Faszinierende, oder das Interessante ist, für ihn ist das ein ganz schlimmes, inneres Gefühl. Und er fühlt sich wie so ein Weisenkind, sagt er. Oh, das ist ein hartes Wort. - Das mein ich. Das heißt, der Auslöser, den wir da sehen, ist eigentlich in meiner Welt gering. und dann zu spät, so was. - Ja. Aber das, was er da empfindet, dieses abgeschnitten... Sie ist alleine, das heißt, ich vermute natürlich, dass das nur so ein...
wie so ein Symptombild ist. Das ist jetzt nicht öfters vorgekommen, sondern ein Puzzleteil für viele, die dann... - Das weiß ich nicht. Wie du richtig sagst, wenn ich jetzt einmal mein Kind zu spät abhole, fühl ich mich mein Kind doch nicht automatisch wie ein Weisenkind. mehrere Sachen vorgefallen sein, die dann... Dann darfst du ein bisschen traurig oder merkst du gar nicht, weil es weiter spielt oder sonst war. Genau, richtig, richtig. Hat ja auch noch gar nicht so eine Uhr im Ab. Aber für ihn ist es so richtig, denn das ist das Faszinierende, so oder das, warum es zu einem richtigen Symptom wird, weil für ihn ist es existenziell, für ihn ist es eine existenzielle Situation, wo der wirklich das Gefühl hat, ich gehe hier verloren, ich gehöre nicht mehr dazu, ich bin nicht sicher gebunden.
Ja, und das haben wir alles in diesem Bild. Und dieses Bild ist für mich wie so ein Symbolbild, was ich jetzt deute, soll ja nicht deuten, aber was man so sagen, für diese gesamte Kindheitserfahrung gibt. Aber sagen, das ist groß, das ist zentral. Und diese auslösende Reiz passt eigentlich gar nicht zu der Größe dessen, was er erlebt. Und wenn du dann gehst du dann jetzt tiefer rein, also fragst du ihn jetzt, wie war seine Kindheit, muss er vielleicht auch was mit der... Ich bleib eigentlich bei dem Bild mit dem weißen Kind und weil das reicht ja schon aus. Ja. Weil eigentlich habe ich da mehr wie so ein zentrales Lebensgefühl.
Ja. Ich stehe. Ja. Und da bleibe ich auch mit ihm dabei und untersuche das eigentlich. Das heißt also, was ich nicht mal mache, ich versetze mich, das sage ich ja auch jedes Mal, ich versetze mich dann empathisch in ihn hinein. Das heißt, versuche das nachzuempfinden, nachzufühlen. Wie würde es mir gehen? Und dadurch fühlt er sich natürlich viel weniger alleine. Also da kommt einer an und setzt sich quasi innerlich neben ihn.
Ja. Und setz dich auch so, ich bin auch ein kleines Kind, warte auch und fühle mich total verlassen und einsam. Und jetzt wäre halt meine Frage auch, oder wahrscheinlich ist es dann auch deine Frage in dem Moment, wie verbindet man diesen Fluchtimpuls von heute mit dieser Erinnerung? Absolut. Das ist ja genau der nächste Punkt. Das heißt, du hast ja eine aktuelle Beziehung, die ja gut ist. Im Kern ist sie gut. Du hast aber diese komische Bindungsstörung, was auch immer da genau ist drin. Und jetzt hast du bei ihm eine Erinnerung, so Kindergartenalter, Weißenkind. Und wie hängt das jetzt zusammen? Das ist jetzt der nächste. Genau.
Also jetzt wird es jetzt doch geologisch interessant. Bis jetzt war das ja einfach eine Spurensuche. Total. Jetzt geht es ja los. Wie hängt das zusammen? Was macht das eigentlich? Was macht das eine mit dem anderen? Genau. Oder wie sorgt das Alte für das in der Gegenwart? Ja, richtig.
Also der Fluchtimpuls ist ja vielleicht gar nicht das Gegenteil von Liebe bei ihm. Das wäre ja das, was seine Frau mal gedacht hat. Er hat immer gedacht, der liebt mich nicht, der will mich nicht. Was macht er hier eigentlich mit mir so? Und jetzt kommt die Idee auf, dass dieser Fluchtimpuls eher so was wie eine Schutzmaßnahme ist. Das heißt, wenn er sich quasi richtig auf die Beziehung einlassen würde, kommt die alte Erfahrung hoch. stehe ich am Ende vielleicht, wie ein Weisenkind darf. Das heißt, bevor mir das passiert, besonders schöne Situationen, Hochzeitsidee, Freunde, alles da. Also wenn es besonders schön wird und ich mich dann einlasse fallen lasse, vielleicht stehe ich am Ende wieder da und keiner ist da, keiner holt mich ab und ich bin wieder Mutter, Seelen, alleine verlassen und um um der Sache vorzubeugen.
Jetzt wird's wieder so Paradox. Jetzt kann ich wieder meinen Paradoxschild rausholen. Ja. - Katt ich das Ding vor. Genau. - Okay, das machen wir nicht. Er nimmt sich selber raus. Er tut sich eigentlich selber an, was im Frühjahr wiederfahren ist. Ja, das ist sehr präzise Ausrück. Genau das ist das. Du tust dir selber das an, was du erlebt hast. Aber unter der Maßgabe, den Schmerzen nicht noch mal erleben zu wollen. Da ist es schon... - Ja, es ist ein ganz parad...
Ich muss das Ding jetzt wiederholen. Ja, das ist aber ganz wichtig. Das ist ein ganz paradoxer Schutz. Ja. Das ist ein ganz paradoxer Schutz. Du willst es nicht wieder erleben und deine Psycho schreibt da drauf so große Schild. Vorsicht nie wieder. Und genau dadurch kommt die Reproduktion in deiner aktuellen Geschichte. Und jetzt muss ich wieder oder müssen wir wieder fragen. Und so Zuschauer kennt ihr das. Ja.
Weil das sind absolut mega zentrale Punkte. Und ich würde sagen, also ich würde sagen, eigentlich alle Leute müssten das kennen. Alle haben irgendwas erlebt. Behaupte ich jetzt mal, vielleicht soll ich noch nicht als Therapeut bin oder mein Jahrgang, 70, keine Ahnung. Aber ich würde sagen, alle meine Freunde, alle meine Bekannten, natürlich auch alle meine Klienten haben so etwas erlebt, wo sie eine Reproduktion von Altem wieder in ihre Beziehung stattfindet. Und das sind genau die Punkte, wo ihr quasi in eure Kindheit fällt. Und wo es dann darum geht, was es mit dem inneren Kind, was hat das inneren Kind erlebt und wie kriegen wir das am Ende integriert in eure Beziehung?
Wie könnt ihr euch heute um eures inneres Kind kümmern? Und wenn das jetzt ein Kurs wäre, es gibt dazu auch ein Kurs. Und dann gibt es ein ganzes Programm, was wir therapeutisch betreuen für euch. Dann wäre das jetzt schon eine ganz wichtige Aufgabe zu sagen, wo es ist bei euch. Wo ist bei euch die Kindheitserinnerung, die sich reproduziert, aus dem Grund, nicht weil ihr irre seid, sondern weil ihr den Schmerz verhindern wird und genau dadurch kommt überhaupt was wieder zum Tragen. Total. - Und das haben die beiden. Und sie steckt halt mittendrin in diesem Mechanismus, ohne es eigentlich zu wissen, ohne ihn zu kennen.
Nee, die beiden haben ja gar keine Ahnung davon. Woher auch. - Ja. Wenn du das nur hau'n nicht hast, woher soll's denn wissen? Vor allem, er sagt ja auch immer, ich muss hier weg. Also zieht sie sich dann auch zurück in dem Moment. Sie muss sich ja auch schützen und sie zweifelt ja immer an seiner Liebe. Also für sie ist es ja immer so, er stellt die Liebe in Frage. Richtig. Er liebt mich nicht, er will mich nicht, vielleicht ist eine andere besser. Ja, was mache ich hier eigentlich?
Verschwändig mein Leben, muss ich das Kind alleine erziehen. Also für sie ist es ja immer etwas, was mit ihr zu tun hat. Und das ist ein ganz wichtiger Punkt, auch jetzt für sie, wo man sagt, pass mal auf. Das hat nicht mit dir zu tun. Es hat vielleicht etwas mit dir zu tun, dass du dir einen Mann aussuchst, wer das hat. Aber seine Kindheit, dafür kannst du nichts. Dafür bist du auch nicht zuständig. In der Beziehung auf eine Art ja schon, weil dein Partner das hat. Aber dafür kannst du nichts. Und das ist erst mal kein Zweifel an eurer Liebe, sondern das ist eine unterbrochene Hinbewegung, so heißt das in der Therapie Sprache.
Wo was unterbrochen wurde in der Kindheit. Und damit müssen die beiden jetzt aber umgehen. Und was gibst du den beiden jetzt mit, dann als nächsten Schritt? Der springende Punkt bei den beiden ist ja erstmal, das heißt, wir machen ja am Augenblick so eine, wie nennt sich das? Ich hab das Fachwort gerade vergessen, so eine aufdeckende Form von Therapie. Also eine aufdeckende Form von Therapie ist, du nimmst immer so die Plane runter, du entblätters, du gehst immer tiefer. Also es gibt ja viele Arten, wie man therapeutisch arbeiten kann. Aber am Augenblick machen wir dieses so entdecken, immer tiefer gehen. Und jetzt, dass es aber nicht immer gut ist. Manchmal ist das totaler Schott.
Man hilft es überhaupt nicht. Aber hier ist es halt gut und dieses war es, wir jetzt entdecken.
Führt dazu, dass die Situation, wenn es wieder besonders gut ist, wenn er dann weg will. Also bis jetzt ist er immer nur sagt, ich will von dir weg. Ja. Das heißt, das läuft aktuell zwischen den beiden ab. Jetzt wollen wir die neue Information. Das kommt aus der Kindheit. Das hat mit dem inneren Kind, um was es hier so viel geht, zu tun. Das hat also gar nicht so viel mit dir zu tun, sondern es hat was mit meiner, die Situation der Nähe ist eigentlich gut und erinnert mich ja vor allem in den Beziehungsabbruch von früher. Und das möchte ich quasi jetzt in der Bewusstsein dieses Paares verankern. Dass ihr nicht mal denkt, oh, er lehnt mich ab, oder denkt, oh, ich muss ja raus aus der Beziehung, sondern dass die jetzt denken, oh, da ist wieder so viel Nähe zwischen uns, da kriege ich wieder Angst, weil früher meine Bindung unterbrochen wurde und ich will mich nicht wieder fühlen als weißen Kind.
Das soll jetzt in das Bewusstsein rein, weil das verändert die Situation ja kolossal. Das heißt, die Beziehung ist gut, die Bindung ist gut und dadurch kommt die Erinnerung zu Fragen. Das heißt, damit haben wir schon mal eine vollständig andere Situation. Und jetzt ist seine Aufgabe, hatte ich ja vorher die Notiz gemacht, er soll was tun, er soll was machen, nicht sie für ihn. seine Aufgabe ist zu formulieren, du, es ist wieder so schön oder so nah, so eng zwischen uns, da krieg ich wieder Angst, dass die Beziehung oder die Bindung nicht hält. Das soll eher formulieren. Also er soll das, er soll das ins Bewusstsein bringen und es bewusst aussprechen, weil im Vorteil ist, wenn man Dinge bewusst haben, Dann können wir sie auch lenken.
Das ist immer das Ding. Wenn das unbewusst ist. Dann ist es so ein Programm, was einfach abläuft. Wer geht mit wem spazieren? Der Hund mit dir oder du mit dem Hund? Dann geht der Hund mit dir spazieren. Du zockelst hinter deinem Bewunder, passierst einmal das. Alle kommen dazu, um oder wie der Unfall. Und sie sollen es ins Bewusstsein bringen. Und dann noch zusätzlich, dass er einen kleinen Schluck näher nimmt. Ein kleiner Schluck, nicht so viel, dass er bewusst sagt, ich bin jetzt da. Es macht mir total Angst, die Nähe.
Aber ich nehme so ein ganz bisschen, so eine homipatische Dose, so zwei Schlüggchen, so ein Cappuccino. Tick, tick, tick. Weißt du, so zwei Minuten kurz umarmt, Körperkontakt, Nähe spüren und dann wieder raus. Also nicht, dass er total überflutet wird. Und das Nervensystem überfordert. Genau, das ganze Nervensystem. - Buh! Zu viel Nähe. - Ja, genau, zu viel Nähe. einen kleinen Schluck, also er soll das ansprechen und er soll einen Schluck nehmen. Und der Schluck ist dann, dann sollen die beiden auch beide sagen, die haben natürlich einen sehr vollen Alltag mit Kind und Arbeit und so, dann einfach alles einmal kurz stehen und liegen lassen, sich einen Arm nehmen oder anschauen, also so viel wie das ist, zwei, drei Minuten und dann fertig. Und zwei, drei Minuten sind unglaublich lange. Total. Dann total lang. Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es helfen könnte, wenn er einfach sein Inneres, also seine emotionale Gefühlswelt in dem vielleicht auch nicht groß und breit, aber wirklich nur kurz irgendwie.
Und ich weiß nicht, ob er das kann, weil manchmal haben Menschen ja auch das Problem, dass sie einfach ihre Gefühle sagen, ja gut und schlecht, aber es ist ja meistens viel differenzierter, dass er das gar nicht kommunizieren kann. Da war ja vielleicht auch eine gute Übung, dann zu sagen, er soll vielleicht für sich üben, wie kann ich meine Gefühle eigentlich ausdrücken, um sie dann seiner Partnerin in dem Moment auch mitzuteilen? zu teilen? Absolut, das ist auch ein ganz großes Ding. Vielleicht können wir auch hier nochmal gleich hier in die Kamera geben. Was halt wirklich ein ganz großes Ding ist, ist halt einfach, viele Menschen können, Gefühle, das ist vollkommen irre, das hat auch gar nichts mit deren Bildungsgrad zu tun, die sagen gut oder schlecht. Und dann hört das auf. Dann kommt schon nicht mehr. Sie können auch über Gefühle haben, die nur zwei Worte. Schwarz, weiß. Bei Männer. Und dann ist das natürlich doof, also bringt nicht viel. Das heißt, ich sage, er soll dann drei Worte in so einer, soll jeden Abend ihr drei Worte von Gefühlen sagen. Einfach drei Worte.
Er kann gerne mit schlecht anfangen und dann sage ich, soll ich mir heute nochmal drei Worte mehr für schlecht. So etwas wie bitter, traurig, einsam wären drei Worte. Oder drei Worte für gut, und glücklich, zufrieden, ausgeglichen. Und aus diesem Drei, dann kann es wie so eine Mindmap, dann kann es immer mehr werden, immer mehr werden. Dass du halt wirklich viele Worte für Gefühle findest, wieder das Gleiche. Wenn du einen Wort hast für einen Gefühl, kannst du mit dem Gefühl umgehen. Hast du dafür keine Worte, kannst du mit gar nichts anfangen. Also Wittgenstein ist ja auch einer der Grundlagenphilosophen für die Therapie, die ich betreibe. Und Ludwig von Wittgenstein, der hat ja gesagt, die Grenzen unserer Sprache sind die Grenzen unserer Welt.
Ja, genau. Das heißt, wenn wir kein Wort für etwas haben, dann kann man auch nicht. Deswegen ist es beispielsweise spanisch oder auch türkisch für Liebe so toll. Weil das so unklar ist. Ja, natürlich. Ja, und italienisch. Ja, ja, ja. Und Deutsch ist ja für den Ausdruck von Liebe... Völlig ohne Rote. Also ja, wirklich.
Das war eine kalte Sprache. Da kann es halt viel besser Automotoren damit bauen. Ja, ja, sehr pragmatisch. Genau, genau, genau. Obwohl auch wieder die Sprache der Dichter und Denker, also es gibt schon... Aber nicht für Liebe. Aber nicht für Liebe. Aber auch für Barileke. Ja, außerbarileke. Ja, der ist gut, da ist er vollkommen recht.
Also zusammenfassend kann man ja sagen, dass die Lösung des Problems, so im ersten Moment, wie ich das jetzt verstanden habe, ist, dass er in diesen Situationen, wo er das Gefühl hat, ich muss hier weg, möchte aber eigentlich gar nicht weg. und um sie da nicht so alleine zu lassen, dass sie sich auch zurückzieht, dass er bewusst in dem Moment anhält, sich reflektiert, supervidiert und sagt, "Halt, stopp!" Ich sag jetzt nicht, ich muss hier weg, sondern ich sage meiner Partnerin ganz klar, jetzt habe ich das Gefühl, jetzt kommt irgendwie wieder dieses innere Kind, was ich schützen möchte.
Und ich möchte eigentlich gar nicht weg, kurze Umarmung, kurzes Anfassen vielleicht, um sich zu regenerieren. Das müsste ja eigentlich die Lösung des Problems sein. Aber ich hab das Gefühl, dass er noch mehr dahintersteckt. Dann wären wir am Ende der Story. - Schade, wir wollten ja auch erzählen. Da fällt mir noch was anderes ein. Ich würd gerne noch so ein Theorie-Element einbauen. Das finde ich auch total spannend. Und zwar geht es jetzt eigentlich um die systemische Therapie. Und die systemische Therapie ist in den 70ern entstanden.
Das musste der so vorstellen, man hat angefangen, das Individuum zu beobachten, sondern Systeme. und vor allem Familiensysteme. Dafür hat man halt dann quasi die gesamte Familie eingeladen und den Symptomträger. Also man ist nicht mehr davon ausgegangen, dass diese Person krank ist, sondern dass das System ein Symptom produziert. Und was dann einer trägt, der dann besonders bescheuert ist oder besonders auffällig oder keine anderen Quatsch macht, und denkt, wohin ist der?
Du hast immer ein ganzes System. Und dann hat man das System beobachtet. Und dann hat man sozusagen gefunden, dass ein Therapeult, der mit so einem ganzen System arbeitet, meistens überfordert ist und Teil des Systems wird nach kurzer Zeit. Dadurch hat man quasi als nächstes Schritt halt hinten Spiegel eingebaut. Hinter dem Spiegel saßen da Leute mit Telefon. Teilweise so ein ganzer Studentenkreis. Also sozusagen ein Freund von mir hat den Lehrschwül von Fritz Simon übernommen und Nee, von Arets von Schlippe übernommen. Da kommt die Systemische...
Was Geiles lesen wollt, aus dem 70er-Anaren von Schlippe. Systemische Therapie, Band 1. - Hast du schon mal erzählt. Macht so Laune, es macht so Quik im Hören, Lesung ist einfach geil. Wer auch so was steht, ist mega geil. Auf jeden Fall hinten im Spiegel ein Telefon. Dann wirst du bei Telefon angerufen. Und dann wirst du quasi von denen dahinten supervidiert, was du tust. Also super spannend, auch wenn du als Ausbildung durchläufst. Ich hab solche Ausbildung, mega lustig. und kriegst damit, was für eine Intervention du setzen soll.
Später hat man dann gefunden, dass es extrem aufwendig ist, da hinten immer Leute in einem Spiegel sitzen zu haben. Kann man sich auch nicht permanent alles finanzieren. Das heißt, dann ist der Therapeut und supervidiert das System. Du hast also ein System, wenn das System vorstellt, und dann hast du den Therapeut wie so Metaebene, also Goldblick, Adlerblick, und guck von oben drauf und supervidiert. Dann hat man dahinter eingesetzt, wiederum den Therapeut und supervidiert für die bessere. Das nennt sich auch die Supervision des Therapeuten.
Also jeder gute Therapeute hat irgendwo ein Sympolizis. Wenn es schwierig wird, geht er dahin. So ist das System gebaut, damit überhaupt Sicherheit entsteht. Also auch für euch, wenn der Therapie macht, das wäre ein wichtiger Punkt. Und dann hast du halt hier unten das System. Und was wir jetzt tun, in dem Fall mit dem Pärchen, wir übergeben, das nennt sich ein Buddhismus Awareness. Das heißt, dann hast du irgendwie auch das System und dann den Therapeuten da drauf guckt. Und jetzt übergebe ich den aber für den Hausgebrauch selber die Metaebene. Das heißt, er beobachte sich selber während es passiert.
Das heißt, er rutscht rein in das innere Kind. Er denkt, ich muss da weg. Sein Supervisor, auch er, alter Ego-Methode ist das Fachwort dafür. Alter Ego-Methode teilt ihm mit. Mein lieber Freund, du willst hier nicht gerade weg, sondern dein inneres Kind an den weißen Status erinnert, mitte Teil das mit deiner Partnerin, damit du sie nicht wegstößt und reingekannst. Das ist die Aufgabe des Supervisors. Und das gebe ich den mit. Und das ist eigentlich ganz spannend. Also ich weiß nicht, ob andere Therapeuten machen das bestimmt auch so, aber ich habe das dann irgendwann bei der systemischen Therapie übertragen. Weil ich dachte, warum muss ich denn immer als Supervisor da rum sitzen?
Da kostet ganz viel Zeit und Geld und Nerven. Das kann der doch selber. Und in der buddhistischen Meditation nennt sich das Oberwährendes. Also selbst Bewusstsein. Also Bewusstsein über sich selber. Oder Kymynetik zweiter Ordnung. Also jemand, der sich selbst beobachtet, während er das tut. Und so ein Ding habe ich zum Beispiel immer am Laufen. Ich habe immer einfach zuguckt. Genau. Und immer sagt er "Follge gut, voll glüh, mach mal so, mach mal so, mach mal so". Und das Ding soll eher selber machen. Und das ist an den Punkt eine wichtige, also ein wichtiger... Wichtiger nächster Schritt. Ja, ich wollte auch mal die Leute lieben das gerne, wenn wir Theoretik und... Ja, genau. Ja, was da hinter, Ich wollte noch mal kurz erklären, damit ihr wisst, das ist so das ein kleines Ding, macht das mal. Aber dahinter steht ein ganzes Theoriegebäude und eine Entwicklung von fast ein Jahrhundert mittlerweile.
Wie das alles überhaupt dazu kommt, dass man so arbeitet. Total. Aber was... Warte, jetzt hab ich den Faden. - Tut mir leid. Ich hab gelernt, Theorie soll gut sein, aber jetzt bring ich Theorie. Also bitte. - Nein. Man müsste im ersten Moment meinen, das ist die Lösung des Problems. Das ist irgendwie so offensichtlich. Da gehen wir nächste Woche weiter. Aber was können die Hörer an Hörern heute mitnehmen?
Ich glaub, wir haben so viele tolle Sachen gesagt. Vor allem finde ich auch, dass man das Gegenteil macht von dem Impuls, den man hat. Er hat die Idee, den Impuls wegzurennen. Dass man sich bewusst, wie du ja eben schon ausgeführt hast, sich bewusst zurücknimmt, supervidiert, reflektiert und sagt, Ich will jetzt wegrennen, aber was steckt dahinter? Möchte ich wirklich wegrennen? Ist das die Lösung? Oder ist es vielleicht besser, indem wir ihn kurz innehalten, durchzuatmen, mir bewusst zu werden?
Ich bin in Sicherheit. Ich muss jetzt nicht wegrennen, weil ich bin nicht mehr das fünf, drei-jährige Kind, keine Ahnung, wie alt er war. Sondern ich habe jetzt eine Partnerin an meiner Seite, die liebt mich, ja, die lässt mich nicht einfach laufen. Und dass ich in dem Moment dann sage, Ich gehe jetzt aber eher, ich mach das Gegenteil, ich laufe nicht weg, ich gehe bewusst in Verbindung. Genau, und das ist genau der Punkt, wo du dann quasi aus der alten Erfahrung quasi in die Gegenwart, also quasi wo du in die Gegenwart vordringst und sagst in der Gegenwart, das ist ganz anders.
Und das ist quasi auch der Mechanismus, den wir später dann zur Heilung benutzen wollen. Dieses innere Kind, was er da hat, dass das dann in der Beziehung, die ja genau die Qualitäten hat, die er sich damals gewünscht hätte, die bleibt ja da, die ist ja konstant, die geht nicht weg, Deswegen hat es vielleicht auch ausgesucht, um das halt zu heilen. Wir wollen also die Beziehung nutzen, um diese Verletzung des inneren Kindes zu heilen. Und ja, das ist das, wo wir hinwollen. Und der Punkt ist, glaube ich, der wo ich denke, was hier für euch interessant sein könnte, dass er einfach mal guckt, wo ist denn dieses innere Kind? Also wo bin ich denn nicht erwachsen? Oder wo reagiere ich auf eine Art und Weise, die eigentlich für einen Erwachsen keinen Sinn macht?
Also wo werde ich sauer, wo bin ich wütend? An Punkten, wo die Reaktion und das ist der springende Punkt. Wie so ein allergischer Schock. Also wenn du wie von der Biene gestochen wirst und kriegst einen allerverlaktischen Schock am ganzen Körper. Also wo ist das Verhältnis nicht mehr? Wo ist das Verhältnis von meiner inneren Reaktion zur aktuellen Situation nicht mehr gegeben? Gestört irgendwie. Genau. Und dann hast du wahrscheinlich ein inneres Kind am Lauf.
Ganz wichtig, in unserem Kurs kommt das vor. Das ist in unserem Kurs ganz, ganz zentral. Da gibt es eine ganze Einheit zu. Wenn man sagt, wo daran erkennt ich das innere Kind. Wann taucht es auf? - Sehr spannend. Dass dann die ganze Sache eigentlich eher zur Katastrophe führt. Oh je. - Das werden wir dann nächste Woche besprechen. So was kommt vorhin der Therapie. Schon wieder eine Katastrophe. Wir dachten, wir sind auf dem Weg der Lösung, aber dass das Ganze doch in eine andere Richtung geht.
Da solltet ihr auf jeden Fall nächste Woche einschalten. Vielen Dank, dass ihr dabei wart. Wir wünschen euch eine schöne Woche. Vielen Dank. - Tschüss. (Dynamische Musik) [MUSIC PLAYING]