Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ein Fall für Falk mit unserem Lieblingspaar Therabeuten Falk Björn Kuhfuss und Madeleine Stanelf, unserer Star-Moderatorin. Star-Moderatorin. Star-Moderatorin.
Und wir sind zurück mit unserem Pärchen. Die haben eine ganz schöne Reise durchgemacht und jetzt sind sie wieder da und wir wollten ja wissen, ist aus Iron Man und Innerem Kind jetzt der perfekte Partner? Der perfekte Partner. Ich mag das Wort perfekt gar nicht.
Du magst es, ich mag es gar nicht. Ja, aber weißt du warum? Weil ich gerne perfekt bin. Echt? Du bist gerne perfekt? Furchtbar, furchtbar.
Oh Gott, das erinnert mich an die Frau meines Vaters. Nicht meine Mutter, aber die Frau meines Vaters. Oh Gott, die wollte auch mal perfekt sein.
Schlimm. Oh Gott, weißt du, was da alles passiert ist durch diese Perfektion? Ja, ja, mein ganzes Leben. Okay, da läuft so viel schief.
Um perfekt zu sein, das ist der Untergang. Ja, ja, du stehst ja damit auch immer wieder selber am Weg. Authentisch.
Genau, authentisch. Der authentische Partner. Aber gut, wer weiß, was das wieder bedeutet.
Genau, wer weiß. Also sein Problem ist, dass das Beziehungsmodell nicht mehr funktioniert jetzt. Also deren Beziehungsmodell funktioniert nicht mehr.
Was hast du denn jetzt reingemixt in den Kaffee? Nee, guck mal, der hat so viele Schichten, der Kaffee. Also für die, die nicht zuschauen, sondern zuhören, der Kaffee hat mehrere Schichten. Und das ist schlecht? Nein, die oberste Schicht ist sehr, sehr bitter.
Sehr stark. Sehr, sehr bitter. Und guck mal, die unterste Schicht ist weiß.
Das ist wie beim Cocktail, weißt du, wenn die... Cocktail, ja. Langes Heer. Genau, Cocktail, langes Heer.
Alkohol, langes Heer. Mein Sohn immer, Cock and Tail, so Doppelschwanz und dann noch lang. Cocktail, langes Heer.
Ja, ja, ja, ja, wie beim Cocktail, beim Langschwanz. Stimmt, sag ich. Aber direkt zweimal Schwanz, beim Schwanzschwanz lang.
Das stört mich. Doch, natürlich. Ich kann gar keinen Cocktail bestellen, weil ich denke immer Cocktail.
Das ist wie der Homio Sapiens Sapiens, weißt du, der weise, weise Mensch. Genauso ist der Cocktail halt Doppelschwanz. Figura etymologica, sag ich nur.
Das ist ein Stilmittel, tatsächlich. Da ich ja das große Gräkom habe, weiß ich sowas alles. Super.
Okay, jetzt haben wir genug geklugscheißert. Ich habe meinem Sohn, glaube ich, war das mit sechs Jahren, Latein für Angeber gekauft. Dann hat er das wirklich angefangen zu lesen.
Aber nur zwei Monate. Dann hat er gesagt, okay, jetzt habe ich genug angegeben. Also Latino und Gräkom, also überhaupt Latein gelernt zu haben und Altgriechisch gelernt zu haben, ist nur was, um damit irgendwo auf einer Cocktailparty ein bisschen zu klugscheißern.
Aber was anderes ist nicht gut. Außer du gehst in die Medizin, dann macht es wieder Sinn. Na gut, aber kann man Medizin auch so? Ich habe ja auch Medizin mal gestudiert, also ein bisschen so.
Das kannst du auch so lernen. Ich meine, wofür es spannend ist, du kannst halt viele Sachen ableiten. Was ist Anthropologie zum Beispiel und solche Sachen.
Und im Studium war das immer ganz cool, weil ich die Einzige bei mir war, die halt diese Altsprachen konnte. Und dann war mein Professor immer ganz hin und weg von mir. Das ist toll.
Mein Professor wollte immer, dass ich halt im Prinzip, also dass wir alle, das war immer die Textstellen, er wollte immer Quellennachweise. Also irgendwas zu erzählen ohne Quellennachweis war absolut, und das hat bei mir dazu geführt, das war absolutes No-Go, und das hat bei mir dazu geführt, dass ich nicht nur die Bücher kannte, ich kannte auch die Seiten. Ich wusste genau, wo was steht.
Das ist krass. Ja, weil ich hatte aber keine Lust auf diese Blöße immer so, ja und? Wer, was, wie, wo? Ja, deswegen, das habe ich jetzt alles vergessen schon mittlerweile wieder, weil ich konnte eine Zeit lang, wusste ich genau, auf welcher Seite was wo steht, in welchem Buch. Und ich wusste immer, wer von wem der Schüler ist.
Also wer hat von wem gelernt. Ich konnte die ganze Chronologie nach hinten laufen. Also wirklich wie so eine Mindmap.
Von Gregory Batesen, dann kommt der Watzlawick, sozusagen kommt die Meile in der Schule. Und wusste auch wo das dann immer sozusagen, in welche Länder das gelaufen ist, das Wissen. Das fand ich auch total spannend.
Wann das dann sozusagen über einen großen Teich, wann es wieder zurück nach Italien ist, von Italien wieder nach Deutschland und so. Also wie sich die ganzen Schulen, die ganzen Geistesrichtungen, also die therapeutischen Schulen überhaupt entwickelt haben. Ja, spannend.
Aber wir sind ja jetzt hier bei, es ist schon wieder abgedriftet, irgendwie sind wir heute so ein bisschen am Abdriften. Aber eigentlich, genau, das Beziehungsmodell funktioniert nicht mehr, wie ich eben schon meinte. Iron Man, inneres Kind.
Jetzt muss er irgendwie seine neue Position finden. Sie haben jetzt auch sexuell ein Problem. Die Beziehung, ja, die funktioniert einfach nicht mehr so.
Aber er muss halt authentisch sein. Nur wenn er authentisch ist, er muss präsent sein. Da geht der Weg lang.
Also da führe ich sie dann lang. Also das ist eigentlich schon so, wir verraten schon fast zu viel, aber da geht es in dieser Folge lang. Also wie schaffen die das? Nur durch authentisch sein.
Jetzt muss man richtig radikal ehrlich zu sich selber sein und diese beiden Teile integrieren. Und ich glaube, das ist jetzt unser Ding. Das ist super wichtig.
Und wenn er, so viel möchte ich auch noch verraten, weil es finde ich irgendwie so schön, wenn er authentisch ist und sie küsst, das ist das, was ich am meisten liebe. Das finde ich am meisten. Diese Magie.
Und dann gucke ich quasi, therapeutisch oder technisch gesprochen, hinter die Magie. Wie funktioniert diese Magie? Und diese Magie funktioniert, also das ist ja echte Magie. Das heißt, wenn du jemanden küsst oder mit jemandem schläfst oder dich wirklich liebst, dann verwandelt sich ja die ganze Welt.
Das wird ja alles, dieses Gefühl. Trotzdem hat es eine Mechanik. Trotzdem hat es eine Mechanik.
Und die zu kennen, das ist das Geile. Dann bist du ein guter Therapeut. Dann kannst du ja wirklich was reißen.
Und? Und? Und? Du hattest am Anfang ja Ihre Lippen angesprochen. Also du hattest eigentlich schon den richtigen Riecher, so von Anfang an, wo es lang geht. Erstmal in den Lippen gerochen.
Darf ich mal riechen? Das Schlimme ist, da wir jetzt hier immer offener und immer lustiger und die Leute, die mit mir Therapie machen, am Ende lieg ich dicke, ne? Oh ja, stimmt. Der Kuchen ist wieder an meinen Lippen gerochen. Nein, mir ist aufgefallen, dass da eine Ressource recht angespannt im Gesicht ist.
Und dass man diese Ressource durchaus dazu nutzen kann, dass sich das Ich ein klein wenig auflöst. Genau, und da wollen wir hin. Wir wollen in dem Sinne, was klar ist, wir wollen aus diesem Iron Man und diesem inneren Kind nicht zurückfallen.
Weil das ist ja immer das Ende. Das Ende einer Therapie muss ja immer sein, auch als Rückfallprophylaxe, da muss ja die Sonne aus dem Arsch scheinen. Also jetzt so Pott-mäßig gesprochen.
Ich würde sagen, perfekte Beziehung, ich würde sagen, Sonne aus dem Arsch scheinen. Also da wollen wir hin. Es muss wirklich richtig gut sein, dass die Beziehung wie das bestmögliche Hobby ist.
Dass man einfach so viel Interesse aneinander hat, dass man nicht wieder zurückfällt. Und wenn man bis zu dem Punkt nicht kommt, kann man quasi mehr oder weniger, dieses so Unterwasser, zweite Phase, wir können schwimmen, saufen nicht mehr abkriegen, irgendwie noch Luft. Und da hören ja fast alle Therapien auf.
Dann ist fertig. Und dann kommt ja bei mir immer quasi verpflichtend die Win-Win-Phase. Weil nur wenn er die durchläuft, dann wird es richtig gut.
Und da muss er hin. Und dann geht es auch nicht mehr zurück. Weil er so viel Eigeninteresse, so viel Bock aufeinander hat, so viel Spaß aneinander hat.
Also Beziehung einfach so geil ist, dass man das nicht mehr verlässt. Da sagt er, da habe ich gar keine Lust mehr. Warum soll ich das Leben so dröge, so langweilig werden lassen? Nee, da beschäftige ich mich lieber mit meinem Partner, mit meiner Partnerin.
Und dann habt ihr wieder diese Magie. Und die wollen wir haben. Und das müssen Sie jetzt aber neu lernen.
Also Sie müssen jetzt irgendwie Ihre Beziehung neu lernen. Weil so wie Sie Ihre Beziehung vorher geführt haben, funktioniert er jetzt nicht mehr. Weil jetzt hat er ja dieses innere Kind, was er noch mit integriert.
Das finde ich toll. Nein. Aber das trifft den Punkt.
Das trifft den Punkt. Ich finde das so genial. Weil du lernst ja Beziehung auf eine falsche Art und Weise.
Schon, ja. Ja, klar. Sonst würden die Leute ja nicht kommen.
Die kommen ja nicht vorbei und sagen, Falk ist alles super, guck mal. Falk sagt, das ist ja toll, das habe ich ja noch nie gesehen. Wie schafft er das? Austausch, Bedürfnisse, Sexualität, Loyalität, Intimitätsraum.
Also all diese Punkte, die halt wichtig sind, die in meinem Programm ja immer vorkommen. Man sagt, alle Punkte werden abgelaufen. Und das lernt man dann einfach neu.
Es ist wirklich ein Neulernen. Ich finde, das hast du genau auf den Punkt gebracht. Und wie ist das jetzt bei denen? Das weiß ich auch nicht.
Hier kommen wir bitte wieder zum Fall. Wir haben uns wirklich jetzt verquatscht. Wir haben uns jetzt verquatscht.
Was soll das Ziel sein? Das Ziel muss eigentlich sein, dass er seinen eigenen Weg jetzt finden muss. Bis dato war er immer super abhängig von ihr. Und sie hat ihn so genährt.
Also dieser Nachnährungsprozess, den wir ja immer so gerne... Und jetzt muss er wieder seinen eigenen Weg, also er muss auch wieder in diese Manneskraft kommen. Genau, und das ist total spannend. Das ist mich total irre.
Jetzt kann ich einsetzen. Jetzt müssen wir auch zum Fall, sonst haben wir nur Vorgespräch. Ob wir den Klamauk rausnehmen oder nicht.
Jetzt wird er immer größer, der Klamauk. Am Ende, das ist wie bei diesen beiden. Ich weiß gar nicht, wie das war.
Die saßen im Bett sozusagen und haben so einen Podcast im Bett gemacht. Das war total lustig. Wir waren beide super.
Und nach ungefähr drei, vier Minuten denke ich, ja, aber das ist wenig Inhalt. Nach fünf Minuten denke ich, sehr wenig Inhalt. Nach acht Minuten denke ich, sind die eigentlich bekloppt? Haben die überhaupt nichts, um was es geht? Ja, und wir sehen jetzt.
Wir müssen jetzt, Madeline muss jetzt ihren Kaffee festhalten. Ich hätte mich jetzt weinend auf einen Schluck und den Kaffee. Ich stelle mir so richtig vor, wie Falk selber im Bett sitzt und sich die beiden im Bett anguckt.
Das sah ja eigentlich ganz cool aus. Die haben eigentlich ein bisschen wenig Inhalt. Ein bisschen.
Ein bisschen wenig Inhalt. Ich weiß nicht, vielleicht habe ich auch heute irgendwie Klauen gefrühstückt. Keine Ahnung.
Aber kennst du das, manchmal muss man auch, ich finde das Leben ist auch so ernst und wir leben ja sowieso gerade in so einer echt extrem schwierigen Zeit und ich komme auch gerade wieder raus, glaube ich, aus diesem ständig nur frustriert sein irgendwie über die Benzinpreise und über Krieg und über Waffen und Tod. Aber das ist so schlimm. Und ich glaube, wahrscheinlich ist es auch unterbewusst jetzt mein Mechanismus, der dagegen sagt, komm, auch mal wieder ein bisschen Leichtigkeit und mal wieder ein bisschen Lachen.
Ich glaube, ich liebe es auf jeden Fall und ich sage auch immer meinen Paaren, am Anfang sind die häufig auch total irritiert, weil ich bin sie dann alleine, die kommen vorbei mit ihren Problemen, die ich mit ihnen reden sollte. Da muss ich jetzt mal erklären, dass Humor Teil der Therapie ist, weil durch Humor quasi lockerst du, also wenn du keinen Humor hast, bist du ja so ganz fest, so ganz drin und dann so, das muss jetzt hier. Und wenn du dann anfängst zu lachen, vor allem über dich selber, über dich selber lachen, also der Falk im Bett über sich selber lachen, dann lockert sich das und dann kommst du auf die Metaebene, kannst von außen ganz anders, und dann kannst du ganz anders Therapie machen.
Das ist so schäckig lachen, das ist so lustig. Wir haben teilweise so, Virginia Satjes, die Begründerin der gesamten Familientherapie, die hat gesagt, das war damals noch ganz anders, weil in den 70ern war die, da hat die gesagt, Therapie, some people think, Therapy has to be hard and bitter work, that may be true, but not with me. Und das war so etwas, was er sich jetzt finden muss.
Also er muss ja wieder in seine Männlichkeit kommen. Was guckst du mich da an? Jetzt kommt das Lachen wieder. Er muss jetzt wieder in seine Männlichkeit kommen.
Er muss jetzt wieder cool. Jetzt muss ich jetzt schnell rein, bevor wir wieder weiter. Was wir dafür nehmen, wir nehmen vor allem, ist er sozusagen, die beiden kommen wieder vorbei, er ist sozusagen, dass er immer versucht, es für sie ja richtig zu machen.
Ganz schön unsexy. Aber er hat diesen Impuls. Weißt du so, Mama schau mal hier, Mama guck mal hier, wenn die Kinder nach Hause kommen, ich muss dir was erzählen und so.
Und das geht mir total auf den Geist. Und was wir dort machen, wir nehmen diesen Zuneigungs- oder Liebesimpuls und er lernt etwas, was auch in der Sexualität total wichtig ist, emotionale Inkontinenz. Das heißt, er muss immer quatschen.
Das ist ja auch, da muss er ganz viel reden und der Frau will ihm mal die Welt erklären und so. Eigentlich sagt er die ganze Zeit nur, ich liebe dich, ich liebe dich, ich liebe dich, aber da muss er halt erst mal so ein ganzes Buch erzählen. Mal gerade so intellektuelle Männer.
Ich muss ja auch mal ganze Bücher erzählen. Ganz wichtig. Ich könnte auch einfach nur sagen, ich liebe dich.
Könnt ihr auch abkürzen. Und das kriegt er quasi sozusagen verordnet. Also, dass er diese Liebe, die er spürt, ihr nicht direkt so an den Kopf wirft und sie damit sozusagen überschüttet, weil es gibt dann auch so einen Kommunikationswechsel, mit SMS.
Und er ist schon total so, aber was willst du denn mit meiner ... Also so eine Art Krise da zwischen den beiden, wo die auch beide dann da drin hängen und dann kann er ja nicht mal aufhören zu schreiben. Und sie sagt ja, kann ich meine Liebe nicht mal zu dir bringen? Was ist denn das? Und die soll er halt ein Stück weit wirklich bei sich behalten. Also, wir bauen wie so eine Staumauer ein und das kann der.
Diesen Iron Man haben wir ja da. Der ist ja so. So, ne? Und drinnen haben wir dieses innere Kind.
Ja. Und der kriegt da auch sowas, obwohl das eigentlich gar nicht sein Ding ist, der kriegt so eine Art Meditation. Er sagt, dein inneres Kind, das nimmst du auf deinen Arm.
Ja, stellst dir das so vor. Hat er auch so Fotos von früher, da hat er so ein bisschen längere Haare und da sieht man ihn so mit so Kriegsbemalung und so. Also auch wenn das jetzt alles nicht so doll war, aber die Fotos sehen schon süß aus, ja.
Und stellst dir den einfach vor, diesen Siebenjährigen da mit seiner Kriegsbemalung und so. Und der darf die Luisa lieben, so viel er will. Er darf es auch so viel ausdrücken, wie er will.
Aber du nimmst den auf den Schoß und hältst den. Und dann passiert Folgendes. Er kann das ganz gut halten so und diese Liebesenergie füllt dann so wie seine Aura.
Und dadurch kommt er in eine ganz starke Präsenz. Also das ist etwas, was Männer unglaublich männlich macht. Es gibt auch solche, sag ich mal, Schröder-Figuren, Entschuldigung, dämlichen Bücher der Alphamann.
Ruf niemals zuerst an, Schmalzloch. Weißt du so, ne? So was. Ich habe einen ganz guten Freund, der das super krass praktiziert.
Der ist ein super Anhänger davon. Der Bro Code. Oh, oh, oh.
Den habe ich beim Meditieren kennengelernt, weil das so ein unglaublich guter Meditierer ist. Der kann so krass meditieren. Aber er ist halt auch voll der Pick-up.
Also das ist eine wirklich strange Mischung. Aber er ist halt auch technisch extrem gut. Allerdings habe ich da eine ganz andere Position.
Und das Interessante ist, wir diskutieren darüber. Also wir haben sozusagen, wie so eine Podiumsdiskussion, eine ganz unterschiedliche Position. Weil ich sage immer, es geht um Bindung, es geht um Beziehung und er ist sozusagen wie immer vor der Beziehung.
Also immer im Daten. Und da verbrauchst du ganz andere Prinzipien als in der Beziehung. Und diese Präsenz, die da beschrieben wird, die bauen wir jetzt wirklich auf, dass wir hinten drin dieses ganz weiche, liebevolle Kind und außen haben wir halt diesen starken Mann.
Und das kombinieren wir. Und dadurch haben wir so eine Mischung aus Disziplin, also das Haltenkönnen, stabil sein, stark sein und drinnen diese unglaublich tolle Lebendigkeit. Also wie so ein warmes, pulsierendes, weiches, liebendes Herz in so einer klaren, männlichen Form.
Die dann auch nicht die ganze Zeit brabbeln muss. Das brabbelt innen drin. Also wie Sprudelwasser oder so.
Aber er kann es besser fühlen. Er kann es halten. Und dadurch verändert das, wie beim Zen, es verändert die Atmosphäre.
Und das gelingt Stück für Stück. Also der wird wieder ruhiger. Der muss auch nicht die ganze Zeit hinterher telefonieren.
Aber er kommt dann bei ihrem Laden und da sind dann eine ganze Reihe Kundinnen und dann die Verkäufer. Wie leitet der so einen Laden da? Und da gibt es auf einmal den Umschwung, wo sie sagt, der wird wie so ein Magnet. Und dann gibt es die Leute am Laden, die eigentlich verkaufen sollen.
Die sind auf einmal alle um ihn herum. Die Kundinnen auch. Und er sagt, wir machen ja gar nichts.
Wir stehen ja nur so rum. Und das ist das Verrückte. Dadurch, dass das Innerkind so lebendig ist und so voll Liebe ist und innerlich so auf die Mama zuläuft.
Aber, und jetzt kommt diese männliche Seite dazu, also die väterliche Seite, so gebremst wird. Er sagt, lass mal auf, wir bleiben hier. Wir machen das so.
Und da ändert sich das auch alles bei mir. Also jetzt kommen wir wirklich in so einen Transformationsprozess. Und wir hatten zwischendurch ganz große Probleme in der Sexualität.
Das war so, dass er quasi gar nicht mehr wusste, was er tun soll. Er war so verloren. Er ist wahrscheinlich geschwommen so ein bisschen.
Ja, er konnte halt nicht mehr diesen coolen Mann da machen, weil der war irgendwie auch ein bisschen hohl. Auch nicht mehr da. Und das Kind ist ja auch jetzt nicht so das Richtige, was sich so eine Frau wünscht.
Und da war für sie halt auch wirklich, wo sie sagte, also wenn ich meine Bedürfnisse anmelde, dann war er echt überfordert. Und dann hat sie ihm teilweise auch so wirklich gezeigt, was er tun soll. Das war dann für sie auch irgendwie komisch.
Wieso soll ich jetzt einen erwachsenen Mann so wie so ein Kind anmelden? Also es gibt Frauen, die sowas mögen. Es gibt Frauen, die es schon mögen, wenn sie das Heft in der Hand haben und der Mann denen hörig ist. Aber ich glaube, sie ist nicht so einer.
Nee, überhaupt nicht. Also wir haben das dann ausprobiert. Und das war auch wirklich so für ihn auch irgendwie so ein bisschen so, also es ist für ihn halt auch ganz schwer, sich nicht männlich zu fühlen.
Kann ich verstehen, ja. Und das war sexuell auch, das war auch wirklich doof. Das war wirklich eine doofe Phase, wo die durchmussten.
Aber irgendwann hat das dann angefangen zu greifen. Also dass er auch innen drin und dann wurde er sowas wie 25. Er kam in seine Mitte.
Ich stelle mir das vor wie so ein Puzzle. Und vorher dieses innere Kind, dieses Puzzleteil hat halt gefehlt. Und jetzt ist das eben dazugekommen und jetzt entsteht dann so ein richtiges Bild und er kommt so aus seiner Authentizität, aus seiner Mitte eben heraus.
Und ich finde das etwas unheimlich Anziehendes, wenn ein Mensch, Mann oder Frau, komplett in seiner Mitte steht und weiß, wer er ist oder sie ist und weiß, okay, ich bin auch ein Kind und ich habe halt auch diese Seiten, aber ich bin jetzt auch erwachsener. Ja, absolut. Und das ist ganz interessant, weil wenn man einmal diese Sachen durchschaut hat, also wenn man das einmal erkennt als Therapeuten, sieht man das bei sehr vielen Männern, dass sie außen quasi wie so eine Fassade haben und innen drin irgendwie so ein leicht verlorenes Kind.
Und wenn man weiß, wo die hin müssen, also wenn man den Weg kennt, und man weiß, ah, ihr müsst nachher in dieser wirklichen Präsenz oder in dieser Authentizität landen, dann kann man die auch viel besser und viel authentischer führen. Das ist das Spannende daran. Ja, das glaube ich.
Und dann kommt es tatsächlich so das erste Mal, die sind so unterwegs da draußen bei sich und die laufen über so eine Brücke, die treffen sich auf so einer Brücke, da laufen die irgendwie aufeinander zu und dann stehen die nebeneinander und dann kommt es so, dass er seine Hand auf sie legt und dass er quasi dieses, das habe ich ihm gezeigt, weil er wusste ja gar nicht, wie es geht, dass er die nicht einfach nur berührt, sondern dass er energetisch wirklich so in sie reingeht. Also dass er nicht sozusagen an der Körpergrenze Schluss macht, sondern dass du wirklich so richtig reingehst, mal noch kurz das Zeichen mal so zeigen, dass du wirklich sozusagen nicht hier stehen bleibst, sondern dass du energetisch so richtig wie in den anderen reingehst, also wirklich spürst, dass du den Herzschlag spürst, den Puls spürst, wie warm und wie beei- und er legt so die Hand auf sie drauf und sagt, da ging so ein kompletter Schauer durch mich, da konnte er mich jetzt auf einmal mit dem inneren Kind richtig berühren mit seiner Männlichkeit und dann ist es da zu so einem Kuss gekommen und dann meinte er wirklich, ich kann mir das nicht vorstellen, aber der Alexander, der hat mich geküsst, wie er mich noch nie in seinem ganzen Leben geküsst hat. Das war so stark, so präsent und so klar, und er sagt so, und früher war das bei uns auch in der Sexualität so, jetzt erinnert sie sich, da kommt der Unterschied, früher war ich sehr stark quasi auf dem Orgasmus, also ich wollte immer diese Orgasmen und das hat er auch super gemacht, das war überhaupt kein Thema, das haben wir gut hingekriegt, so drei, vier hintereinander und so und dann längere und so, das war alles super und jetzt in der neuen Sexualität, also bei dem Neugelernten ist mir das gar nicht mehr wichtig.
Das ist nicht der Punkt, wo man hin will, sondern dieser Kontakt, also der Kontakt zum Alexander und der Luisa, der ist so, der Kontakt an sich ist so schön, dass es überhaupt nicht mehr um das Tore schießen geht, es müssen keine Tore mehr geschossen sein, sondern es reicht, wenn sie wirklich einfach Zeit haben, wenn sie berührt wird. Die Verbindung. Genau, und sie sagt, es ist mittlerweile so, wenn man wirklich präsent und sensibel, also wirklich da ist, wirklich spürt, dann ist das fast egal, wo er mich berührt, es kribbelt, also es muss gar nicht irgendwie die Vagina oder das Geschlechtsteil sein, das geht durch und durch und für ihn sagt er auch, ich hätte das nie gedacht, also er macht ja so gute Konversationen mit seinen Jungs und dann klar reden die Jungs auch drüber und er sagt, also das, was ich hier bei dir gelernt habe oder was wir beide hier zusammen bei dir gelernt haben, das ist etwas, das von meinen Jungs keiner kennt, also keiner weiß, wie er seine Frau berühren muss und er geht ein kompletter Schauer durch den ganzen Körper und sagt, das ist wirklich was total Besonderes und dadurch entsteht bei ihm auch so ein ganz starkes Selbstbewusstsein, das ist auch nochmal ein ganz wichtiger Punkt, dass du Erfolg hast, es gibt ganz viele Leute mit Selbstbewusstsein, wie macht man Selbstbewusstsein? Selbstbewusstsein entsteht durch Erfolge und dadurch, dass er jetzt quasi merkt, ich kann das, ich kann Lisa so berühren, dass sie quasi wegschmilzt, Mutter, dass sie sich quasi auflöst und dann kann er auch mit seinem Iron Man kann er sie auch halten, der ist ja komplett präsent aber er spürt das alles innen drin und natürlich sind auch diese Lippen komplett anders, die sind immer noch so vorgewölbt, aber die haben sich komplett entspannt und die sind so, es gibt ja so Leute, die lassen sich so spritzen, viele Frauen lassen sich so spritzen und die sind halt so von innen gespritzt, die sind so richtig aufgeblüht und auch richtig so voll mit, die Kapillare verändern sich, also die ganzen Lippen, wenn man gut knutscht, du siehst es den Leuten, ja.
Woran sieht man das denn? An den Lippen, guck, gucka, gucka, gucka Lippe, das siehst du wirklich, also wenn Leute regelmäßig wirklich gut Genitalverkehr im Mund haben, also wenn ihr wirklich intensivst, wirklich intensivst, also wirklich dieses, wo dann auch anfängt, das Ich zu euch aufzulösen, wenn es so prickelt, wenn das alles so Magie wird, das ist ja nicht so gut. Ach, das ist interessant. Aber da kann man natürlich auch, wenn man sowas hat, man kann die Fähigkeit vom Mund natürlich aufs Genital übertragen.
Weil sie haben vielleicht die Idee, sie müssten da unten irgendwas tun oder so, dann wäre so die Aufgabe, für mich würde ich sagen, dann mach doch das, was du mit dem Mund machst, mach doch mal das gleiche mit deinem Genital. Also guter Einwand, falls ihr sowas auch kennt zu Hause, oder? Oder ein guter Streichler oder so. Aber im Bett ist es dann eher so, also es war dann im Bett immer so hart, genau, wie beim Küssen, sehr sinnlich, sehr, ja, also erotisch auch, unheimlich erotisch.
Und dann, wenn es dann um die Vereinigung ging, dann war es halt ziemlich wie so ein Brett. Ziemlich starr. Genau.
Und war dann eher nicht mehr so sinnlich. Und da kannst du natürlich das sozusagen unten genauso weich und sensibel machen, mit den Nervenzellen. Und ist ja eigentlich auch fast egal, wenn du in so einem Stadion bist wie die beiden, ist ja auch fast egal, mit was, wie du, wo berührst.
Das Interessante ist, und das sagt sie auch, sagt sie auch, Falk, das total Spannende ist, dass ich jetzt mitgekriegt habe, es geht nicht darum, mit was er mich wo berührt, sondern es geht darum, mit welcher Intensität und wie bewusst er mich berührt. Und dann wird dieses ganze Orgasmus gekriegelt. Das ist ja immer noch toll.
Mega, also gar keine Frage. Aber es verschwindet. Es ist nicht mehr so zentral.
Weil viele Paare sind ja extrem Orgasmus getrieben, weil das auch immer so propagiert wird, Ich wollte gerade sagen, das ist auch in unserer Gesellschaft einfach durch die Pornos und so, da geht es ja immer um Orgasmus, immer um Abspritzen. Obwohl ja für mich Abspritzen nicht Orgasmus ist. Aber es geht ja auch um sexuelle Inkontinenz.
Also dann ist er vorbei. Dann ist er ein bisschen schade. Dann ist er vorbei.
Also dann ist er ein bisschen schade. Tut mir dann leid. Aber er ist schon wieder vorbei.
Ich habe mich schon drüber gerutscht. Nein, weil es geht darum, dass das Gefühl in dir, du musst in dir was fühlen. Es geht ja nicht darum, dass unten viel Flüssigkeit rauskommt, sondern dass du in dir was empfindest.
Ja, aber das hattet ihr ja mit Sabine. Ja, aber das hattet ihr ja mit Sabine. Und das ist einfach so einem beigebracht wird, weil medial aufgearbeitet ist einfach immer dieses Orgasmus.
Abspritzen. Abspritzen, genau. Das ist aber kein Orgasmus.
Orgasmus ist ein innerer Zustand, der kathartisch ist und mit extrem vielen Zuckungen einhergeht. Also wenn du wirklich einen Orgasmus hast, dann ist das quasi ein kathartischer Prozess, wo wirklich der gesamte Körper zuckt und zappelt und so. wo wirklich der gesamte Körper zuckt und zappelt und so.
Und das siehst du in den Pornos überhaupt nicht, weil da gar keiner irgendeinen Orgasmus kriegt. Den kannst du auch gar nicht so gut kriegen vor der Kamera. Das glaube ich auch.
Ja, weil du auch gar keinen emotionalen Kontakt hast. Dafür musst du dich nämlich emotional extrem erschöpfen. Und du kannst dich wiederum in so einem Setting irgendwie, wo irgendein komischer Hengst über dich rüberfällt, das geht gar nicht.
Das heißt, du siehst irgendwie dort eigentlich gar keine echte gute Sexualität. Nein, überhaupt nicht. Sondern du siehst eigentlich dort wirklich nur Schrott.
Und wenn Leute sich nach Schrott prägen, habe ich auch Fälle gehabt, aber das ist schlimm. Das ist schlimm. Wenn Leute durch Pornos geprägt sind, das ist echt ein Problem.
Aber viele Männer leider. Ja klar. Also junge Männer vor allem.
Irgendwann lernen sie vielleicht dazu, wenn sie eine gute Frau haben, die sie anleitet. Aber es ist ein großes Problem. Wir schweifen ab.
Wir schweifen ab, genau. Deswegen wollte ich auch jetzt wieder kurz zurück zu dem Mann, weil es ging ja jetzt darum, dass wenn er in seiner Mitte ist, dann ist er unheimlich anziehend, unheimlich erotisch für sie auch. Und dann hat er ja immer die Liebe bei ihr gesucht.
Ja. Jetzt kann er sich die Liebe selber geben. Er wird selber zur Liebesquelle.
Er kann ihr die Liebe geben. Richtig. Und das bringt natürlich auch nochmal.
Genau. Und was auch noch ganz wichtig ist, sie hat ja am Anfang ja mal beschwert, dass sie die Beziehung alleine führt. Genau.
Jetzt haben wir ja das innere Kind, 7, 10, 12, 15, 25. Also das wächst nach. Und damit kommen auch die Interessen rein.
Und der Indikator ist natürlich, auch jetzt Negativindikator, wenn du einen Partner hast, der nur ein einziges Interesse hat, dass es dir gut geht, ohne selber.