Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ein Fall für Falk mit unserem Lieblingsfahrtherapeut Falk-Björn Kuhfuss und Madeleine Staniff, unserer Star-Moderatorin. Willkommen zurück und diesmal geht es weiter mit unserem Pärchen. Ja, er hatte... Sie hat gesagt, sie führt die Beziehung alleine.
Er hat ein Sicherheitssystem, lässt sie nicht durch. Und da muss er sie jetzt aber durchlassen, weil sie so nicht weitermachen will. Führt sie die Beziehung oder führt sein inneres Kind die Beziehung? Das ist die Frage.
Mit dem inneren Kind, das ist ein Vorgriff. Wir müssen ja nicht jetzt spekulieren, was ist denn überhaupt in diesem Sicherheitssystem verborgen? Was haben wir denn da alles drin? Das innere Kind wäre eine gute Idee, alte Verletzungen wären eine gute Idee. Das müssen wir jetzt herausfinden, aber das ist ja das Spannende in der Folge.
Wir hatten ja auch so ein bisschen letztes Mal, wenn sich eure Beziehung nicht weiterentwickelt, dann stirbt sie vielleicht. Genau, wir haben auch so eine tolle Überschrift wieder gefunden. Wie hieß die? Für die zweite Folge hatten wir jetzt, wenn dein inneres Kind die Beziehung führt, was passiert, wenn das innere Kind die Beziehung führt? Ah, das heißt schon in der Folge, im Titel haben wir schon das innere Kind drin.
Da haben wir schon viel verraten. Genau, genau. Also das heißt, wir wissen jetzt schon, wie die Folge heißt, dass sein inneres Kind die Beziehung da irgendwie und so weiter führt.
Naja, ist ja ganz oft so. Also ich denke, ihr kennt das zu Hause auch. Es ist ja oftmals so, dass Männer, die so eine Fassade, also die so sehr cool und sehr nach außen hin, sie haben alles im Griff, dass die eigentlich ganz innen total weich sind.
Und das hat ganz oft damit zu tun, dass sie einfach in ihrer Kindheit verletzt wurden. Also ich kenne das aus eigener Erfahrung, ich hatte super viele von diesen Männern. Ja, super viele.
So ein Regal. So in unterschiedlichen Größen oder was? Ich sag jetzt nicht, wie mein Spitzname war in der Schule. Das ist ja super lustig.
In unserem Jahrbuch steht Madeleine Stadl im zweiter Platz bei der Schulmatratze. Oh Gott. Obwohl das überhaupt nicht stimmt.
Ich hatte gar nicht so viele. Und das erzählst du jetzt hier im Podcast? Nein, das war natürlich rausgestellt. Ich hab immer ganz viel Persönliches.
Ganz am Anfang, da hatte ich jemanden, einen Berater, der meinte, ich sollte mich beim Essen filmen. Da hab ich gesagt, bist du bescheuert? Hey, das geht gar keinem was an. Und dann auch mit meinen Kindern.
Ey, das ist mein Leben. Ich helfe den Leuten gerne, aber nicht auf die Kosten meines Privatlebens. Wir lassen das drin.
Also ich bin da ja ein bisschen anders. Ich bin ja ziemlich offen. Genau, du darfst das.
Ich bin ziemlich offen und ich teile gerne vieles. Ne, das stimmte ja auch gar nicht. Also es stimmte gar nicht.
Ich hatte überhaupt nicht so viel mit Leuten aus der Schule. Du hattest nur das Image. Außerdem, man muss sich ja auch ausprobieren.
Das hatten wir schon mal. Wir hatten das schon mal bei irgendeiner Folge mit Sex. Da hatte ich gesagt, dass das Geschlechtsorgan bei jungen Leuten häufig ein öffentlicher Raum ist.
Und das ist halt dann, wenn man den anderen persönlich kennenlernt, dass das dann schon was recht Intimes ist. Und ich habe gesagt, man muss sich erstmal ziemlich persönlich kennenlernen, damit das Geschlechtsorgan überhaupt rankommt. Ja, aber ich kaufe doch nicht die Katze im Sack.
Ja genau, das kauft er nicht, die Katze im Sack. Aber ich glaube, das ist auch wirklich ein Generationending. Ja, das hatten wir damals auch schon.
Das ist auch ein Generationending. Nein, aber um zurück zu unserem Part zu kommen. Also wie gesagt, ich kenne das aus meiner Jugend extrem viel.
Irgendwie war diese Anziehungskraft von diesen Männern auf mich sehr stark anscheinend. Deswegen, ich hatte viele so Männer in meinem näheren Orbit, in meinem Liebesorbit. Ja, der Liebesorbit.
Oh, Liebesorbit ist ein schönes Wort. Schönes Wort, ne? Ich kann heute irgendwie ganz gut reden. Ja, finde ich auch.
In meinem Liebesorbit, die so waren. Und ich habe mich dann immer da viel mit auseinandergesetzt damit, weil ich immer mir überlegt habe, warum ich an diese Männer nicht rankomme oder warum die mich immer so weghalten. Und bin dann irgendwann dahinter gekommen, dass die nur so tun, als wären sie halt stark und hätten alles im Griff und wissen, wie es läuft.
Und dass die innen aber eigentlich total verletzt sind und eigentlich nur jemanden wollen, der sie hält. Ja, da wissen wir ungefähr, was jetzt auf uns zukommt. Da wissen wir, was auf uns zukommt.
Und das ist auch so Sachen, so in der Therapie ist es dann so. Dann entdecken die das ja hier bei mir neu. Also das heißt, sie entdeckt das, er entdeckt das, ich entdeck das mit denen zusammen.
Und dann ist ja mal die Frage, wie geht man mit so einer Entdeckung um? Also wenn jetzt irgendwie quasi er sich öffnet und auf einmal, also sie, Luisa, hat ja sich auf einen Mann eingelassen, der unglaublich kompetent ist, unglaublich stark ist, der immer den Überblick hat, also weißt du, wo du dich immer anlehnen kannst, wo immer alles, weißt du, der auch eigentlich fast so wie gar keine Schwäche hat. Also er nennt sich dann selber, also in unserem Therapieverlauf sozusagen, sagt er ja eigentlich, wenn ich mir das so alles so anhöre, so wie du mich reflektierst, Falk, also erstmal stimmt das ja, schön beobachtet, dann so, ja so, danke. Dann so, weißt du, was mir einfällt? Ne, sie sagt das dann.
Sie fängt dann an zu lachen, dann kriegt sie einen Lachanfall und sagt, Iron Man. Alex ist ein Iron Man. Und ich so, ja, irgendwie, also wir sind dann so, ja, eigentlich alle Charakteristiks passen eigentlich zu Iron Man.
Und ich fände in der Therapie, ich glaube, das ist jetzt für euch auch total wichtig, ich hätte, also wir hatten ja letztes Mal das Sicherheitssystem. Und wenn man von außen kommt, wird man schnell aussortiert. Das klappt nicht.
Aber ich fände eine andere Taktik an. Ich lasse ihn, sie interviewen. Das nennt sich der Interviewer.
Das heißt, er ist wie so ein Journalist. Er kriegt die Aufgabe, ein Journalist zu sein und fragt nach ihr und muss dann immer quasi kurz in einem kleinen Artikel, in einem kleinen Essay zusammenfassen, was er gehört hat. Das heißt, er hört wirklich ganz aufmerksam zu und ist nur bei ihr.
Das ist eine super, super schöne Sache, wenn man wirklich mal wissen will, was ist beim Anderen. Und da kommt von ihr halt, und das hatte er gar nicht mitgekriegt, also was ihn total wegbläst, dass sie sagt, es gibt seit Neues tatsächlich so etwas wie einen zweiten Weg. Es gab immer nur einen und der war mit ihr.
Es baut sich aber ein zweiter auf. Und das bläst ihn so weg, dass er sich öffnet. Einen zweiten Weg? Was für einen zweiten Weg? Na ja, also sozusagen, ich deute das nicht.
Es wird überhaupt nicht gedeutet. Das ist sozusagen eine symbolische Sprache dafür, dass er sich ein Leben ohne ihn vorstellen könnte. Ah, okay.
Aber ich gehe da nicht drauf ein. Ich mache das nicht noch größer. Wenn ich das noch größer machen würde, dann kippt mir das ganze Ding.
Ich lasse das so versteckt. Das ist wie so ein Symbol. Um ihn aufwecken zu lassen wahrscheinlich.
Nein, sie will ihn nicht aufwecken. Sie meint es ernst. Sie macht keine Spielchen.
Wenn sie das sagt, meint sie das ernst. Sie ist keine Frau, die irgendwie Spielchen spielt. Sie will einfach eine gute, wirklich tiefe Beziehung führen.
Das will sie wirklich. Sie will wirklich wissen, ob er der richtige Mann ist. Dann macht sie keine Spielchen.
Deswegen bläst ihn das auch so weg. Und das ist das Interessante. Was ich eigentlich erzählen wollte, ist, dass wir das Sicherheitssystem quasi nicht knacken.
Sondern wir lassen ihn außerhalb seines Sicherheitssystems aus sich zugeben. Und dann kriegt er die Information. Und sie hat ihm das schon drei, vier Mal gesagt.
Sie hat ihm gesagt, so sind Sie auch in die Therapie gekommen. Eben, genau. Aber es ist, und das ist das Interessante, es ist nie wirklich angekommen.
Also es geht durch diese mehreren Schichten, die er hat, wirklich bis ins Herz. Und das erreicht ihn diesmal. Also diesmal erreicht ihn wirklich, dass wenn er sich nicht öffnet, ist sie weg.
Das erreicht ihn richtig. Ja, das glaube ich. Das bläst ihn total weg, weil er das vorher zwar irgendwie gehört hat.
Aber nicht gehört hat. Aber eigentlich ist es nicht angekommen. Und da passiert etwas ganz Interessantes.
Das ist Hypnotherapeutisch. Total spannend. Das nennen wir das Phänomen der Regression.
Das heißt, wir haben ja diesen Iron Man. Und auf einmal taucht da drin das innere Kind auf. Und das Spannende ist, du kannst das innere Kind erkennen.
Inwiefern? Wie kannst du es erkennen? Du hast, in dem Sinne, es hat häufig eine andere Stimmlage. Es hat andere Pupillenreflexe. Es hat meinetwegen auch eine andere Hautrötung.
Also du merkst, es ist wie so eine leichte Veränderung drin. Ja. Wo du merkst, oh.
Er wird weicher. Richtig, er wird viel weicher. Und du hast auch eine andere psychologische Ausstattung.
Also eine Regression geht ja vor allem damit einher, dass man jünger wird. Und wenn man jünger wird, hat man ja vor allem einen Verlust an Ressourcen, an Fähigkeiten. Ja.
Also wenn ich mich jetzt so sage als Siebenjähriger, habe ich natürlich andere Ressourcen. Fehlt mir zum Beispiel ein komplettes Studium. Habe ich noch große Abhängigkeit von meinen Eltern und so weiter.
Ja. Und wenn ich in diese Persönlichkeitsstruktur reingerate, und das kann jedem passieren, oder das ist ja auch ganz normaler Alltagsablauf. Das passiert einfach im Alltag auch immer, dass man die Alltagsstufen quasi so wie wechselt.
Klar. Zum Beispiel, was ein gutes Beispiel zum Wechsel von Altersstufen ist, wenn ich mit meinen Kindern spiele. Wenn ich mit meinen Kindern spiele, bin ich manchmal drei, vier oder fünf Jahre alt.
Ja, ja. Dann will ich auch die Schippe auf den Kopf haben. Ja, ja.
Und dann gibt es ja irgendwann den Wechsel, wo man merkt, es wird Zeit oder es fängt an zu regnen. Genau. Dann wechselt man wieder so.
Hey, Leute. Dann geht auch die Stimme so. Hey, Leute, alles einpacken irgendwie so.
Nein, nein. Oder jemand fällt um, dann muss man den trösten. Und auf einmal switcht man wieder in so eine erwachsene Form.
Genau. Und dann sind die wieder alle Dings und dann geht es wieder los. Ja, wo sind denn die Indianer und so.
Dann macht man das wieder. Ja. Und dann ist man wieder jung.
Das heißt, das könnt ihr auch bei euch gucken. Also diese Altersregression war ein ganz normales Alltagsphänomen. Sei denn, die sind weggesperrt.
Also weil die halt im Prinzip sozusagen so gefährlich für die Entwicklung ist. Also die Psychologie, die dahinter ist, das erkläre ich den beiden dann auch sofort, ist einfach im Prinzip, bestimmte Teile, die halt so verletzt sind oder nicht gut klargekommen sind, das ist eine Art Überlebensmythos. Die werden quasi wie weggesperrt.
Dann wird da drauf geschrieben auf seinen Tresor, Vorsicht, gefährlich, bitte nie wieder öffnen. Und das Interessante ist, diese Teile entwickeln sich auch nicht weiter. Nein.
Die bleiben wie in so einer Dunkelkammer offen. Dann bist du meinetwegen jetzt, ich meinetwegen 55, und dann sitzt da noch so ein 7-Jähriger, geht immer noch schlecht. Und der kommt bei ihm raus.
Der kommt bei ihm raus, in der Therapiesitzung. Manche vergessen das ja auch. Manche vergessen, also der Mechanismus ist ja so intelligent, das Gehirn, dass diese Sachen von der Festplatte gespeichert werden, wenn sie zu krass waren.
Ja, korrekt. Aber man kann sie wiederholen. Man kann sie wiederholen.
Man kann die alle wiederholen. Ja. Die sind alle da.
Aber man muss halt sich gut überlegen, wenn man die wiederholt, kann man das halten? Ja. Also was ganz… Was der Pandora öffnet. Ja, was ganz wichtig jetzt auch für euch jetzt bei Therapie, du musst als Therapeut, also stell dir so was wie so ein Nullpunkt vor, so neutral, so geht irgendwie.
Und dann stell dir eine Skala nach unten vor, so minus 10 oder minus 100 und plus 10, plus 100. Ja. Und als Therapeut ist es ganz wichtig, und das ist für euch für die Wahl des Therapeuten wichtig, ja.
Der Therapeut muss, um schwierige Dinge aushalten zu können, mit euch arbeiten zu können, tief runtergehen. Ja. Also manche Therapeuten, sagen wir mal in unserem Bild, kommen vielleicht bis 3. Andere kommen bis 5. Andere kommen bis 60.
Ja. Andere kommen bis 70. Also wenn du zum Beispiel einen Therapeut hast, der selber eine schlimme Missbrauchserfahrung hat, also eine richtig schlimme Missbrauchserfahrung, möglichst vielleicht auch über Jahre, ja, und die dann aufgearbeitet hat, dann kann der runter bis minus 99.
Dann kommt der richtig tief runter. Das kann der halten, ja. Jemand, der quasi einfach so ein easy Coaching mal gemacht hat im Prinzip und in Anführungszeichen irgendwie fast keine Probleme in seinem Leben, der kommt bis 4. Ja, klar.
Das heißt, das ist ein vollkommen falscher Therapeut für euch, ja. Und was auch wichtig ist, umgekehrt, wenn es nach oben geht, ich habe ja dieses Konzept der Win-Win-Spirale, ja. Also wenn du nicht nach oben drehst, wenn du ins Glück gehst, viele Therapeuten können das Glück gar nicht ertragen, weil die selbst diesen Glückszustand nicht aushalten.
Die kommen auch nur bis 5. Also sagen wir mal, der normale Deutsche, ich meine, wäre eure Frage, wenn von 0 bis 100 Fragen an euch, wie viel Glück könnt ihr aushalten? Ich würde sagen, so der normale Deutsche steigt so ab 9 aus. Ist zu viel für den, hält der nicht durch. Ja, so der normale Balinese hat einen Normalzustand von 30 bis 40, so steht der morgen schon auf.
Also viele Therapeuten können den Glückszustand gar nicht halten. Das ist auch extrem wichtig. Wenn du dich nach oben entwickeln willst und dein Therapeut ist gedeckelt, weil der immer noch auf Probleme guckt.
Und dann kommt der auch nicht weiter. Dann kommt der nicht weiter. Und diese Skala, die musst du spielen können.
Und das ist quasi, neben all den Werkzeugen, ist das quasi innerlich extrem wichtig für die Behaltestherapeutin. Super, super mega wichtig. Und das spielt jetzt hier die Rolle, weil in dem Fall ist es so, dass das fast wie so ein Entsetzen ist für uns alle.
Und ich bin dann auch geschockt. Also ich sitze ja da mit im Swimmingpool und denke, boah, das kann doch nicht sein. Der Schock, dass dieser erwachsene Mann mit diesen Kompetenzen, der seit Jahrzehnten alles von sich hält, auf einmal da steht wie ein kleines, nacktes Kind, was eingepullert hat.
Also das ist richtig, das geht dir so nah. Und das ist dann wieder so ein Punkt, da muss man einfach entspannt, vielleicht auch mit so einem leichten Lächeln, also so ein positives so, wir kriegen das schon hin, das wird schon. Da muss ja dann auch Vertrauen rein.
Und sagen, hey Leute, das ist jetzt super krass, damit hätte keiner so weit gerechnet. Außer mir, mir war das ja klar, dass da irgendjemand oder sowas kommen wird. Und sie ist auch wirklich richtig schockt.
Also sie ist richtig schockt. Also die sitzt da richtig so. Und eher total.
Weil er hatte da gar keine Ahnung von. Also der hat eine andere Stimmlage. Und was ich dann mache, ist, ich mache erstmal Fenster auf.
Ich lasse ihn erstmal sitzen. Das ist eine Sequenz. Und dann packen wir das Ganze erstmal gut ein.
Also dass er erstmal wieder der Alltagstauglich wird. Aber das war quasi eigentlich der Durchbruch. Also da kommt das erste Mal dieses innere Kind von ihm zum Vorschein.
Und das wird dann auch noch viele Sitzungen irgendwie weiter begleiten. Und vor allem wird es bei denen in der Beziehung viel verändern. Das kann ich mir vorstellen.
Ich könnte mir jetzt vorstellen, dass sie aber dadurch jetzt schon berührt ist. Total. Also wenn ich mich jetzt in sie hineinversetzen würde, wie ich mich dabei fühle, wenn jetzt so ein harter, starker Mann, was natürlich schon auch anziehend ist, aber wenn der jetzt auf einmal so seine weiche Seite, also das merkst du ja, wie du ja auch schon beschrieben hast, durch die Körpersprache und den Ausdruck, also das würde mich berühren.
Also was mich interessieren würde, du hast ja gesagt, du hast ja selber eine Zeit lang auf solche Männertypen gestanden. Hast du denn das mal erlebt, dass sie sich wirklich geöffnet haben? So weit sind wir nie gekommen. Das war, wir waren noch zu jung.
Ich war auch noch zu jung. Weil das ist mich total interessant, weil das ist etwas, was dann in dem weiteren Therapieverlauf dann halt so ist, dass sie auf einmal merkt, also einmal findet sie das natürlich total toll. Für sie ist das eine Riesenleistung, dass er das für sie tut.
Aber, also ich persönlich würde mich ja total darüber freuen, meine Güte, was ist das für ein toller Partner oder Partnerin, die bereit ist, so tief in ihre weggeschütteten, verletzten Bereiche reinzugehen, um die Beziehung mit mir zu retten. Das sieht die auch. Aber im weiteren Verlauf wird das für sie so eine Fragestellung, was mache ich eigentlich mit denen? Macht das eigentlich Sinn? Weil die hat ja mal jemand ganz anderes geheiratet.
Und sich verliebt. Sich verliebt. Und was wir dann, ich gebe denen eine Frage dann mit.
Und es ist so eine hypnotherapeutische Frage. Also hypnotherapeutische Frage, du stellst dir innerlich vor, dass du nach dem Alter fragst. Wenn eine Altersregression bei mir in der Therapie vorliegt, falls jemand mit mir Therapie macht, und dann kommt die Frage, sag mir mal spontane Zahl.
Ich denke aber ans Alter dabei. Dann kommt meistens exakt das Alter, in dem das Gegenüber gerade ist. Okay.
Und diese Frage gebe ich natürlich, wenn man das dann einmal weiß, dann kann man sich auch manipulieren. Ja, 35. Aber wenn man das weglässt, dann kommt sowas wie 5, 3, 2, 7. Und dann weißt du genau, wie alt er ist.
Und das Interessante ist, dann weißt du, wie du mit dem umgehen musst. Ja. Weil du gehst mit einem 7-Jährigen, auch wenn er in einem männlichen Körper steckt, ganz anders um.
Na klar. Warum komme ich immer auf 7? Weil er vielleicht 7 war. Weil ich 7 bin.
Und ich gestern auch 7 gesagt habe. Hast du auch 7 gesagt in der Vorbereitung? Ja. Ja, irgendwie 7, keine Ahnung.
Was habt ihr denn mit 7 gemacht? Heike ist eigentlich 7. Ja, genau. Deswegen muss ich ja mit ihm so umgehen. Genau.
Das ist genau der Punkt. Das ist genau der Punkt. Dass die jetzt quasi anfangen in ihrer Beziehung quasi sozusagen, wir haben jetzt einen 7-Jährigen dabei.
Das ist jetzt auch bei denen auf dem Gehöft, was sie da gekauft haben, auch stattfindet. Okay. Das heißt, sie ist auf einmal, merkt sie, sie hat dann wie einen kleinen Jungen.
Ja. Und das ist für sie beide auch total irritierend. Also für ihn ist das total ... Wie äußert sich das denn? Die sitzen dann beim ... Ja, also was bei ihr zum Beispiel ist, sie muss ja häufiger weg.
Ja, und das ist immer super cool und so. Und er vermisst sie dann auf einmal. Er hat die vorher vielleicht auch vermisst, aber er hat das irgendwie nicht so gezeigt oder nicht gesagt oder nicht gespürt.
Ja. Und jetzt vermisst er sie aber. Das heißt, er ruft dann durch.
Okay. Na gut, das ist ja erst mal nichts Vermängliches. Ja, aber er ruft dann dreimal durch.
Ach so, okay. Und dann vielleicht noch mal. Und dann fragt er noch mal nach, wo das und das im Haushalt ist.
Ja. Und für sie ist das am Anfang auch so total ungewohnt. Dann fängt sie an, ein bisschen zu nerven.
Ja. Dann kommt sie ja irgendwann vorbei und sagt, sag mal, also in einer Therapiesitzung jetzt so, sagt sie, sag mal, Alexander, ich wollte dich mal ansprechen, aber du bist ein bisschen kontrolliert von dir, fühle ich mich schon. Okay.
Also sie fühlen sich dann von ihm kontrolliert. Na klar, also wie dein Sohn, der immer Mama, Mama, Mama, und du willst halt nur mal fünf Minuten was alleine machen. Kann ich mir schon vorstellen.
Ja, und dann passiert das so, die sind unterwegs mit ihr, die haben so einen Sportwagen irgendwie und fahren da rum, dann haben sie irgendwie ein Cabrio und fahren da rum und hier so schön die Alleen so lang und so. Irgendwann kommt es dazu, dass er irgendwie in diesem Ding total, also sich benimmt, wie er sich noch nie benommen hat. Also poltert da rum und so.
Und sie sagt, also Falk, ich hätte, der Alexander, der hätte richtig rumgeschrien. Ich dachte, ich habe einen Bekloppten neben mir. Und er versucht halt, männlich zu sein.
Also er versucht dann, also das ist so. Das zu überspielen dann. Ja, genau.
Das steht dann sozusagen zwischen Iron Man und dem Siebenjährigen. Okay, ja. Und Iron Man will dann halt cool sein und der Siebenjährige flippt aus.
Nein, will ich nicht! Und brüllt dann im Auto rum und so. Und für ihn ist das total peinlich. Also für ihn ist das total schlimm, dass er als so ein cooler Typ, der alles gerockt kriegt, auf einmal so einen idiotischen Siebenjährigen hat, der da rumkrakelt.
Ja, und das ist für ihn gar nicht aushaltbar. Und sie findet das auch scheiße. Kann ich verstehen, ja.
Also die haben auf einmal beide quasi sozusagen so ein marvelous child in ihnen. Und er sagt dann ja auch, weißt du, Luisa, du wolltest das. Du hast gesagt, dass du dich von mir trennst, wenn du an mein Innerstes nicht rankommst.
Jetzt kommt das raus. Jetzt sagst du, jetzt magst du es nicht. Das ist aber nett von dir.
Vielen Dank. Und sie sagt, ich wusste ja nicht, dass das dabei rauskommt. Das heißt, die kriegen auf einmal ein Problem damit halt, wie gehen sie mit diesem inneren Kind um? Also er will ihr ja auch irgendwie immer alles recht machen.
Ja, das ist total spannend, weil in der Retro-Perspektive, also in der Betrachtung der Chronologie ihrer Beziehung, fällt ihr auf, dass sie viele Sachen, sie hat sich dann darum gekümmert mit dem Hof, dass sie den da kaufen. Sie hat sich dann darum gekümmert, wie der eingerichtet wird. Sie hat sich um den Freundeskreis gekümmert.
Sie hat dann auch häufig gesagt, was er dann halt überhaupt für Kleidung, also er sagt, Mensch, du musst ja mal anders kleiden und so. Sie hat sich also einfach unglaublich viel bei ihm gekümmert. Und er hat ihr immer so, ja toll, ich liebe dich.
Und ihr fällt im Nachgang auf, und das arbeiten wir in einer Sitzung raus, dass sie sich eigentlich alle Qualitäten gehabt hat einer Mutter. Und das ist total spannend. Da könntest du mal.
Ja, das würde mich auch mal interessieren. Genau, da könnt ihr jetzt mal bei euch zu Hause schauen. Wenn ihr immer die Entscheidung trefft, vielleicht seid ihr ja auch die Rolle der Mutter und der Mann oder der Partner, der setzt sich einfach nur ins gemachte Nest.
Also der wird einfach mitgezogen. Das ist total spannend, weil du hast einfach eine normale Beziehung. Du siehst zwei Erwachsene und tiefenronorige Stimme und so.
Aber wenn du mal drauf guckst und sagst, welche Rolle würde das denn erfüllen? So frage ich dann. Ich frage dann sozusagen, zu welcher Rolle passt das denn? Und dann sagt sie ja natürlich zu einer Mutter. Das ist dann exakt, was eine Mutter für ihr Kind tut.
Das heißt, sie hat schon die ganze Zeit mit Iron Man, aber mit dem 7-Jährigen eine Beziehung geführt, wo sie ganz viel in der Mutterrolle war und wo das Kind, der 7-Jährige, versteckt, sie geliebt hat. Ich will ja nur dich. Was will ein Kind? Ja, nur dich.
Was braucht ein Kind? Nur die Mama. Und der Mama soll es gut gehen. Und warum soll es der Mama gut gehen? Weil sie sich dann um mich kümmert.
Und das ist etwas, was zwischen den beiden in der Dynamik dann klar wird. Das heißt, wir finden so einen ganz, ganz interessanten Zyklus bei denen. Das heißt, er kümmert sich um alles bei ihr.
Ihr legt ihr sozusagen die Welt zu Füßen, allerdings ohne eigene Interessen, was sie immer vorgeworfen hat. Warum tut er das eigentlich? Damit es ihr gut geht, damit sie sich um ihn kümmern kann. Und das ist eigentlich ein perfekter Kreislauf von Mutter und Kind.
Und das, wenn du jetzt an deine coolen Typen davon früher denkst, wie wäre das, wenn das Ergebnis jetzt von Heiraten und Beziehung und Kinder, man würde so feststellen, ey, Moment, irgendwie bin ich die Mama und irgendwie ist da ein kleines Kind. Wie würde es denn gehen? Das würde mich abtörnen, glaube ich dann. Das hoffe ich sehr.
Aber was mich tatsächlich in dem Zusammenhang jetzt interessiert, bevor ich es wieder vergesse, liegt es daran, weil ich habe jetzt gerade so ein bisschen reflektiert, ich hatte auch Männer in meinem Leben, die das auch wollten, dass ich immer entscheide. Die wollten das einfach. Die meinten, entscheide du, ich will damit gar nichts zu tun haben und es ist schön, wenn du mich führst.
Und jetzt würde mich interessieren, liegt es daran, dass sie eine Mutter hatten, die diesen Männern und diesen Jungen nie zugetraut haben, dass sie alleine Entscheidungen treffen können? Also haben diese Mütter den Männern immer alles abgenommen? Und deswegen sind die das nicht gewohnt, Entscheidungen zu treffen? Also weißt du, woran liegt das? Ja, ich weiß gar nicht, ob man das so allgemein für alle beantworten kann. Ob das so eine Antwort für alle ist. Jetzt in unserem Fall, sagte Alexander, ich finde das einfach angenehm.
Also die sind ja auch zum Glück total ehrlich. Was du in so einer Situation nur machen kannst, damit es nicht um die Ohren fliegt, ist radikale Ehrlichkeit. Du musst radikal ehrlich sein und darauf vertrauen, dass dein Partner das auch annimmt.
Er versucht ja dann, das zu überspielen, ist ein Iron Man, und dann flippt er komplett aus. Und da sage ich, Alexander, das ist komplett das Falsche. Du darfst es nicht überspielen.
Du musst jetzt einfach ehrlich sein und sagen, mir ist es jetzt zu viel, oder ich schaffe das nicht, oder ich möchte dich jetzt gerne sehen, oder ich brauche jetzt deine Hand und so. Und das kriegen die beiden auch hin. Und für sie ist es auch wichtig, sie kommt ja aus der Mutterrolle dadurch raus, sie will der da raus.
Ja, ja. Die findet das ja gar nicht cool. Kann ich verstehen, ja.
Also sie ist auch wirklich so ein bisschen, boah, echt jetzt, ja? Und sie kommt aber auch dadurch raus, dass sie halt nicht alles mitmacht. Weil es gibt ja ganz häufig dieses Konzept, also ich habe ja auch ein ganz eigenes Programm geschrieben für das innere Kind in der Paartherapie, also es gibt ja einen ganz eigenen Videozyklus zu. Ganz wichtig ist, dass wenn sie in der Mutterrolle ist und dann immer alles für ihn tut und alles immer für ihn macht, dann kommt die ja gar nicht da raus.
Das heißt, frustriert zu sein als Frau darüber, dass man dort viel mit einem jüngeren Anteil zu tun hat, ist wichtig, damit sie da rauskommt. Also das ist wichtig für sie. Und die ist frustriert, aber trotzdem, und das ist dann, dazwischen muss auch so changieren, trotzdem lässt man den Kurzen ja auch nicht stehen.
Und das funktioniert halt nur über wirkliche Ehrlichkeit, in beide Richtungen, weil sie muss aus der Mutterrolle raus und er muss dieses innere Kind integrieren, ja, das muss halt irgendwann in Iron Man wachsen. Genau, er muss halt diese Balance, er ist jetzt eben von diesem einen Extrem, dem Iron Man, diesem starken, zu dem anderen, dem total schwachen und jetzt muss er irgendwie da wieder eine Balance reinfinden, reinbringen. Genau, aber ich habe mich jetzt selbst verloren, wobei, du hast mir eigentlich eine Frage gestellt, ich bin ja eigentlich jetzt dreimal, wie so ein Politiker, ich bin ja ausgewichen.
Das stimmt, du bist mir ein bisschen ausgewichen. Aber gib mir die nochmal. Ich hatte eigentlich die Frage gestellt, ob, wenn ein Mann gerne geführt werden möchte von der Frau, ob das daran liegt, dass die Mutter ihm nie was zugetraut hat, bzw.
alles abgenommen hat. Ist das nicht verrückt? Ich konnte jetzt nicht weiter erzählen, weil ich hätte deine Frage sonst übergangen. Und das ist genau das, also dieses Mutter-Kind-Ding, das heißt sozusagen, er möchte an die Hand genommen werden.
Also wie deine Frage, nimmt mich an die Hand und führt mich irgendwo hin. Und das ist exakt das, was in so einer Beziehung passiert. Dein Wunsch am Wochenende meinetwegen an die Oder zu fahren und die Eisschollen da zu sehen oder so, das ist dann etwas, das mich dann als Mann führt und das machen wir dann.
Ist gar nicht meine Idee. Oder bei meiner Partnerin immer mit Kunst so, ja Kunst, ja okay, ist in Ordnung, machen wir. Aber ich mache das dann halt für sie.
Und dieses an die Hand genommen werden, und das sagt der Alexander auch, das ist einfach total angenehm. Ich werde einfach gern geführt. Aber woran liegt das? Ja, weil er so jung ist.
Also das spricht, weil er nie geführt wurde als Kind? Nein. Deswegen braucht er diese Führung. Ein Siebenjähriger, wenn du zum Beispiel mit einem Siebenjährigen den Reichstag besuchen würdest, wie fühlt er sich in diesem komischen Gebäude, ist Reichstag sicherer? An deiner Hand oder wenn er alleine laufen muss? An der Hand, denke ich.
Ja, das ist der einzige Grund. Kinder werden halt gerne geführt, Punkt. Genau.
Und er ist aber nicht geführt worden, beziehungsweise… Das hat damit ja gar nichts zu tun. Du wirst als Kind doch immer gerne geführt. Ja gut, aber warum hat er dieses Kind jetzt noch in sich drin als Erwachsener? Also weißt du, so… Achso, warum es überhaupt zu so einer Regression und Abspaltung kommt? Genau.
Achso, das hatten wir auch schon mal. Ich kann es ruhig nochmal sagen, aber das ist im Prinzip sozusagen so, da gehe ich mit den beiden gar nicht drauf ein. Also das gucke ich mir gar nicht an, weil da kommen wir quasi in einen ganz anderen Therapieverlauf an.
Also da gehe ich jetzt nicht rein, weil da kannst du dann quasi wieder deine 10er-Karte buchen. Das will ich gar nicht. Aber der Punkt ist der, dass er natürlich sozusagen als 7-Jähriger irgendwas erlebt hat, was halt irgendwie traumatisch war.
Klar kann ich jetzt fragen, was war da und dann wird auch irgendwas kommen mit der Mutter oder da hat die Mutter sich vom Vater getrennt und war dann nicht wirklich präsent, wurde depressiv und so. Also das weiß er auch alles irgendwie, aber ich will da gar nicht hin, weil ich möchte gar nicht in diese Individualtherapie. Weißt du, ich möchte keinen erwachsenen Mann haben, der seine Kindheit hier aufarbeitet.
Das will ich nicht. Ich will das gar nicht. Es ist einfach nur wichtig, dass er für sich weiß, das ist das innere Kind.
Ich will, dass das 7-jährige Kind in ihn, in die Beziehung integriert wird. Das will ich. Also verstehst du, ich muss gar nicht in diesen ganzen Trog reinlüpfen und von oben bis unten mit Scheiße bekleckert sein und rufen, oh Gott, war meine Kindheit schlimm.
Mir reicht es vollkommen, wenn der 7-Jährige integriert wird. Es gibt in der Therapierichtung einmal, dass du nach vorne guckst und sagst, also das ist lösungsorientiert, also wo gibt es hier eine Lösung und ich arbeite lieber lösungsorientiert. Und dann gibt es problemorientiert und da gehst du immer tiefer in die Soße, immer tiefer in die Soße.
In manchen Fällen macht das Sinn, da mache ich das auch, aber in den meisten Fällen macht das halt keinen Sinn. Da macht das keinen Sinn. Und in seinem Fall ist einfach da so viel mit der depressiven Mutter und das macht überhaupt keinen Sinn, dahin zu gehen.
Es reicht, wenn er in die Hand genommen wird und wird geführt und wächst. Bingo. Ja.
Und das muss sie jetzt übernehmen. Und das ist aber auch nochmal ganz, also das ist nochmal, entschuldige, dass ich da so intensiv bin, aber das ist auch nochmal für meine Kunden total wichtig. Guck mal, ich habe ganz viele Menschen, die genau diese Struktur haben, wo die draußen Firmen stemmen, wo die Dinge aufbauen, wo die in der Welt unterwegs sind und innen drin sind die alleine und verlassen.
Und diese Männer haben ein, Entschuldigung, Scheißinteresse daran, irgendwie in ihrer Kack-Kindheit rumzupobeln und sich elend, klein und verlassen zu fühlen. Ihnen reicht es vollkommen aus, wenn ihre Beziehung nicht kaputt geht. Das heißt, ich nehme die schon in diesem Zustand, die Kinder sind, das innere Kind ist ja eh in diesem Zustand.
Da muss ich ja nicht nochmal rumfummeln. Und dann quasi gucke ich.