Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ein Fall für Falk. Mit Madeleine Stanev. Und unserem Lieblingsfahrtherapeuten Falk Björn Kuhfuhs.
Heute kommen wir zum dritten Teil. Sie steht zwischen zwei Männern. Es geht heute darum, wie sie ihre Primärbindung von einem toxischen Muster in ein gesundes Muster verwandeln kann und dabei der Attraktivität und der wahren Liebe begegnet.
Auf der einen Seite haben wir die toxische Liebe, hochattraktiv, sehr sexuell, sehr anziehend, laut, bunt, sprühend, hochattraktiv, halt narzisstisch. Und auf der anderen Seite haben wir etwas ganz Leises, Zartes, was sich neu entwickelt und was am Ende dazu führt, dass sie wirklich genährt wird und es auch schafft, aus ihrem toxischen Muster rauszukommen. Wenn ihr wissen wollt, wie das geht, bleibt dran und folgt euch durch dick und dünn.
Ich kann euch sagen, in dieser Folge wird geschwitzt, und zwar Blut und Wasser. Es wird richtig interessant. Aus einer schönen Schüssel kann man nicht schöpfen, hat meine Mutter immer gesagt.
Da musste ich jetzt irgendwie dran denken, wo du dieses Intro gegeben hast. Ich glaube, das haben viele, oder ich hatte das auf jeden Fall früher ganz, ganz viel, dass man sich immer so in diesen Schönling verliebt hat, der so alles hat, der einfach nach außen hin so toll ist. Und wenn man dann hinter die Fassade geguckt hat oder so ein bisschen länger zusammen war, hat man gemerkt, ah, der ist vielleicht gar nicht so eloquent, du kannst nicht so tiefgründige Gespräche mit ihm führen.
Oder auf anderen Ebenen hat es dann nicht so funktioniert. Und so stelle ich mir das jetzt bei ihr so ein bisschen vor. Also klar, sexuell ist es ja sehr anziehend, das ist, wie du sagst, sehr laut.
Dieser tolle Künstler mit den Muskeln und der Glatze und seinen Skulpturen und der Motorsäge. Aber was du sagst, ist ja total interessant. Ich habe das so eine Idee, ich habe das bei der Literatur noch nicht zugefunden, aber ich habe so die Idee, dass man quasi jede Pflanze kann ihre Energie quasi nur so in eine Sache richtig reingeben.
Und wenn Leute die ganz stark in ihre Schönheit reingeben, das geht mir nämlich, ich habe mich immer gefragt, als ich jünger war, warum sind die unglaublich schönen Frauen, ich war ja früher in so einer Goa-Techno-Szene, wo diese unglaublich langen Haare sehen aus wie Indianerinnen und so. Boah, Wahnsinn. Aber ich hatte mit denen immer fast nichts zu tun.
Und dann habe ich mich irgendwann gezwungen, mit denen zu tun zu haben, weil ich wollte ja auch... Als Arbeitsspiel. Oh, tot langweilig. Boah, waren die langweilig.
Und dann habe ich die Typen, ich immer dachte, Mensch, warum haben die denn so tolle Frauen? Da habe ich gedacht, meine Güte, müssen die sich langweilen. Und dann meine Frau oder meine Frauen, mit denen ich so zusammen war, die waren gar nicht so schön. Aber die hatten so richtig, richtig tolles Zeug.
Mit denen konnten sie quasi bis in die Türkei trempeln. Weißt du, solche Sachen wollten sie machen. Richtig tolles Zeug.
Die sahen natürlich jetzt nicht so spitze aus. Und da hatte ich immer die Idee, dass du quasi deine Energie nur in ein oder zwei Sachen reinlenken kannst. Manche Frauen sind dann total intellektuell.
Oder auch Männer. Die sehen aber gar nicht so toll aus. Oder manche Leute gehen so ganz... Und das gibt es auch in dieser Folge rum.
Die gehen ganz tief nach innen. Gehen zu der Liebe, zu diesem Genährtwerden. Sind draußen aber lange nicht so attraktiv.
Und genau darum wird es jetzt gehen, was passiert in der ersten Schicht? Laut Bund, was kommt da drunter? Und sie wird in dieser Folge zwischen zwei Männern stehen. Wo der eine... Laut Bund. Laut und Bund.
Also Insta-Profil, 10.000 Follower. So im übertragenen Sinne. Und der andere deutlich unattraktiver, deutlich leiser.
Aber innen drin etwas hat, was sie wirklich nähert und wirklich interessiert. Und wie sie das schafft, was sie alle auf dem Weg erlebt, darum geht es jetzt. Genau.
Jetzt bin ich gespannt. Also ist sie jetzt noch mit ihrem Partner zusammen? Das geht die ganze Zeit irgendwie so hin und her. Das geht die ganze Zeit hin und her.
Sie kommt vorbei. Und diese Attraktivität. Sie hat ja in den letzten Mal gesagt, ich will das so nicht mehr.
Aber sie kommt vorbei und sagt, Falk, weißt du, das ist so... Das ist eine ganz besondere Sitzung. Also sie kommt sogar in Arbeitskleidung vorbei. Die hat irgendwie so einen Overall an.
Und da ist noch so Farbe irgendwie drauf. Und sitzt dann da hier auch in den Patuschen. Und irgendwie auch vollkommen fertig.
Haare sind so wirr und sagt, Falk, das macht mich total fertig. Ich komme mir da vor. Und das weiß ich noch für heute, wie sie sich so vorbeugt, mich so anschaut.
Und da so ein bisschen so Ringe unter den Augen. Ist ja eigentlich so eine unglaublich attraktive Frau. Aber sie sieht ein bisschen wirklich mitgenommen aus.
Falk, dann mach mich fertig. Ich bin wie so eine Süchtige. Ich will da immer hin.
Obwohl mir das nicht gut tut. Ich gehe da hin. Dann schlafen wir zusammen.
Dann sind wir ein Wochenende quasi. Waren wir jetzt wieder in Venedig. Aber am Ende habe ich immer wie so einen Kater.
Und das ist immer wieder das Gleiche. Und ich komme da auch nicht weg. Ich komme mir vor wie jemand, der Drogen nimmt.
Ja, glaube ich. Also es ist eigentlich wie eine Sucht. Ja.
Eine Verliebtheitssucht. Also eine Liebessucht quasi ist es. Und jetzt aber kommt sie wieder.
Und sie erzählt, glaube ich, aber auch von jemand anderem noch, oder? Der jetzt so ein bisschen auf die Bildfläche tritt langsam. Ja, sie hat sozusagen, es gibt dann eine Eskalation. Es gibt dann eine Eskalation bei ihnen.
Wo sie dann quasi sozusagen, die sind wieder in diesem Wald. In seinem Atelier. Und beide arbeiten an ihren Skulpturen.
Das eskaliert dann zwischen denen. Das heißt, es wird dann irgendwie wieder sexuell. Aber die Sexualität funktioniert auch gar nicht mehr ganz so gut.
Weil sie da immer zwischendurch diesen Narzissen sieht. Und das kriegt sie dann sexuell auch gar nicht mehr so gut hin. Weil das blitzt immer so auf.
Als würden so kurz so andere Bilder eingespielt. Und dann denkt sie so, ich bin mit meinem Vater zusammen oder so. Und dann streiten die sich auch.
Der Künstler ist relativ cool. Der ist nicht schlimm. Der beleidigt sie auch nicht.
Das ist ganz anders als der Partner davor. Also der bleibt relativ ruhig. Und lässt sie dann auch abziehen und so.
Aber sie fährt dann zu einem Freund. Zu einem alten Freund. Und dieser Freund nimmt sie dann auf.
Und im Haus. Und der bringt ihr dann eine Decke. Bringt ihr eine Wärmflasche.
Und ist dann auf dem Sofa. Und dann merkt dieser Freund. Und das ist eigentlich auch total rührselig.
Der Freund merkt dann, dass sie sich überhaupt nicht beruhigt. Ihr ist dann irgendwie übel. Das ist eine richtig starke somatische Prozesse.
Der wird ja therapeutisch schon begleitet. Es geht ja hier darum, quasi aus seinem alten Ich aufzuwachen. Und ein neues Ich quasi auch zu etablieren.
Und das geht manchmal mit sehr kathatischen Prozessen einher. Das heißt, ihr ist übel. Und dieser Mann merkt, dass sich ihr Nervensystem nicht beruhigt.
Dann bringt er eine Wärmflasche, Decke und so weiter auf den Sofa. Und irgendwann sagt er, komm, ich nehme dich mal in den Arm. Und dann nimmt der Mann sie in den Arm.
Aber so richtig so. Er nimmt sie so richtig so in den Arm. Und hält sie dann fest.
Und sie sagt, fuck, das war unglaublich. Das war, als wäre ich wieder ein kleines Kind. Ich bin so klein geworden.
Also die wird regressiv. Aber eine positive Regression. Es gibt ja negative Regressionen.
Aber es ist eine positive. Das heißt, ich wurde ganz klein. Und ich habe mich dann so geborgen gefühlt.
Und weißt du, dieser Geruch. Dieser Mann, der ist nämlich Vegetarier. Das ist bei ihr natürlich noch nie so wichtig gewesen.
Und der riecht so gut. Der hat so einen ganz warmen, weichen Geruch. Und den kenne ich gar nicht.
Dann bin ich bei dem auf dem Arm, auf dem Sofa. Ich bin dann einfach eingeschlafen. Wie so ein kleines Kind.
Da konnte sie wirklich loslassen dann. Sie hat komplett losgelassen. Und zwar hat sie ganz viel losgelassen.
Und das ist ganz wichtig für diesen Prozess jetzt. Weil sie lässt einmal quasi ihre ... Also das Ich baut sich ja quasi in Schichten auf. Das heißt, du wirst ja dann quasi geboren.
Und dann baut sich das Schicht um Schicht auf. Erste Jahr, zweite Jahr, dritte Jahr. Und irgendwann bist du halt schön erwachsen.
Und ganz, ganz, ganz viele Tools. Und sie lässt diese Schichten los. Das ist ja Regression.
Du wirst jünger, du wirst jünger, du wirst jünger. Und irgendwann liegt sie da halt und sagt sich, das ist wirklich wie so ein Baby, habe ich mich gefühlt quasi. Also wir arbeiten das dann raus.
Und sie sagt, ich habe mich wohl gefühlt. Aber wir arbeiten das raus, dass sie am Ende halt sagt, das war ja eigentlich wie, du bist kleiner geworden. Und sie sagt, ich habe mich endlich mal richtig geborgen und angenommen gefühlt.
Was sie sich eigentlich immer von ihrem Vater gewünscht hätte, oder? Ja, eigentlich schon. Also wir sind jetzt nicht bei der Mutter, aber eigentlich hätte sie sich das bei ihrem Vater gewünscht. Und da mache ich auch wieder diesen Abgleich zum Vater.
Und dann sagt sie, nee, dieser Mann ist von dem, was ich bis jetzt mitgekriegt habe, an allen Punkten meinem Vater unähnlich. Und dann gebe ich ihr die Aufgabe, das weiter zu überprüfen. Sag, lass doch mal gucken, ob dir dein Vater nicht irgendwo noch ein bisschen ähnlich ist.
Und dann geht sie hin und sagt, also erst mal ist der wirtschaftlich überhaupt nicht erfolgreich. Also ja, klar, der hat irgendwie ein Haus und hat ein bisschen Geld. Läuft, aber nicht in dem Maße, wie das geht überhaupt.
Überflieger. Genau. Dann ist er irgendwie quasi keiner, der groß repräsentiert.
Der hat so ein Bräuchlein und so ein bisschen Brüste. Eher gemütlicher. Ja, eher so gemütlich sozusagen.
Also der hat jetzt auch nicht irgendwie so ein großes Umfeld, wo er irgendwie Leute tierisch beeindruckt. Also auch dort ist er dem Vater ganz unähnlich. Und dann sozusagen sage ich, das ist doch total spannend.
Fang doch mal an, die Beziehung mehr zu untersuchen. Und dadurch gerät sie dann aber in so eine Doppelgeschichte. Das heißt, sie hat auf der einen Seite immer wieder diesen Künstler, der sie anzieht.
Wo sie sagt, Falk, ich setze mich da nachts in ein Auto und ich muss dann dahin fahren. Ich merke, das ist er. Ich liebe ihn.
Das ist so, boah, dann fahre ich dahin und wenn ich da schon hinfahre, denke ich schon manchmal so, bist du eigentlich verrückt? Was machst du hier? Dann habe ich wieder die Nacht meines Lebens. Und dann bricht das wieder. Und dann bin ich wieder total verloren.
Dann bin ich wieder total lost. Und dann taucht sie bei dem anderen wieder auf. Und bei dem anderen, also bei dem gemütlicheren, der nicht so narzisstisch nach außen ist, da frage ich ja, ist der denn ... Genau, da stellt sie was fest.
Du stellst was ganz Interessantes fest. Das war ja vorher nie so aufgefallen, weil es jetzt einen Vergleich zwischen beiden hat. Bei dem einen ist es so, dass er sich immer so ein bisschen abwendet.
Der guckt immer so, als würde er so auf die Bühne gehen und sagen, oh, bin ich toll? Und die bleibt dann da hinten so sitzen. Und so, ah, ah, ah. Und dann dreht er sich wieder zu.
Ah, ah. Und dann kommt es zu dieser sexuellen Vereinigung. Bam.
Und dann dreht er sich aber wieder weg. Und dann bleibt sie wieder sitzen. Das Muster quasi.
Das fällt ihr auf, wie schmerzhaft das ist. Und das erinnert sie ganz, ganz stark an ihre Kindheit, wo sie dann immer an der Scheibe stand. Die hatten so ein Haus.
Und sie stand dann immer oben als kleines Kind auf dem Fensterbrett und hat dann über diese Gardinenstange geguckt, wenn der Papa weggefahren ist. Und dann war der immer weg auf Geschäftsreise. Und dann kam der immer wieder.
Und dann war das so, oh, Papa ist da, aber nach kurzer Zeit war der dann wieder weg, musste telefonieren, hat also das Interesse an ihr verloren. Und dann musste sie ganz viel tun und ganz viel darstellen. Und da kriegt sie noch mal, das ist also wirklich auch unglaublich berührend, da sitzt sie irgendwann hier und heult nur noch und sagt, ich habe mein ganzes Leben damit zugebracht, diesem Mann hinterher zu laufen.
In all meinen Männern habe ich nichts weiter getan, als eigentlich versucht, meinen Vater zu beeindrucken, dass der endlich nicht mehr wegfährt, dass der endlich bei mir bleibt und dass der mich endlich mal richtig sieht. Und das Tragische, das hast du ja letztens schon gesagt, mit dem falschen Selbst, mit dem falschen Ich, der konnte mich gar nicht sehen, weil ich habe ja diese Riesenshow veranstaltet, damit er mich sieht. Das heißt, er hat meine Show gesehen, aber er hat nicht mich gesehen.
Und in diesen Zuständen kommt sie dann immer zu diesem neuen Mann und sagt, der ist ganz anders als mein Vater, der bleibt da. Das ist der Kernunterschied, den sie merkt. Der ist anwesend, der dreht sich nicht weg.
Der muss nicht draußen, sondern der freut sich, wenn ich komme. Da macht er so komische Sachen wie, der kocht ihr eine Suppe. Dann reibt er da Ingwer rein.
Und sie beschreibt das wie so ein Kind. Das ist ganz verrückt, der reibt da Ingwer rein, dann macht er rote Beete, dann holt er Sojasahne, ist ein Vegetarier. Und dann kocht er für mich.
Das kenne ich gar nicht, der umsorgt mich richtig. Ich wollte gerade sagen, der kümmert sich um sie. Der kümmert sich richtig um sie.
Und er lebt auch in so einem Waldgebiet, da hat er so einen Garten vor der Tür. Und da hat er so einen Kajak, dann fahren die Kajak zusammen. Und dann sagt sie aber, ich könnte mich in den eigentlich nie verlieben.
Der ist für mich total uninteressant. Und da wird es richtig spannend. Weil jetzt wird es eigentlich richtig spannend, weil jetzt sieht sie, dass sie sich verliebt in diesen Mann, der sich immer wegdreht.
Und dadurch, dass sie, das geht wirklich lange Zeit, das ist ein ganzer Sommer durch. Und sie beschreibt dann so eine Szene, das ist so ein Mohnblütenfeld. Also bei dem Künstler ist so ein Mohnblütenfeld, so eine Halbinsel mit so einer Mohnblüte.
Wir haben hier diese Havel, das sind diese schönen Halbinseln, und da gibt es eine Fläche mit ganz vielen Mohnblumen. Und auf diesen Mohnblumen liebt sie sich dann mit diesem Künstler. Und merkt aber, dass sie überhaupt nicht satt wird.
Sie kriegt das, also das ist fast so, sie sagt, das ist fast surreal. Sie läuft zwischen diesen beiden Welten hin und her, und sieht immer, hier ist die Attraktion, hier ist die Liebe. Und bei dem anderen fühlt sie sich halt immer geborgen und aufgehoben und genährt.
Und dann passiert was ganz Verrücktes. Sie sagt, sie findet diesen anderen Mann eigentlich gar nicht attraktiv, aber Stück für Stück bildet sich so wie auf einer ganz anderen Ebene so eine Pflanze, wie im Herz. Also bei dem einen ist es so ganz viel sexuell.
Eine offensichtliche Liebe ist bei dem. Also so würde ich es mir vorstellen, wie so eine offensichtliche Liebe. Sie hat für den einen, für den Künstler, so eine offensichtliche Liebe, und für den anderen bildet sie eine Liebe aus, aber eine ganz andere Form.
Die wächst. Die wächst neu. Die ist noch gar nicht vorgeprägt.
Da kommt was ganz Neues. Sie hat ja erstmal diesen Geruch, von dem sie erzählt hat. Und irgendwie fängt sie dann auch an, seinen Körper attraktiv zu finden.
Obwohl das ja gar nicht ihrem Männerbild entspricht. Überhaupt nicht. Da hat er so einen Bart, wuschelige Haare und so.
Und sie merkt, dass sie sich immer mehr da wohl fühlt. Und das Verrückte ist, wenn sie von diesem Mann weg geht. Sie hat ja immer noch ihr eigenes Leben, wo sie ganz eigene Sachen macht.
Wenn sie von dem weg geht, dann merkt sie die Attraktivität. Wenn sie alleine ist, ist zu dem Mann, wo das eher toxisch ist, sehr laut und sehr groß. Und zu dem anderen ist sie eigentlich gar nicht da.
Aber wenn sie den trifft, dann merkt sie, dann ist das so im Herz. Und das ist ein ganz, ganz spannender Punkt. Wenn wir auf die Bindung, die Sache mit der Sexualität, ist extrem wichtig.
Es gibt viele Paare, die sind vor allem über die Sexualität gebunden. Aber unter der Sexualität gibt es noch diese Bindungsebene. Ihr müsst euch das so vorstellen.
Wenn das Kind geboren wird, wird das nicht über die Sexualität an die Eltern gebunden. Eltern und Kind haben in der Regel keine Sexualität. Und wenn sie die haben, ist das gar nicht gut.
Das wollte man nicht haben. Das heißt, immer erst diese Bindungsgeschichte und später kommt dann die Sexualität dazu. Paare, die sich aber primär, wichtig, primär über die Sexualität binden, weil sie eventuell darunter gar keine richtige, saubere Bindungsebene haben, das gilt für toxisch-narzisstische Beziehungen.
Dann ist es keine richtige Bindung. Genau. Die Bindung wird über die Sexualität hergestellt.
Und deswegen war auch in der allerersten Sitzung waren die so hypersexualisiert. Das heißt, wenn ihr selber Therapeuten seid, merkt ihr, Hypersexualisierung bedeutet, unten die Primärbindung ist eventuell instabil. Deswegen wird das darüber gebunden.
Und was sie bei diesem neuen Mann ausbildet, ist diese Primärbindung. Das heißt, wenn sie da auf dem Sofa liegt, und die liegen ganz viel auf dem Sofa, die sind dann ganz viel da draußen in der Natur, dann fahren die Kajak, und das ist wie so eine Freundschaft auf eine Art, aber es ist eine Freundschaft mit Körperkontakt, mit Kuscheln, und dann fangen die auch irgendwann an zu knutschen. Das heißt, es entwickelt sich ganz langsam.
Und das Interessante ist, dass der Mund und die mütterliche Brust, die passen ja gut zusammen. Das ist ja so etwas Nährendes. Das ist noch gar nicht genital.
Aber in ihr wächst dann, und das ist das Tolle, wächst dann diese Liebe. Das ist also erstmal etwas, was gar nicht genital ist, was auch gar nicht laut ist. Sondern es ist viel mehr im Herzen.
Und das ganz Besondere ist, sie arbeitet ja mittlerweile als Künstlerin, jetzt vielleicht nicht ganz so erfolgreich, also ihr müsst sie nicht kennen, aber ihre Skulpturen, die am Anfang so mit großen Vaginas und großen Brüsten und riesen Mündern und so, und jetzt denkst du, wo hat sie die gleiche Erkenntnis? Eigentlich wollte ich damit wieder meinen Vater beeindrucken. Also die Männer beeindrucken, laut große Brüste, dicker Hinterbein, beeindrucken, ja? Und die fängt sich an zu verändern und kriegt quasi viel mehr religiöse Aspekte und es geht viel mehr um Herz. Das heißt, die Geschlechtsorgane wandern in ihren Skulpturen, das war ja ihr Projekt, zu sagen, ich will mich selbst reflektieren über das Gespräch mit der Kunst, mit mir selber, das wird alles rückläufiger.
Und es wird immer mehr das Herz. Und so mehr das stattfindet, so weniger kommt sie mit dem Künstler klar. So schräger erscheint er ihr.
Und das ist ja auch ihr großer Lehrer für die Kunst und der hat schon gar keinen Bock mehr. Also das ist für den so, der wird so, der sagt immer dann so, was ist los mit dir? Was ist los mit dir? Was ist los mit dir? Ja, sie fängt sich an wirklich zu verändern und das ist total spannend, dass wenn sie so für sich alleine ist, einfach merkt, dass es wie eine zweite Geburt ist, dass es entsteht wie ein zweites Ich. Aber dieses Ich und das ist das Besondere, das ist nicht mehr abhängig.
Das ist nicht mehr abhängig von der Zuneigung des Mannes oder des Vaters. Das ist nicht mehr abhängig von all diesen tollen äußeren Symbolen, von diesen schnellen Autos, sodass man da mit einem Bleistift rockt da irgendwie, das ist alles nicht mehr davon abhängig. Sondern dieses neue Ich, das ist gelassen.
Das ist gelöst. Und das ist auch etwas, was dieser neue Mann gibt, weil der weiß ja, dass es den Künstler gibt. Und der hat sich ja, er redet ja mit ihr über alles, die sind ja befreundet, und der hat sich auch wirklich in sie verliebt und hat ihr auch schon lange gesagt, ich will dich, ich find dich ganz toll.
Und sie hat ihm immer gesagt, ich dich halt nicht. Du sprichst gar nicht mein Mann-Typ. Aber das verändert sich.
Also da ist ganz viel Ruhe, ganz viel Gelassenheit. Das ist wie so ein spiritueller Zustand im Buddhismus. Ich mache ja seit, wisst ihr ja nicht, aber ich mache seit vielen Jahren buddhistische Meditation, ich glaube seit 30 oder so, also schon endlos lange.
Und da geht es immer darum, was man nicht ist. Abwesenheit von Anhaftung, Abwesenheit von Gier. Und sie erlebt quasi ein Ich, Abwesenheit von narzisstischen Suchtstrukturen.
Und da entsteht eine ganz andere Form von Liebe, die sie vorher gar nicht kannte. Die nicht so laut ist, nicht so abhängig, nicht so süchtig. Und dieses neue Ich, das erschafft sie.
Ich habe das große Glück, dass ich sie durch diesen Prozess begleiten kann. Unheimlich spannend. Jetzt ist sie genährt von der Liebe.
Sie wird richtig genährt von der Liebe. Und dann kriegt sie zwischendurch so Zusammenbrüche. Wir fangen dann an, stärker mit Meditationen zu arbeiten.
Also mit Herzmeditation. Dass sie wirklich lernt, diese Liebe in sich selbst zu erzeugen durch Meditation. Durch geführte Meditation.
Und das gelingt ihr dann auch. Und dieser neue Mann, der ist auch spirituell. Das hat er am Anfang gar nicht so groß rausgestellt.
Aber der sitzt jeden Tag eine halbe Stunde nach so einer Leerheitsmeditation, und dann fangen die an zu meditieren. Und da entsteht eine ganz, ganz neue Form. Falk, das Verrückte ist, das ist wie eine neue Form von Ich.
Das ist wie eine ganz neue Art, Mensch zu sein. Ich bin ein ganz anderer Mensch. Und deswegen erzähle ich euch auch diesen Prozess, weil es wird ja eine Menge auf uns zukommen.
Jetzt mit AI und diesen KI-Sachen. Unsere gesamte Welt wird sich ja komplett umstrukturieren. Und es kann Sinn machen, dass es wirklich Sinn macht, vollständige Transformationsprozesse zu durchlaufen.
Und deswegen habe ich mich auch entschieden, da habe ich ja eine ganze Reihe von diesen Fällen, diese Fälle stärker reinzunehmen hier. Also mehr weg von diesem üblichen, wir sind halt fremdgegangen, 60% meiner Kunden hatten lange Zeit fremdgehend. Sondern zu richtigen Transformationsprozessen.
Und da ist hier halt eine, oder der erste Fall, den ich euch hier mitteile, wo sie sagt, das ist wirklich wie ein neues Ich. Und da changiert sie noch eine Zeit zwischen. Und irgendwann trennt sie sich natürlich auch von diesem Künstler.
Im Guten gar kein Problem. Schenkt ihm auch noch, also macht doch noch mal so ein Geschenk. Und zwar schenkt sie ihm quasi eine ganz kleine Skulptur, so 30 cm, von der Frau, die sie immer für ihren Vater sein wollte.
Und hat sie noch so eine Skulptur, mit großen Brüsten und großen Hintern und riesen Lippen. Und tut ihn so rein. Und schenkt sie.
Und sagt, pass mal auf, das ist das, was ich immer für dich sein wollte. Packt sie dann in so ein Paket ein, das ist dann so türkisblau, mit so einer rosa Schleife. Aber ist auch wirklich wohl gemeint.
Das ist jetzt gar kein böser Abschied. Und der Künstler kann das auch gut nehmen. Und sagt, er kriegt einen Ehrenplatz bei mir.
Also Kunst ist ja so was, du nimmst etwas und stellst es quasi in einen weißen Raum rein, der toll ausgeleuchtet ist. Und damit wird es ja quasi panreligiös. Also Kunst ist ja wie so eine neue Form der Religion.
Und er stellt das dann so rein und es ist wie so eine Marineskulptur, aber halt sehr sexuell. Sehr narzisstisch. Und er sagt, aber das halte ich in Ehren.
Weil er, das ist mir auch total spannend, der Künstler, der versteht das, der versteht das intellektuell. Der sagt aber, ich kann und ich will dem nicht folgen. Ich will einfach meine Kunst machen.
Für mich ist das alles so in Ordnung. Aber ich verstehe, dass du einen anderen Weg gehst. Und dann geht sie halt wirklich ganz zu dem anderen Mann.
Bleibt aber auch sehr stark für sich unabhängig. Das geht dann irgendwie weiter. Die gucken dann noch nach einem Haus in Italien und so.
Oben in den Bergen und so. Aber das ist eine ganz andere Geschichte. Das ist gar nicht mehr wichtig sozusagen für uns hier.
Für uns ist wichtig, dass diese Frau sich tatsächlich komplett vollständig transformiert von einer großen Anwältin, nasta Anwältin vielleicht, aber schon in einer relativen Top-Liga über den Versuch eine neue Beziehung zu leben. Dann dazu, dass sie wirklich rausgeht und dann da oben in Italien ihr kleines Häuschen mit den Ziegen. Also nochmal ganz andere Form von Leben hat.
Man sagt, es ist so frei, das hätte sie sich nie träumen lassen. Sie hat ja immer noch den Wohlstand im Hintergrund. Aber im Prinzip verliert sie diese gesamte äußere Form und kehrt wirklich bei sich ein.
Man lässt dieses Beweisen müssen, dieses nach außen etwas darstellen, um Anerkennung zu bekommen. Ich hatte jetzt die ganze Zeit im Kopf, wo du das gesagt hast, wahrscheinlich kannst du damit gar nichts anfangen, aber es gibt ja einige Promis, unter anderem eine Kim Kardashian. Die kennst du wahrscheinlich gar nicht, oder? Doch, doch.
Der folge ich. Ich glaube, sie ist die Einzige, die ich folge auf Insta. Aber wo du das jetzt erzählt hast, ich habe sie die ganze Zeit ... Ich finde mich, dass sie gut aussieht.
Genau. Aber warum haben diese Leute, und vielleicht ist es auch mal ein Format, was wir überlegen könnten, ob wir mal Promis und deren Beziehungen analysieren, aber das ist ja auch eine, die immer wieder kein Glück in Beziehungen hat. Und da war jetzt ein Aha-Moment, wo du das meintest, weil sie ist ja auch eine, die jetzt sehr, also sehr sexualisiert ist.
Oh, krass. Runder, rundes Gesäß hat sie ja sogar noch operativ nachgeholfen und dicke Lippen. Also eigentlich immer alles perfekt.
Und zieht natürlich dann auch dementsprechend so eine Melle an. Also ich glaube auch, vielleicht hat sie auch ein Vaterproblem, keine Ahnung, aber es ist halt immer auch immer dieses sehr nach außen, dieses sehr Überperfekte. Und wahrscheinlich kommen die dann auch immer nur so zusammen über dieses Überperfekte.
Natürlich sind sie auch Promis und das ist ja sowieso mal Scheinwerferlicht. Aber dieses Innere, dass das bei ihr bestimmt auch gar nicht so ausgeprägt ist. Das finde ich nochmal vielleicht für unsere Zuschauer nochmal total wichtig.
Wenn ihr euren Partner anguckt oder auf eine neue Partnerin stößt, was ist denn eigentlich, was macht eine Frau oder einen Mann eigentlich attraktiv? Und wenn man solche therapeutische Arbeit macht, wie jetzt ich, oder sich mit solchen Sachen beschäftigt, ist zum Beispiel die Attraktivität, also für viele Männer ist erstmal, dass eine Frau gut aussieht oder sowas. Klar, ist schon schön, wenn jemand gut aussieht. Aber für mich persönlich ist das überhaupt nicht der Punkt.
Also nicht, dass es mich nicht interessiert, weil ich einfach Ästhet bin und ästhetische Sachen mag, aber mich interessiert viel mehr, also mich interessiert viel mehr, was kann ich mit ihr erleben? Wie fühlt sich das an? Wie ist es zu reisen? Wie gut sind die Gespräche? Wie schmeckt sie? Solche Sachen, kann die sich wirklich hingeben? Komme ich in so einen Bereich von irgendwie, dass sich das Ich auflöst bei der Sexualität? Und solche Fragen könntet ihr euch einfach mal stellen. Das finde ich auch total wichtig. Was macht einen Partner eigentlich attraktiv? Und da gibt es halt sehr äußere Sachen, weiter innen liegende Sachen, und dann gibt es halt auch wirklich sowas ganz spirituelles.
Bin ich bei dem aufgehoben? Bin ich bei dem sicher gebunden? Und diesen ganzen Weg, den durchläuft sie. Und das ist einen unglaublich spannenden. Und das ist auch der Grund, warum wir den Fall ausgesucht haben.
Und da finde ich auch noch mal was für euch zu Hause, und auch gerade für Frauen. Ich kenne ein paar Frauen, die auch immer sehr angesprochen sind von solchen sehr, ich sag mal, hübschen Männern. Also die wirklich so wie Models aus einem Magazin aussehen.
Und da würde ich mich auch immer mal hinterfragen, wenn ich immer nur von solchen Männern angesprochen, also mich selber angesprochen fühle, jetzt nicht, dass ich die anspreche, sondern, dass ich mich von diesen nur angezogen fühle, was steckt eigentlich dahinter? Weil wenn ich immer wieder merke, ich tendiere zu diesen Männern, aber es klappt nicht im Endeffekt. Ich verliebe mich halt immer wieder den gleichen. Was steckt dahinter? Dass man sich da auch noch mal reflektiert und sagt, okay, warum fühle ich mich eigentlich von dieser äußeren Fassade so sehr angesprochen? Und was hält mich eigentlich davon ab, auch mal mich zu einem anderen eben nicht so übermäßig attraktiven Mann hingezogen zu fühlen? Die ganzen Muster werden ja eigentlich hinterfragt.
Das ist ja eigentlich so ein bisschen die gesamte Essenz. Alles wird irgendwie hinterfragt, was ist eigentlich überhaupt Liebe, was ist Attraktivität und was brauchst du wirklich? Weil ich glaube, viele sind wirklich in dieser Rolle drin, in diesem Muster drin und denken sich, oh Mann, ich habe doch eigentlich viele und der sieht so gut aus und warum klappt das denn eigentlich nicht? Ja, genau deswegen. Spannend.
Ich würde mal interessieren, wenn ihr das vielleicht für euch erkennt oder in diesem Muster drin seid, gerne uns mal schreiben, gerne mal kommentieren, ob ihr da vielleicht für euch so einen Heurikamoment mitgenommen habt und ansonsten gerne teilen, liken, euren Freunden davon erzählen, eurer Familie davon erzählen, weil je mehr Leute diesen Podcast abonnieren, hören auf YouTube, anschauen, desto mehr Leute können wir erreichen und wie du schon meintest... Weil wir kriegen ja immer wieder die Mitteilung, wir haben den Podcast gehört und das hat uns so viel gebracht. Viele Leute erleben diesen Podcast tatsächlich wie eine Therapiesitzung, weil sie einfach die Sachen nachvollziehen können und teilweise auch schon selber umsetzen können. Uns ist die Zukunft, wie Falk auch vorhin so angesprochen hat, es ist die Zukunft.
Ich glaube auch, wir werden immer mehr weg von diesem Äußeren kommen, von diesem wir müssen irgendwie Geld generieren, um zu überleben. Das wird uns abgenommen werden und dafür ist es wichtig, dass wir uns weiterentwickeln und dass die zwischenmenschliche Beziehung ganz weit nach vorne treten wird. Wir machen eigentlich Zukunftsarbeit hier.
Ja, weil die KI kann uns zum Großteil einfach ersetzen. Intelligenter, schneller, besser, das dauert nur noch wenige Jahre. Aber was die KI nicht kann, das ist das Menschliche.
Die KI kann nicht lieben und deswegen wird das Lieben eins der zentralen Momente, dass das für uns überhaupt noch übrig bleibt. Und deswegen wird diese Arbeit auch immer, immer wichtiger. Schön, dass ihr hier seid.
Wir freuen uns auf einen neuen Fall nächste Woche und bis dahin bleibt gesund, alles Gute, ganz viel Liebe zu euch. Von mir auch, ganz viel Liebe. Tschüss.