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Das heißt, Sie sind wieder zu dritt. Er, sie und der Vater. Ja, und der Vater in einer ganz speziellen Form.
Und dann sagt, boah, es macht mich nicht glücklich. Wen wundert's? Also, ein Erfolg macht halt nicht glücklich. Sondern sagt, was will ich wirklich vom Leben? Warum man schon wieder einen hat, der das Geld für Unkräuter hat.
Warum man halt in etwas bleibt, obwohl es halt einfach überhaupt nicht gut tut. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Ein Fall für Falk. Mit Martin Stanif.
Und unserem Lieblings-Paar-Therapeuten Falk Björn Kuhfuss. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Und heute geht's weiter.
Und vergesst nicht zu abonnieren. Genau, vergesst nicht zu abonnieren, zu teilen, zu liken, zu kommentieren. Das ist saublöd, das machen wir nicht, oder? Wir reden, wir lesen wirklich alles.
Wir lesen wirklich alles. Wir lesen alles, ja. Wir finden das super spannend.
Oh, wir haben so tolle Kommentare wieder gekriegt. Ja, wenn ihr mit uns interagiert, wir finden das toll, auch immer gern. Wir sind auch immer offen für eure Themenvorschläge.
Gerne rein und wir schauen uns an und gucken, dass wir es aufarbeiten. Aber heute sind wir wieder bei der letzten Dame. Und das ist so spannend, weil heute geht's auch so ein bisschen darum, warum man sich immer wieder in den falschen Partner verliebt.
Und was das eigentlich mit dem Vater zu tun hat. Mit den Primärbindungen. Genau.
In der letzten Sequenz, die kommt wieder. Und in der letzten Sequenz war ja zu spät, wir haben es irgendwie nicht geschafft. Sie kommt jetzt wieder mit einer neuen Partnerschaft.
Hat ganz viel an sich selber geändert. Und hat aber das gleiche Bindungsmuster wieder. Und diesmal kommt sie präventiv, um halt das zu lösen.
Und ihr werdet sehen, wie stark das mit den Primärbindungen, in dem Fall bei ihr, mit dem Vater zu tun hat. Und wie wir dort eine Musterwiederholung haben, zwischen dem, was zwischen Vater und Tochter und Partner und Partnerin stattfindet. Und ihr werdet sehen, wir werden die Liebe dekodieren.
Wir werden dahinter schauen, wie Liebe eigentlich entsteht. Wie diese magische Blase, die ich ja auch total liebe, auf die ich ja total stehe. Wenn die ganze Welt sich verändert, was dahinter eigentlich psychotherapeutisch für eine Dynamik steht.
Und wie die zustande kommt. Also wenn es für euch richtig spannend werden soll, dann bleibt jetzt dran und geht mit uns durch dick und dünn. Dann müssen wir da ran.
Ein Fall für Falk. Genau. War das jetzt ein gutes Beispiel? Ja, das war super.
Haben wir geübt. Genau so muss es sein. Okay.
Und ihr könnt ja auch mal bei euch zu Hause schauen. Vielleicht verliebt ihr euch ja auch immer. Also guckt doch mal zu Hause, wenn ihr das Gefühl habt, ihr geht immer wieder Beziehungen ein.
Und irgendwie an einem Punkt geht es nicht weiter. Vielleicht ist bei euch ja dann auch eine Primärbindung. Die Primärbindung liegt bei allen vor.
Schwäche. So geht das ja los. Also jeder von uns wird ja erst mal gezeugt.
Bis auf die In-vitros jetzt seit neuestem. Da kann ich vielleicht noch nicht so viel sagen. Sondern auch keiner in die Praxis kommt und sagt, ich bin In-vitro.
Aber erst mal werden alle gezeugt. Dann wachsen alle im Bauch der Mutter heran. Und dann werden alle geboren.
Und alle haben eine Primärbindung zur Mutter. Und die meisten kriegen dann noch eine Sekundärbindung zum Vater. Das gilt erst mal für alle.
Und unser Nervensystem wird geprägt, also unser Nervensystem wird erst mal gebaut, bevor es geprägt wird. Alleine die Baustruktur, die kann man vergleichen, wie meinetwegen mit den Straßen in eurer Stadt. So wie die Straßen sind, können die Autos nur fahren.
Und die Fahrräder und die Fußgänger. Wenn die anders gebaut wären, könnten die auch anders laufen. Deswegen ist ja Architektur so wichtig, weil sie uns einen sozialen, öffentlichen Raum zur Verfügung stellt oder ihn halt wegnimmt.
Deswegen bin ich immer traurig, wenn Potsdam, ich bin ja Potsdam, wenn die wieder den Kindern irgendeine Freifläche wegnehmen. Weil dann die Kinder schon wieder mehr vom iPad sitzen müssen, weil sie schon wieder nicht weiter raus können. Oder wenn die Jugendclubs schließen.
Das ist eine Katastrophe für mich. Weil dann können die Kinder sich ja gar nicht sozial treffen. Die müssen ja schon wieder in ihrem Kinderzimmer sitzen und auf diese Dinger klicken.
Das heißt, das ist erst mal die Hardware. Das wird gebaut, und zwar wird das so gebaut, wie ihr in dem Mutterleib heranwachst. Die sind nicht einfach irgendwie so fest, sondern die werden gebaut.
Und wenn die einmal gebaut sind, dann sind die so. Wie die Straßen in eurer Stadt. Dann sind die erst mal so.
Dann stehen die Häuser, Zeilen. Und wenn ihr dann in einem Hochhaus lebt, dann lebt ihr halt in einem Hochhaus. Aus die Maus.
Wenn ihr halt in so einem Altbau lebt, lebt ihr halt in einem Altbau, wie bei uns. Oder habt ihr Schloss Sanssouci direkt um die Ecke. Und dann kommt noch die Software.
Und die Software ist, wie sicher bin ich gebunden? Und das ist ganz zentral. Wie sicher bin ich bei meiner Mutter? Und dieser Vorgang, der wird für diese Folge zentral. Aber jetzt lassen wir doch erst mal anfangen.
Genau. Jetzt kommt sie wieder. Aber alleine diesmal.
Sie kommt alleine. Sie ruft an. Das erste Mal kannst du dich noch erinnern.
Und ich brauche ziemlich lange, weil ich sehe ja bei WhatsApp, die meisten melden sich ja bei WhatsApp bei mir, sehe ich immer die Bildchen, und was ich da sehe, hier ist eine Frau mit langen, offenen Haaren irgendwie. Hat so wallige Röcke, so Ibiza-Stil. Aber sie erinnert mich daran und sagt, du, das letzte Mal, als ich da war, hatte ich noch eine sehr gut laufende Anwaltspraxis.
Aber, und das muss ich dir gleich dann erzählen, lass uns erst mal einen Termin machen, die kommt dann vorbei. Und die erste Sitzung erzählt sie mir erst mal, was sie gemacht hat. Sie hat nämlich quasi für sich, die ist ja so schön intelligent, und sie hat gesagt, pass auf, Falk, ich habe mir, das war für mich so eine Katastrophe, da hat es das letzte Mal nicht geklappt, das war so schlimm, dass ich grundlegend darüber nachgedacht habe, was ich in meinem Leben eigentlich falsch mache.
Und das ist ein ganz wichtiger Punkt, das machen mich auch ganz viele Paare bei mir, meistens aber zum Glück zusammen und nicht alleine, das Leben, was ich geführt habe, das hat mich irgendwie nicht an den Punkt gebracht, wo ich hinwollte. Weißt du, guck mal, ich bin als Anwältin super erfolgreich. Ich bin dann immer irgendwo hingeflogen, dann habe ich da irgendwie tolle Meetings gehabt, hab da international irgendwie Geld verhandelt, super schön, super nett, super toll.
Aber weißt du was, innen drin ging es mir doch total schlecht. Innen drin habe ich, und das hat sie mitgenommen, habe ich doch eigentlich eine ganz kranke Struktur gehabt. Ich habe toxische Beziehungen gelebt, und die habe ich ja schon immer gelebt gehabt.
Nur du hast mir geholfen, mir zu zeigen, dass ich das überhaupt tue. Das war mir ja gar nicht bewusst. Und deswegen habe ich dann gesagt, dieses Leben macht so keinen Sinn.
Und du hast ja vorhin schon gesagt, wenn man halt quasi gar nicht dieses wahre Ich lebt, dann kann man auch nicht den richtigen Partner anziehen. Genau, das hat sie so schön gesagt. Magst du es nochmal sagen? Das war nämlich eigentlich so toll, wie du es gesagt hast.
Na ja, also ich habe halt die Theorie, aber ich glaube, du kannst es bestätigen, dass wenn du nicht dein authentisches Ich lebst, dann ziehst du immer wieder die falschen Partner an, weil du bist ja nicht in deiner Mitte, du bist ja nicht in deiner Balance. Und du projizierst dann etwas nach außen, was du nicht bist, und dadurch wird dir ein anderer reingezogen, der eigentlich gar nicht das dir geben kann, was du brauchst, sondern eigentlich nur die Projektion. Genau diese Art von Gedanken hatte sie auch.
Und deswegen hat sie sich ja, glaube ich, auch beruflich umorientiert. Genau, so ist das ja auch. Wenn ich zum Beispiel jetzt eher eine äußere Schicht lebe, sozusagen so eine Fassade, dann kann ich ja auch nur aufgrund der Fassade jemanden treffen oder anziehen.
Genau. Wenn ich weiter nach innen gehe und sage, ich beschäftige mich mehr mit meiner Essenz, dann treffe ich natürlich Leute, die viel mehr zu meiner Essenz passen. Genau.
Und das ist ein Wandlungsprozess, den wirklich viele Paare bei mir haben oder den man auch so bei vielen Menschen sieht, dass sie quasi außen erst unglaublich erfolgreich waren und dann sagen, boah, das macht mich nicht glücklich. Wen wundert es? Also reiner Erfolg macht halt nicht glücklich, sondern sagt, was will ich wirklich vom Leben? Aber häufig, das muss man auch mal fairerweise sagen, ist es so, dass du erstmal diesen äußeren Erfolg brauchst und dann hast du sozusagen das abgefeiert, hast sozusagen die Schablone, die gesellschaftliche, ich bin erfolgreich, ich bin toll, hab ich alles erfüllt und das bleibt übrig? Unglück. Genau.
Und dann sagst du, okay, was soll ich mit Unglück? Und das ist vielleicht auch ein wirklich wichtiger Punkt. Jetzt gibt es ja immer die Frage, warum kommen immer so tolle Leute zu mir? An dem Punkt kommen ganz viele Paare zu mir. Die Paare haben häufig viel erreicht im Leben, aber erkennen, dass ihnen irgendwas ganz Zentrales fehlt.
Naja, sie haben eigentlich erreicht, was gesellschaftlich anerkannt ist. Richtig. Das ist ein bisschen so ein Gesellschaftsproblem bei uns, dass eben Kapitalismus und nach außen alles schön, wir Deutschen, das sagt man ja auch immer so, Mercedes vor der Tür, großes Haus, das ist ja so in Deutschland so ein bisschen unser... Ja, die stehen ja da auch wirklich rum.
Die stehen ja wirklich da rum, die Mercedes. Und das Haus gibt es ja auch. Das Currywurst an der Ecke, aber Hauptsache der fette BMW oder Mercedes vor der Tür.
Und ich finde auch in den letzten Jahren und auch durch Corona, es ist aber immer mehr, weil dieses Außen ja dann auch weggenommen wurde, gerade durch Corona, besinnen sich die Menschen wieder mehr dazu, was ist eigentlich bei mir innen drin los? Also diese äußere Fassade bröckelt jetzt immer mehr und ich denke, wird auch zukünftig immer mehr bröckeln. Und das ist ja das Schöne so an deiner Arbeit, dass du jetzt eben da rangehen kannst und dann denen auch nicht nur in der Beziehung helfen kannst, sondern auch so ein Stück weit wieder zu sich selber zu finden. Wer bin ich eigentlich und was will ich vom Leben? Und indem jeder selber das für sich herausfindet, kann man dann auch wieder in die Verbindung gehen und dann gemeinsam nochmal ein Upgrade erfahren.
Ja, das ist ganz, ganz wichtig. Da werden wir auch demnächst mehr zu machen müssen. Weil einfach sozusagen, das ist ja das, was sie tut.
Sie geht nach innen und sagt, pass auf, das, was ich gelebt habe, das macht mich nicht glücklich und ich brauche das für mein Ego nicht. Und das ist ja ein ganz wichtiger Punkt zu sagen, ich brauche das für mein Ego nicht. Ich will was anderes.
Ich will nämlich innen drin glücklich werden. Und sie macht das relativ smart. Das heißt sozusagen, sie kümmert sich darum, dass das Geld weiterläuft.
Das heißt sozusagen, holt sich Partner rein und tritt dann so sukzessive raus und trifft dann tatsächlich auf einen Künstler. Trifft dann tatsächlich auf einen Künstler. Ist das jetzt ihr neuer Partner dann? Genau.
Und deswegen kommt sie vorbei und sagt, pass auf, diesmal komme ich präventiv vorbei. Und ich liebe das, wenn Leute präventiv vorbeikommen. Das heißt sozusagen, sie weiß schon, was passieren wird.
Und sagt, diesmal möchte ich es allerdings besser machen. Und da kommen wir nachher quasi ganz interessant zum Vater. Und was hat der neue Partner, der auch wieder ganz toll ist? Das ist er jetzt.
Künstler, rasierte Glatze, Muskeln, lebt im Wald in so einem Bauwagen, macht so mit Motorsägen und so Skulpturen. Toller Typ, ist er wirklich. Also wirklich ein richtig toller Typ.
Macht auch geile Kunst, also wirklich cool. Und sie hat ihn kennengelernt, weil sie sich selber für Kunst interessiert hat. Ich möchte selber an meine eigene Weiblichkeit, an meine Verletzlichkeit rangehen und ich möchte mich ausdrücken.
Und so ist sie auf ihn gestoßen. Und dann haben die beiden sich warm ineinander verliebt. Und dann hat sie gedacht, oh, das erinnert mich an was.
Sie haben auch wieder unglaublich guten Sex. Das war jetzt meine nächste Frage gewesen. Ist er wieder so eine wohlsexuelle Anzüge? Unglaublich guten Sex.
Gut, dann hat sie ihr Muster ja schon mal erkannt. Ja, unglaublich guten Sex. Es strahlt wieder alles.
Ist nicht ganz so krass wie beim letzten Mal, aber es ist sehr, sehr vergleichbar. Also jetzt nicht von den Männertypen her. Also der hat natürlich irgendwie Bännernanzug, hat eher so einen alten, so einen Leinenanzug.
Der hat richtig gute Maßanzüge gehabt. Aber so von der Struktur ist es extrem ähnlich. Und das ist ja aufgefallen.
Das ist ja nicht doof. Und deswegen bin ich hier. Ich will das Ding diesmal nicht wieder in den Sand setzen.
Das ist unsere erste Sitzung. Sie erzählt mir eigentlich Ihre Geschichte. Aber haben Sie denn auch wieder die gleichen Probleme? Das heißt, wenn Sie aus der Verbindung rausgehen, dass wenn er zum Beispiel jetzt dann wieder Kaffee kochen geht und sie bleibt noch im Bett, gibt es dann wieder diese Streitigkeiten? Nein, so weit sind wir noch gar nicht.
Das ist mich ganz spannend. Ich komme jetzt zu einem Zeitpunkt, wo das alles noch nicht da ist. Also das Bild mit dem wundgescheuerten Turnschuh, die ist gerade erst reingeschlüpft in den Schuh.
Also es gibt eigentlich noch gar keine Probleme. Es gibt noch gar keine Probleme. Aber, und das ist das Clevere, und das ist auch für euch total wichtig, merkt euch das.
Wenn ihr quasi aus einer Beziehung rausgeht und die nächste fängt genauso an wie die alte Beziehung. Wow! Gleiche Muster. Aber woran merkt sie das jetzt an dieser extrem sexuellen Anziehung? Oder woran merkt sie das, die gleichen Muster da jetzt? Also für sie war ja, also jetzt muss ich kurz dich fragen, was waren letztes Mal die drei wichtigsten, YouTube, die drei wichtigsten Charakteristika ihrer Beziehung, die letzte, die sie gelebt hat? Das waren wir drei letzten, haben wir ja genannt.
Könnt ihr mitdenken, ja. Na, das erste war ja die extreme sexuelle Anziehung. Und das zweite war, dass eben die Primärbindung bei denen gestört hat? Nein, die Symbiose.
Ach so, die Symbiose. Dass sie sich quasi, wenn sie sich küssen, quasi in den kosmischen Raum reinkommen. Ach ja, dann sind sie in diese Spiritualität.
Oh, Ken Wilber, kosmische Orgasmen und so. Also diese Ken-Wilber-Literatur, da hast du ganz viel so drin. Diese Auflösung, das Ich ist weg, spirituell, Bliss.
Das ist das zweite. Und was war das dritte? Und dann sind sie immer wieder rausgefallen. Genau.
So, und was glaubst du? Und das ist jetzt bei denen genauso. Oder ansatzweise. Also was sie hat.
Und das ist das, woran sie es erkennt. Das sind ja die drei Charakteristiks. Das heißt sozusagen, sie ist quasi im Augenblick mit ihrem Partner im Himmel.
Ja. Aber sie ist nicht blöd, sie erkennt den Himmel wieder. Okay.
Den Himmel kenne ich doch. Das war doch letztes Mal der, wo ich dann irgendwie komplett abgeschmiert bin und sogar meinen Beruf geändert habe, weil ich das nicht mehr wollte. Das heißt, sie ist wieder total verliebt.
Tollster Mann der Welt irgendwie. Superschön im Wald und mit dem Motorsägen. Und oh, was für ein Typ.
Ja, so toll. Ja. Das merkt sie.
Nein, Moment. Vorsicht, Frau. Sei vorsichtig.
Ja, okay. Das kennen wir doch. Dann haben die wieder so eine wunderbare, schöne, spirituelle, tantrische Sexualität.
Ja, so. Okay. Aber sie ist ja nicht blöd.
Sie erkennt, ah, das hatten wir schon mal. Das hieß zwar letztes Mal noch nicht Tantra. Jetzt heißt das schon mehr so, aber meint ja das Gleiche.
Ja, und der Mann ist auch ganz stark mit so, das werden wir später auch hören, ganz stark mit so religiösen Bildern. Also er schafft immer so Marienskulpturen und so. Also das ist auch so sein Thema.
Und das Dritte ist, plötzlich kommt es ansatzweise erst zu so einer Art Leerheit, sozusagen zu so einer Fremdheit. Das taucht schon ganz, ganz bisschen auf, so ein bisschen. Und die drei Dinge kombiniert sie und sagt, Falk, deswegen bin ich gekommen.
Ich will das Gleiche nicht wieder kaputt machen. Okay. Und jetzt kommst du darauf, so, dass sie ein bisschen ihre Partner nach dem gleichen Muster auswählt.
So, was wir jetzt machen ist, also erstmal machen wir irgendwie eine kleine Chance an Termine. Ich glaube, wir machen fünf oder sechs Termine. Und sie kommt ja alleine.
Okay, kein Problem, können wir gerne machen. Alles super. Und das Erste, womit ich mich immer beschäftige, ist, ich frage jetzt quasi nach ihren Primärbindungen.
Also meine Idee ist, und die Idee der gesamten Bindungsliteratur ist nämlich die, dass du quasi Primärbindung von deinen Eltern geprägt bist, hatten wir ja schon alles, und dass du danach deine Partner aussuchst. Und wenn du quasi in der Primärbindung irgendeine Art von Störungen, Toxizität, Beziehungsabbrüche, unsicher gebunden, da gibt es mehrere Formen von, hast, dann spiegelt sich das eins zu eins in deinen aktuellen Beziehungen. Und das Spannende ist, und da will ich mit dir hin, das ist der Spannende, und wir müssen noch gucken, ob uns das gelingt, dass dieses Verliebtheitsgefühl, das kennt ja jeder, jeder kennt ja dieses, dann wird das Licht heller, die Haut ist ganz weich, der andere ist der Tollste, der Beste.
Die Hormone tanzen Tango. Ja, die Hormone tanzen Tango. Und dieses Ding wird, und da komme ich nachher mit dir hin, das ist quasi eine Erinnerung an Bekanntes.
Und zwar, an was erinnerst du dich? An das, was du als Kind erlebt hast. Und wenn das, was du erlebt hast, nicht so doll war, dann ist das auch nicht so doll. Aber das ändert überhaupt nichts an deinem Verliebtheitsgefühl.
Und das ist der Grund, warum man schon wieder mit einem Alkoholiker zusammen ist. Warum man schon wieder einen hatte, der das Geld veruntreut hat. Warum man halt in etwas bleibt, obwohl es halt einfach überhaupt nicht gut tut.
Und wenn man es beendet, ruckzuck den Nächsten an der Backe hat. Und sie kommt an und sagt, ich trau mich schon gar nicht mehr. Ich hab große Skepsis gegen die Geschichte.
Glaub ich, ja. Genau, und das ist der eigentliche Punkt. Und da sag ich, herzlichen Glückwunsch, schön, dass du Skepsis hast.
Die hab ich auch. Und was ich dann immer frage, wie war es denn bei dir zu Hause? Ich mach immer den Abgleich. Ich mach immer Partner, Vater.
Partner, Mutter. Also bei dir jetzt, du machst aber schon Vater und Mutter. Oder gehst du, weil sie ja ein Partner, also sie ist ja eine Frau und verliebt sich ja in einen Mann, kombinierst du dann und sagst, es muss eher Vaterfigur sein oder könnte es auch Mutter sein? Es kann beides sein.
Ich such die Ähnlichkeit in der Struktur. Ich such die Ähnlichkeit in dem Muster. Und bei ihr ist es halt so, dieser Mann ist in dem Sinne, wie sagt man, sehr toll, auf gut Deutsch sehr narzisstisch.
Also der stellt nach außen was dar. Also wie der Alte auch. Ist bekannt und da sind immer Leute, die dann über ihn schreiben und so.
Und muss immer irgendwo hin und sie bleibt dann, sie hat sich ja viel mehr auf Beziehung eingelassen, sie bleibt dann häufig so ein bisschen zurück. Also jetzt haben wir ja so eine Zeitspanne, wo ich sie begleite. Und dann frage ich sie, wie war es denn bei deinem Vater? Und der Vater war auch, stand auch im Rampenlicht, war auch jemand ganz Besonderes.
Da ging es halt quasi mehr um Geld und Reputation. Aber sie war auch als Kind immer so, dass sie immer so ein bisschen hinterher ist. Immer so, wo ist Papa? Und da haben wir die erste Ähnlichkeit.
Oder sie haben eine zweite Ähnlichkeit. Zum Beispiel, wenn irgendwas schief läuft, dann hat sie gesagt, bei uns zu Hause gab es das Prinzip der Ablasszahlung. Sehr lustig, ist auch so eine schöne Legende.
Er hat das eigentlich alles sehr genau so analysiert. Da gab es das Prinzip der Ablasszahlung, wenn du was falsch gemacht hast, dann musstest du irgendwas return invest tun und dann war wieder gut. Und das ist bei dem neuen Mann genauso.
Das heißt, wenn er da irgendwas verdödelt oder so, dann macht er ein tolles Abendessen für sie. Also es gibt immer dieses sozusagen und da, an dem Punkt gehen wir immer weiter und vergleichen immer die aktuelle Beziehung mit dem, was primär war. Und da finden wir einfach strukturell unglaubliche Ähnlichkeiten.
Also strukturell, der Mann sieht natürlich anders aus, der hat eine andere Stimme, der kommt aus einer anderen Region, der hat einen anderen Beruf. Also das ist alles anders. Das ist wie so eine Shakespeare-Aufführung, verstehst du? Shakespeare ist ja auch immer das gleiche Drama.
Der eine packt dann irgendwie neudeutsche Bühnen in null Quadrate, der nächste macht es barock sozusagen, der nächste lässt es dann halt irgendwie in Italien spielen, der andere macht es mit E-Gitarre. Es ist vollkommen egal, aber es ist immer der gleiche Stoff. Und das meine ich mit strukturell.
Und das ist für euch wichtig. Also es geht um die strukturellen Sachen. Eine ähnliche Struktur, weil die ist ja in unserem Nervensystem geprägt.
Und da findet sie, dass es halt eine sehr, sehr starke strukturelle Ähnlichkeit zwischen dem Vater und dem neuen Partner gibt. Das ist ja bestimmt ein Aha-Moment für sie jetzt erstmal, dass sie sich so... Also ich stelle mich das jetzt komisch vor, wenn ich mir überlege, für sie ist es bestimmt jetzt, ich verliebe mich eigentlich unterbewusst immer wieder in meinen Vater, oder? Das ist der Punkt, der stattfindet. Das ist sozusagen, also jetzt hast du genau, das ist der zentrale Punkt jetzt für diese Folge.
Das ist wirklich der absolute zentrale Punkt. Und das ist auch die Frage bei euch. Die könnt ihr euch auch ein Stück weit wirklich selbst beantworten.
Wie sind meine Primärbindungen, was ist bei meinen Eltern? Manchmal frage ich so Leute und sage, Nö, meine Partnerin, die sieht ganz anders aus als meine Mutter. Oder meine Mutter war nur Hausfrau. Das meine ich aber nicht mit Struktur.
Dann habt ihr es nicht verstanden. Also dann habt ihr es nicht verstanden. Sondern es geht wirklich darum, zum Beispiel... Manchmal kann es auch sein, dass es andere Details sind.
Manchmal ist es auch ein bestimmter Teil der Stirn oder so. Aber es gibt bestimmte Sachen, die einfach ähnlich sind. Oder eine bestimmte Art der Stimmlage.
Oder eine bestimmte Art von Kontaktabbruch, sozusagen. Und bei ihr, sie erkennt halt im Prinzip, dass sie eigentlich ein ganzes Stück weit eine Beziehung zu ihrem Vater führt. Und das ist spannend.
Das heißt, sie sind wieder zu dritt. Er, sie und der Vater. Ja, und der Vater in einer ganz speziellen Form.
Weil das ist sozusagen... Dafür muss man Folgendes wissen. Das heißt, unsere Psyche ist, wenn wir jung sind, heranwachsen wie Knetgummi. Das heißt, unsere Eltern sind wie so zwei Förmchen, die sich quasi in uns einprägen.
Als Schablonen, als Vorlage für Beziehungen. Das nennt man erst mal Intrujekt. Also etwas, was in uns reinkommt, was in uns reingedrückt wird.
Und in der Bindungstheorie nennt man das Imago. Vollkommen schräger Name. Ich finde es auch.
Das heißt, sie hat ein Bild von ihrem Vater im Kopf. Und nach diesem Vorbild verliebt sie sich. Das ist die Schablone.
Dieses Imago. Ich finde den Namen absolut deppert. Na gut, aber es kommt halt vom Bild.
Image. Genau. Und das ist die Vorlage.
Und dadurch hast du im Prinzip, würde ich immer sagen, ich nenne das immer so wie, man ist zu dritt. Man hat also nicht nur den anderen, sondern man hat auch seine Vorstellung vom anderen. Und wenn man die Vorstellung nicht hätte, hätte man den vielleicht gar nicht.
Das ist wie die Vorlage. Und das ist das Verrückte. Und es kommt dann bei den beiden zu einer Situation, da ist sie draußen bei ihnen im Wald.
Der lebt an so einer alten Bunkeranlage. Da hat er seinen Wagen stehen. Und die beiden sind zusammen unterwegs und machen zusammen so ein Ritual.
Und bei dem Ritual fällt das wieder so auseinander. Sie verliert so komplett den Kontakt zu ihm und sieht ihn dann zwar so, als er ist da, aber dieses Imago fehlt irgendwie. Sie sieht einfach nur noch den Mann und es fehlt die Vorstellung von dem Vater.
Und in dem Augenblick ist das für sie so total verwirrend und denkt, was mache ich mit dem hier eigentlich? Das ist nur so eine Sequenz. Aber sie denkt, das ist ja ein komplett fremder Mann. Dadurch, dass ich immer mit ihr arbeite, was ist dein Vater, was ist dein Partner, fängt sie an, diesen Unterschied immer schärfer zu sehen und in dem Augenblick fällt der weg.
Und sie sieht nur noch diesen Mann und denkt, der ist irgendwie total... Sie sagt das dann auch so, Falk, ganz ehrlich, ich dachte, das ist einfach ein Narzisst. So wie ihr Vater wahrscheinlich war. Und in dem Augenblick kennt sie ihn.
Da sieht sie ihn richtig so, guckt ihn an und denkt, das ist einfach ein Typ, der findet sich selber total cool. Der kommt eigentlich an seine eigenen Gefühle nicht ran. Der will auch nicht wirklich in Beziehung sein.
Will er schon irgendwo, aber er muss dann immer raus. Dann lässt er mich immer stehen, genauso wie mein Vater. Und ich kann ihm hinterherlaufen und versuchen, ganz toll zu sein.
Und in dem Augenblick erkennt sie quasi ihre ganze Leifstift-Rock-Karriere, die sie früher hatte. Und sagt, deswegen, deswegen diese große Kanzlei. Ist ja auch schöne, aber sagt, deswegen, deswegen jetzt auch wieder die Ibiza-Kleider und Künstlerin.
Und die macht dann so Skulpturen mit großen Vaginas und großen Brüsten. Warum? Um ihn zu beeindrucken. Und in dem Augenblick merkt sie, Wahnsinn, eigentlich renne ich die ganze Zeit meinem Vater hinterher.
Und der ist genauso wie mein Vater. Und ich habe da keine Lust mehr drauf. Ich will das nicht mehr.
Kann ich verstehen. Dazu habe ich zwei Fragen. A, wenn man eine stabile Bindung, also wenn die Primärbindung zum Vater nicht gestört ist, würde man dann trotzdem immer das Bild auf seinen Partner projizieren von seinem Vater? Zum Großteil schon, aber das wäre kein Problem, das wäre super.
Okay, dann wäre es super. Das heißt, der zentrale Punkt ist, jetzt Entschuldigung, das will ich noch mal ganz kurz sagen. Das zentrale Geheimnis, und das müsstet ihr überprüfen, also nehmt das nicht als so ist es, sondern nehmt es als Hypothese.
Ihr verliebt euch in das gewohnte Bild dessen, was ihr kennt. Und wenn ihr etwas kennt, was nicht gut ist, verliebt ihr euch in nichts Gutes. Und das Verrückte ist, dieses magische Gefühl, das ist sie.
Und das kann man gar nicht genug betonen. Dieses, das ist sie, das ist der Tollste. Das ist eure Gewohnheit.
Ihr verliebt euch in eure Gewohnheit. Und das ist das, was sie in dem Augenblick, wo sie da mit ihm sitzt, in diesem Ritual erkennt und sagt, ich verliebe mich eigentlich in Imago, in die Schablone meines Vaters. Und mein Vater, entschuldige, dass ich das so klar sage, ist einfach ein hoffnungsloser Narzisst.
Und meine Mutter hat bis heute total vergräbt, diese Falten. Und die zahlt mein Vater auch heim, indem er immer so böse ist und so gemeine Sachen sagt. Sie zahlt einen Preis dafür, er zahlt einen Preis dafür.
Und ich habe das nicht alles gemacht, um diesen Preis weiterzuzahlen. Und so sitzt sie dann vor mir in der Praxis und sagt, das geht so nicht weiter. Aber bevor ich handel, wollte ich erst mal mit dir reden.
Ich wollte erst mal mit dir das auswerten, damit ich jetzt nicht einfach irgendwas tue. Aber das habe ich letztes Wochenende erlebt. Sie hat dann angerufen und hat gesagt, Nottermin, komm schnell vorbei.
Ich habe natürlich sofort versucht, irgendwas freizukriegen. Dann habe ich gesagt, komm vorbei. Und dann berichtet sie mir das.
Aber sie musste jetzt erst mal aufarbeiten, dieses Vaterthema, um dann einen richtigen Partner in ihr Leben einzuladen. Jetzt sind wir erst mal bei dem Punkt, dass sie das erkannt hat. Nee, hatte mich jetzt nur interessiert.
Also du kannst nur dann den richtigen Partner ein... Das ist deine zweite Frage, du wolltest zwei Fragen. Genau, das war die zweite Frage. Auf die habe ich gewartet, auf deine zweite Frage.
Wann kommt sie denn? Ich wollte dich erst mal ausreden lassen. Danke. Sprich, um dieses Muster zu unterbrechen, dass sie sich immer wieder in den gleichen Verliebten, in den gleichen Falschen verliebt.
Ja genau, in die gleiche Struktur, in den gleichen Falschen. Muss sie doch eigentlich jetzt im nächsten Schritt in die Primärbindung gehen, das Aufarbeiten mit ihrem Vater? Ja genau, das wäre die Frage, wie arbeitet man das auf? Und dann sind wir eigentlich schon beim dritten Teil des Falles. Ja genau, also nächste Woche.
Wie können wir das ganze Ding verändern? Wir haben ja beim ersten Mal einfach nur gesehen, das klappt nicht. Das war ja die erste Episode. Zweite ist, das gleiche in grün und sie sagt, ich will da raus.
Also super stark, super toll, super klasse. Also gibt es ja wenige Leute. Viele bleiben ja dann auch drin und sagen, muss da jetzt so... Weil sie es nicht erkennen, ne? Nee, und auch weil sie zu faul sind.
Oder keine Lust auf den Stress haben und das nicht aufgeben wollen. Und die Kinder und du, du, du, du, tausend Gründe, warum man sich nicht entwickeln kann. Sie ist ja ganz anders, sie sagt, ich will.
Ich will wirklich da raus. Und sie sagt, nein, das möchte ich nicht. Also sie ist ja wirklich auch radikal, sie will umsetzen.
Und jetzt kommt genau der dritte Teil, wo man sagt, wie kommt sie denn aus der ewig gleichen Vorlage, der ewig gleichen Schablone? Und wir wissen, die sitzt tief im Unterbewusstsein. Und wir wissen, die ist geprägt von 0 bis 3, vorsprachlich. Da kannst du nicht einfach hingehen und sagen, ja Mom, ist die Glaubenssatzarbeit.
Mädchen, stell dir doch mal was anderes vor. Das kannst du vergessen. Das muss tiefer, ne? Das sitzt richtig schön tief.
Das sitzt richtig unten auf dem Bootsektor. Auf der Primärfestplatte sitzt das drauf. Und deswegen kommst du da auch so schwer dran.
Und deswegen taucht das in so vielen Therapien überhaupt nicht auf. Weil dafür musst du erst mal in der Lage sein, auf dieser Ebene vernünftig arbeiten zu können. Und wenn du das nicht kannst, dann tust du so, als wäre das Problem auf höheren Ebenen.
Oder hast zum Glück noch nie davon gehört. Und das ist auch sozusagen der Punkt, warum in den Büchern, und das ist total irre. Ich habe da hinten im Regal einen ganzen Haufen, solche dicken Bälzer stehen, von Professor für Narzissmus.
Also Fachmann, ja? Der macht ein ganzes Leben lang nichts weiter als Narzissmusforschung. Und weißt du, was der schreibt? Und was seine Kollegen auch alle schreiben? Die schreiben immer, unheilbar. Warum unheilbar? Weil die nicht auf diese Ebene kommen.
Ist ja wie in der Medizin, ist ja genau das Gleiche. Ist unheilbar. Weil das ist ja genau diese Struktur.
Du hast halt im Prinzip sozusagen, also eigentlich könnte man sagen, sie wäre ja auch sowas wie ein Narzisst, der aufwacht. Der sagt, pass auf, ich habe da eine kranke Struktur, ich bin toxisch, ich will da raus. Oh Gott, jetzt habe ich es schon wieder.
Die hat ja schon zwei, drei Jahre wieder zurück. Die ist ja Jahre damit beschäftigt, da rauszukommen. Und in der Literatur heißt es immer, es ist nicht heilbar.
Warum? Weil halt die Leute nicht tief genug runterkommen. Weil das halt alles so Kopfrocker sind und alles im Kopf wälzen. Und nicht wissen, dass man das unten machen muss.
Und deswegen ist es auch so spannend, wie löst man das auf? Ja, das finde ich sehr spannend. Aber das erfahrt ihr dann in der nächsten Folge. Deswegen unbedingt dranbleiben, abonnieren, damit ihr die Folge auch nicht verpasst.
Teilen, wie immer. Gerne Kommentare da lassen und vor allem auch mal bei euch zu Hause schauen. Wenn ihr immer wieder den gleichen Partner habt, kann das vielleicht an eurer Primärbindung zu eurer Mama, zu eurem Papa liegen.
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