Die setzen sich so rein, das ist so, als würden sie in so ein Club kommen. In so ein Swingerclub. Also sie spricht quasi von, wie so eine Urliebe, die sie mit ihnen hätten. So eine Liebe habe ich noch nie erlebt. Deswegen kommen die Frauen, das ist für die natürlich total schlimm, für die sind sie total aufgeregt.
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von "Ein Fall für Fall" mit Madeleine Stanif, unserer Supermoderatorin und unserem Lieblingstherapeut Falk Björn Kufus. Und heute zerstören wir die Magie der Liebe. Nicht die ganze, aber ein Teil davon. Ja, weil wir verlieben uns glaube ich auch immer an die Leute, die uns eigentlich nicht guttun. Darum geht es heute.
Wenn ihr zu denen gehört, die sich unglaublich gerne in Menschen verlieben, die euch am Ende nicht guttun, dann ist das genau eure Folge. Es wird nämlich darum gehen, um frühkindliche Bindungsmuster in was wir uns überhaupt verlieben. In die Mama, in den Papa, in euren Partner.
Und was, wenn diese Bindungen primär toxisch sind und sich in eurer Beziehung widerspiegeln. Wer dazu was erfahren will, der muss jetzt mit uns durch unseren Paar durch den Fall durch. Den Fall für Falk für euch, das wird richtig spannend heute. Ja, du hast mir schon im Vorfeld einiges erzählt.
Also echt krass, ihr könnt euch auf wirklich eine Achterbahnfahrt bereit machen. Ja, die kommen rein. Das erste, was auffällt, ist diese unglaublich intensive Atmosphäre. Das ist so eine, du hast ja als Therapeut am Anfang immer so, wie du Menschen wahrnimmst. Und es gibt ja eine Möglichkeit, irgendwie so zu spüren.
Und ich benutze ja viele Kanäle und das erste, was auffällt, ist so eine richtig sexualisierte, waschau, ich hab richtig so einen Frosch im Hals. Na dann, trinkt mir erst mal was. Wir haben ja auch unseren Kaffee doch gar nicht getrunken. Das muss sein. Aber das hast du dann manchmal auch.
Wenn die dann kommen und dann, also das andere, was auffällt, ist das Optische. Springen wir erst mal kurz zum Optischen. Also sie, Bleistiftrock, so eine helle Bluse irgendwie, sehr sexy, also wirklich sehr sexy. Ja. Und für mich als Therapeut ist das sehr wichtig, auf der einen Seite wahrzunehmen und auf der anderen Seite muss ich ja so eine Giftseineutralität haben, ja, aber es ist wirklich so, das ist, der ganze Raum ist so erotisiert, er aber auch.
Also er hat irgendwie auch so ein enges T-Shirt und ist irgendwie, also so ein enges schwarzes T-Shirt, aber im Gegensatz zu mir hat er richtig krass Muskeln, ja, und hilft dir dann auch so aus dem Mantel und wie die dann so reinkommen, wir haben ja dann diese Sätze, die setzten sich so rein, das ist so, als würden die in so ein Club kommen.
In so ein Swinger-Club. Nein! Och, mein Leben, haben wir auch Paare, aber die Leute. Naja, wenn das so eine sexuelle Spannung ist, also ich hab, so wie du es erzählst, hab ich das Gefühl, die würden gleich übereinander herfallen hier vor dir.
Ja, okay, dann hab ich, gut, dass du es sagst, da fehlt also noch was, da ist eine ganz starke gesellschaftliche Schicht drüber. Also das ist nicht so Swinger, das ist auch nicht so Niveau-los, sondern das ist so ganz edel. Also es ist eher, als würden die in so einen ganz edlen Club gehen.
Also nicht in einen Swinger-Club, sondern eher wie so ein sehr gehobenen Techno-Club, wie so ein Dubai-Techno-Club, sowas muss ich dir ja vorstellen. Der Typ ist auch viel in Dubai, der macht irgendwelche komischen Geschäfte mit Dubai und sie ist halt Anwältin. Naja, dann passt das ja wahrscheinlich. Ja, also das ist wirklich so extrem hochkarätig.
Die kommen hierher und sie ist Anwältin? Aber das ist gut, dass du das nochmal gebracht hast, also das heißt sozusagen, die Szene ist am Anfang, wie er ihr aus dem Mantel hilft und das ist wirklich, das ist so aufgeladen. Also aufgeladen, indem das sie... Erotisch, sexuell aufgeladen.
Also das ist wirklich sehr, sehr stark irgendwie, das ganze Ding irgendwie. Aber in der Hinsicht, dass du das Gefühl hast, die haben eine ganz dolle körperliche Anziehung oder inwieweit kann ich mir das vorstellen? Na, die haben so eine hohe Spannung, wie stellt man sich das vor?
Ich meine, wenn man es gut kennt, ist es glaube ich leicht vorzustellen, wenn man es nicht kennt, ist es glaube ich fast schwierig, das ist fast so, das ist so, das ist eine Atmosphäre, die ist fast zum Greifen, das ist so eine starke, erotische Präsenz.
Du hast das manchmal glaube ich bei so Videos, da gibt es so Videos, da laufen dann irgendwie Frauen in ganz engen Röcken, aber das ist auch schon wieder so verwerflich, aber stell dir das edler vor, so wie Angelina Jolie, so was hier, stell dir so was vor, also sozusagen so, weißt du, du kriegst so ein Gefühl von Präsenz, aber auch gleichzeitig in einer Form, wo du quasi nicht so hinstarrst oder so, sondern so Respekt davor hast und in dieser Form kommen die beiden rein, ist das jetzt irgendwie klar geworden?
Ja, wo du Angelina Jolie gebracht hast, hat dich das darauf... Ah, ok, genau, ja, das war vielleicht der springende Punkt, ne? Ja, genau, und so kommen die rein. Ja, so kommen die rein. Und was ist jetzt deren Problem, also Sex scheint ja nicht zu sein.
Nein, genau, also es ist sozusagen, sie berichten mir davon, dass sie eigentlich mal, seit sie sich kennen, seit drei Jahren, eigentlich jede Nacht die Nacht ihres Lebens haben. Also sie sind eigentlich permanent in dieser totalen Verliebtheit drin und du merkst auch, es gibt in der Therapie den Begriff der Idealisierung, Therapeuten bügen Idealisierung, kenn ich so gerne.
Das heißt, es gibt nur so die Möglichkeit, den anderen wirklich zu sehen oder den quasi so ein bisschen auf so Marienpotest zu stellen und das erste, was mir so in meinem Kopf erscheint, ich denke, oh, da ist eine starke Idealisierung am Laufen. Also viel, also man kann in einer Paarbeziehung eigentlich sagen, es gibt so was wie drei, man ist eigentlich meistens zu dritt, ja, man ist selber die Partnerin und dann gibt's immer eine Idealisierung, entweder im positiven oder im negativen, also im negativen, das ist so eine negative Unterstellung, die will mir eh nichts Gutes, die macht mich sowieso nur runter, gleich hab ich wieder einen Fehler gemacht, das wäre so eine Negativ-Idealisierung, das heißt, ich unterstelle dir permanent irgendwas Blödes.
Am Anfang einer Beziehung hast du häufig eine ganz starke Positiv-Idealisierung, die dann irgendwann bröckelt und dann denkt man so, hey, woran hab ich mich eigentlich verliebt, das heißt, die Idealisierung spielt eine ganz, ganz wichtige Rolle auch für diesen Fall und das fällt auf. Okay.
Also wir sind so die beiden sozusagen zu dritt eigentlich unterwegs, also er ist ein ganz toller und sie ist eine ganz tolle und deren Problem ist, dass das zwischendrin quasi wie zusammenbricht. Weil sie am Anfang was aufeinander projiziert haben, ist doch so ähnlich wie in unserem letzten Fall, wo er ja auch was auf sie projiziert hat, was eigentlich dann gar nicht da war.
Ich hab gerade überhaupt keine Erinnerung an den letzten Fall, tut mir leid, das ist für mich total schwierig, das liegt an meinem Arbeitsstil, wenn ich mit einem Paar arbeite, bin ich so drin, ich vergesse alles andere, also manchmal ist es wirklich so, ich geh morgens in die Praxis, wenn es im Winter dunkel ist und abends ist es dann wieder dunkel und ich weiß dann irgendwie auch gar nicht mehr genau, mit wem ich überhaupt gearbeitet hab, weil ich bin dann so im Augenblick und so mit denen, dass ich alles andere wie ausblende.
Wahnsinn. Es ist wirklich der Wahnsinn. Du legst morgens auf, machst deinen Yoga, gehst in den dunklen Raum, weil draussen noch alles dunkel ist und dann bist du fertig, ist schon wieder alles dunkel, machst noch eine Meditation, isst eine Suppe und gehst wieder schlafen. Verrückte Tage. Und zwischendurch hast du dann nur Tür geht auf, Paar kommt rein.
Aber ist ja gut, weil dann fokussierst du dich auch wirklich auf das Paar, was eben da ist. Ich bin komplett da. Ich bin komplett im Augenblick und dadurch kann ich dann auch so viel wahrnehmen, weil es ist geexistiert, für mich dann auch nichts anderes mehr, nur noch dieses Paar. Ja, sehr gut.
Und ich weiß noch nicht, was vorher oder was nachher war, das weiß ich nicht. Dann ist das auch nicht so dramatisch, weil ihr wisst es ja, ihr habt ja hoffentlich die vorherige Folge gehört. Also die sind jetzt zu dritt, um das nochmal zusammenzufassen, eher sie und dann diese Idealisierung. Genau.
Jetzt würde mich interessieren, was genau ist diese Idealisierung, also ist die auf beiden Seiten? Das weiß ich nicht genau. Ich nehme die erstmal nur wahr. Ich bin noch im Wahrnehmungsteil. Also jetzt sozusagen höre ich mir deren Probleme an. Jetzt kommt das Problem. Das Problem ist, dass sie irgendwie ganz toll sind. Guten Sex haben.
Ja, guten Sex haben, ist alles ganz toll, ist alles sehr, sehr high level. Jetzt kommen wir doch in die Kommentare, ich habe nur so high level Leute, also bei denen ist das jetzt so. Haben wir letztes Mal auch schon was dazu gesagt. Hatten wir letztes Mal schon was dazu gesagt und jetzt ist aber Folgendes, dass das zwischendurch komplett zusammenbricht und zwar haben die folgende Szene, es gibt viele von, ja, und die Szene ist so, die beiden liegen noch im Bett morgens und sie will noch kuscheln bevor es dann losgeht, wieder den üblichen Wann am Tage zu machen und er steht auf, will Kaffee machen und checkt daneben schon mal seine, sein, sein, sein Data, also was halt alles am Tag so anlegt, was seine ganzen Termine sind und so weiter und sie möchte, dass er zurückkommt ins Bett.
Das tut er aber nicht, weil er da so beschäftigt ist mit seinen Data und dann, das ist das Verrückte, bricht auf einmal quasi wie so eine Katastrophe aus, wie aus dem Nichts, das heißt sie sagt, komm doch noch mal ins Bett, kuscheln und das wird dann auch unklar, was da genau ist, also irgendwie kriegen sie sich dann unglaublich in die Haare, also er will dann, er fühlt sich dann unter Druck gesetzt, also das funktioniert dann irgendwie nicht richtig, dann wird diskutiert und sie wollte doch nur kuscheln, dann ist sie ganz verletzt und so und dann zieht sich das quasi aber nicht, das ist dann nicht in einer halben Stunde wieder gut, sondern die starten dann ihren Tag und dann geht das weiter, es gibt einen Tag, es gibt zwei Tage, es gibt drei und dann kommt es immer wieder und ich gehe dann halt hin und mal mit denen so einen Zyklus auf, so einen Zyklus, den sie immer wieder durchlaufen, das haben extrem viele Paare, gerade wenn du so toxische Elemente hast, hast du ganz häufig, wie so ein Zyklus, den du immer wieder durchläufst.
Immer die gleichen Muster, die du hast. Immer die gleichen Muster, immer die gleichen Muster, das wäre jetzt zum Beispiel für euch auch total spannend, wenn ihr sowas von eurer Beziehung gehabt, schaut doch einfach mal, welche Stationen habt ihr, weil das sind eigentlich immer die gleichen Stationen, die ihr Paare teilweise schon am Telefon angeben, sagen ja, pass mal auf, Falk, irgendwie, das ist immer das, das, das, das, das.
Und bei denen ist es dann ganz oft, sie möchte noch was und er entzieht sich der Situation und kommt nicht zurück oder was? Hier zum Beispiel. Geht aber auch genau umgekehrt, es ist immer so, dass sie quasi, wenn die zusammen sind, sind die so wie verschmolzen, ja, also das nennt sich symbiotisch, also das heißt so dann, wenn man zwei Kreise hat, jedes ein Kreis, ich und du, wenn man dieses ich und du und wir lehre und dann schiebt man das ich und das du übereinander und am Ende hat man sozusagen wie zwei fast aufeinander liegende Kreise, das wäre eine symbiotische Beziehung, das entspricht eigentlich quasi der Mutter Kind Beziehung, also wenn das Kind im Mutterbauch wächst, das ist auch für den Fall später sehr wichtig, eine wichtige Information, wenn das Kind im Mutterbauch wächst, ist es ja noch Teil der Mutter.
Richtig. Und dann kommt es also Stück für Stück raus, das dauert bei uns Menschen ja recht lange, ja, so ein Jahr, zwei Jahre, drei Jahre, dann fängt es ja an, sich sozusagen autonom zu bewegen, ja, und dann kommt irgendwann zu den Großeltern und so weiter und irgendwann ist es dann komplett abgekapselt. Ja.
Aber bei uns mit 15 so geht das. Mein Zweijähriger sagt immer noch, wie heißt du Mama, also die denken ja auch immer noch, die sind ja, im Ersten Jahr denken die auch, die sind ja noch die Mama, die sind ja eins damit. Und das Spannende ist, dass in dieser Symbiose quasi wieder in die Auflösung kommen, das ist auch jetzt sozusagen für viele Paare, auch für dieses Paar, da reden wir auch darüber, die erleben in ihrer Sexualität, die sind relativ offen, und die sind auch sehr intelligent, die sind sehr reflektiert, also die haben sehr, wir kommen auch sofort ins Gespräch, macht auch sau Spaß, also es ist ein richtig lustiger Talk, also es könnte auch so sein, weißt du, du kommst ja in irgendein Hotel und setzt dich vom Kamin und so weiter und dann merkst du, oh nett, und diese Symbiose, da können die richtig gut darüber reden, das erleben die in ihrer Sexualität, das heißt die verschmelzen total und der Mann sagt immer, das Tollste ist, wenn ich sie küsse, dann habe ich keinen Ich mehr.
Also das heißt, er hat natürlich mega Ego, der Typ, ja klar, aber ist ja auch okay, also darf er ja haben, ich habe ja gar kein Problem mit ihm, aber wenn er dann quasi die Lippen berührt, sagt er, wenn ich die Lippen berühre, dann bin ich wie weg, das ist vorbei, ich merke richtig, meine Gedanken werden weniger, irgendwie meine Gefühle werden unglaublich stark und wenn wir dann zusammen schlafen, dann verschwindet das einfach, das heißt, er kommt in einen Zustand, wie im Bauch der Mutter, der löst sich auf, das nennt sich Symbiose, wir haben so einen symbiotischen Zustand, den sie über ihre Intimität und ihre Sexualität erreichen und deswegen ist das auch so genial.
Ja, das ist super. Für sie auch, sie hat auch gesagt, pass auf, früher war das immer so, ich wollte von den Typen, ich wollte immer orgasmen, da war ich richtig gut drin, also Frauen können sich ja richtig drauf trainieren, Orgasmen zu kriegen, dann habe ich so ein, zwei, dann musst du überackern und er sagt, hey, das ist bei ihm, er hat es komplett anders, es geht da überhaupt nicht mehr rum, die kriege ich oder die kriege ich nicht, das spielt gar nicht die Rolle, weil dieses Verschmelzen, also sie spricht quasi von wie so einer Urliebe, die sie mit ihm erlebt hat, die sagt, so eine Liebe habe ich noch nie erlebt und das spricht wieder für den symbiotischen Zustand und für euch ist es total wichtig, damit ihr den Fall später versteht, dass dieser ursymbiotische Zustand im Bauch der Mutter, also Paradies, Glück, dann essen die ja dummerweise, essen die, also in der Patriarchat ist der dann Maria vom Baum der Erkenntnis und dann werden sie ja rausgeschmissen und das passiert denen, die fliegen halt dann raus und zwar er geht sein Data checken, ist vom Baum der Erkenntnis und fliegt dann aus dem Paradies und dann zieht sich der Stress durch und was sie dann immer wieder machen sozusagen, die kommen dann immer wieder über die Sexualität gut zusammen und geraten dann wieder in diesen Verschmelzungszustand, den können die auch eine gewisse Zeit lang halten und dann passiert wieder irgendwas, dass er sich da mit Freunden abends trifft oder dann wollte jetzt, also er hat so was mit seinen Kumpels, wo er sich dann regelmäßig trifft, dann rennen die immer über, weil er früher in München gelebt hat, dann rennen die halt über hier, über die Alpen, für drei, vier Tage Männer über die Alpen, so ne, machen die dann alle so durchtrainierte sportliche Typen und haben dann einfach so ihr Business, dann drei, vier Tage aus, Supervision hoch, ne, da kriegt sie die Krise, da ist er weg, das hält ihr gar nicht aus, dann kommt er zurück und dann haben wir erst mal wieder drei, vier Tage oder Woche Stress.
Also irgendwas an seinem Verhalten, an seinem Wesen scheint sie ja dann zu triggern und wenn sie im Bett sind, dann sind sie vereint, dann können sie das alles ausblenden, weil auf der körperlichen Ebene funktioniert's, ne, da verschmelzen sie in der Symbiose, aber wenn sie dann wieder in ihren Körpern sind, im Alltag mit ihren Charaktereigenschaften mit ihren Macken und so weiter, dann scheint ihr irgendwas zur Abstoßung zu führen.
Ne, ich, ja, ja, also das ist, das ist erst mal sozusagen das Bild, was sich zeichnet, ne, das heißt wir haben ja diesen Zyklus, den ich mit ihnen male, das heißt wir haben diesen Verschmelzungszyklus und dann haben wir eine plötzliche Unterbrechung, also plötzlich ist da Kontakt, dieses, wir sind, wenn man die beiden übereinander schiebt, diese beiden Kreise, ist irgendwie so ein Peng und dann ist da ich und du und dann ist da Trennung und da fehlt dann der Kontakt und dann fangen die sich an zu streiten.
Und was führt dazu? Ja, das Interessante ist, erst mal bei denen, der erste Punkt ist glaube ich erst mal für die, das ist ganz wichtig, die waren schon bei drei weiteren Partien, waren schon vorher bei mir bei drei irgendwelchen Star-Therapeuten, keine Ahnung, also irgendwie, am ersten haben sie ganz viel Kommunikation gemacht, also das ist irgendwie besser kommunizieren, die beiden können kommunizieren, sind wirklich intelligent, also bitte, also die können das, hat überhaupt nichts gebracht.
Und dann waren sie beim nächsten Therapeuten, da haben sie immer geguckt die Bedürfnisse, was denn ihre Bedürfnisse sind, haben versucht irgendwie Bedürfnisse zu äußern, ja, die beiden können das wirklich, also die können wirklich Bedürfnisse, also das heißt, die haben schon eine ganz schöne ODC hinter sich, aber nichts hat, nichts hat wirklich was gebracht und das ist halt erst mal ein ganz wichtiger Punkt und deswegen gehe ich mit denen relativ schnell auf die Bindungstheorie, die Bindungstheorie, ich habe ja gerade schon mit der Mutter erzählt, das erzähle ich denen auch, also ich rede mit denen einfach ganz offen, ich mache mit denen in dem Sinne, ist das gar kein richtiges Therapiegespräch, sondern wir reden einfach und ich sage pass mal auf Leute, bei euch würde ich vermuten, dass wir dann Erfolg haben, wenn wir direkt auf die Bindungsebene gehen, die Bindungsebene ist eine ganz, ganz simple und vor allem vorsprachliche Angelegenheit, das heißt, alles was wir oben kognitiv tun können mit unserem Kopf, egal wie clever, wie intelligent er ist, wir kommen da unten gar nicht ran, weil das vorsprachlich ist und da kommt es etwas, das werdet ihr in nächster Zeit häufiger hören, es gibt drei Gehirnteile, wo das jetzt nichts ist, sondern nicht neu, dass es drei davon gibt und ein Stammhirn, ist so ähnlich wie das Reptiliengehörn, hat also auch eine Eidechse, dann haben wir halt quasi das Kleinhirn, das ist das Säugetierhirn, das liegt eigentlich auch bei allen vor und dann haben wir noch den Großkortex und dann haben wir einen ganz entscheidenden Punkt, das limbische System und das limbische System, da liegen die ganzen Emotionen und die ganzen emotionalen Bindungen und danach kommt erst der Großkortex und das entwickelt sich quasi schon im Bauch der Mutter, jetzt sind wir wieder hier im Bauch der Mutter und das ganze vorsprachliche Zeug, also das erste Gehirn, Stammhirn und Kleinhirn ist sprachlich, über unsere Sprache nicht zugänglich, da kommen wir gar nicht ran, weil da gar keine Sprache liegt, so wie die falsche Leiter, die runterführt, da kommen wir einfach nicht hin und es entwickelt sich in einer Zeit, wo wir ja noch gar keine Sprache haben, also da wird es, wächst es einmal von den Nervenzellen im Mutterleib, aber auch nachher und es wird programmiert, also durch unsere frühkindlichen Primärbindungen, jetzt sind wir bei den Bindungen und was bei den beiden ja nicht stimmt oder was bei den beiden nicht funktioniert, ist ja die Bindung, die gehen ja und das ist das Verrückte und das wird denen dann auch total klar, die gehen ja in ihrer Sexualität, aber auch in der Art von Idealisierung, das Kind idealisiert ja die Mutter, die schönste, die beste, ich will die Mama heiraten, die wollen sich jede Nacht die Mama heiraten, diese Symbiose, die sie beide in ihrer Sexualität erleben, verbindet sie ja ganz tief und lässt die Ich-Grenzen sich auflösen und das wird ja als unglaubliches Glück, das sind ja paradiesische Zustände, die die beiden in ihrer Sexualität erleben und dann fallen sie ja plötzlich raus, wenn er aufsteht und sein Data chat, wenn er halt mit seinen Leuten irgendwo langklopft, das passiert aber genauso, wie wenn sie halt irgendwie quasi einfach mal einen Termin hat und kurz nach Sizilien runterfliegen muss, um da irgendwelche Anwaltssachen zu regeln oder so, dann fallen die raus und dann kommen die nicht wieder zusammen, das heißt dann gehen die ihre kognitiven Ebenen durch, was hast du gesagt, was hast du getan, du hättest anders, meine Bedürfnisse, das was die bei den anderen Therapeuten alles gelernt haben, du solltest, du könntest, ich Botschaften, irgendwie äußere dein Bedürfnis, gewaltfreie Kommunikation nach Marshall Rosenberg, aber dadurch, dass das alles nicht geholfen hat, weiß ich eigentlich schon genau, es muss sich um die Bindungsebene handeln, sonst hätte das Zeug ja was gebracht, die anderen Therapeuten sind ja auch nicht schlecht, also das heißt wir sind auf der Bindungsebene und das ist etwas, wo ich sage, pass auf, die Bindung zwischen euch bricht ab, ihr seid so wie unsicher gebunden und wenn die abbricht, dann geht ihr verloren und dann könnt ihr kognitiv machen, was ihr wollt, also ihr könnt dann eine Sache machen, kognitiv, ihr könnt das verstehen, ihr könnt verstehen, dass eure Bindung verloren geht und dann ist die große Frage an die beiden, jetzt kommt so mein erster Challenge an die, wie kriegt ihr die wieder hergestellt? Ja was denkst du? Wäre jetzt auch mal eine Frage gewesen. Ja was denkst du? Eigentlich auch nur über das körperliche, also sie kriegen sie ja über das körperliche hin, wieder hergestellt, würden sie es wieder hergestellt bekommen, indem sie sich dann immer mal wieder berühren zwischendurch, wenn sie merken, die Bindung geht verloren, also sprich, wenn er aufsteht und nicht mehr wiederkommt, dass sie vielleicht hinterher geht, ihn anfasst, sagt Schatz, alles gut oder wie auch immer. Das ist genau die Übung, die ich ihnen am Ende gebe, das ist genau die Übung, die ich denen am Ende gebe, das heißt sozusagen, ich habe einen Brief mal gekriegt von einem Paar und die haben mir geschrieben, Falk, seitdem wir bei dir waren, das ist schon viele Jahre her, wenn wir ein Problem haben, dann legen wir uns immer gemeinsam aufs Sofa oder ans Bett und kuscheln und erst wenn wir quasi uns sicher übers Kuscheln gebunden haben, dann besprechen wir das Problem. Oh das ist aber schön, das muss ich mir mal merken, das könnt ihr euch vielleicht auch mal für zuhause merken, das ist eigentlich eine schöne Übung oder für zuhause, also finde ich super learning, wenn ihr merkt, okay, ihr seid ziemlich aufgeheizt und es gibt Probleme, was ihr unbedingt besprechen wollt, dann einfach mal versuchen, sich zu kuscheln, sich zu verbinden, erst mal runter zu regulieren und dann das Problem anfangen. Das kannst du total einfach ausprobieren, also das kannst du total einfach ausprobieren. Ich habe sozusagen so einen großen Tisch, den kennst du ja auch, wo dann immer die Abendessen sind und so weiter und wenn ich jetzt so schön mit meiner Partnerin an dem Tisch sitze und ich bin da kognitiv recht stark und will dann irgendwas, dann kann das sehr gut sein, dass sie sich sehr schnell angegriffen fühlt, einfach durch das Set und das könnt ihr zuhause ausprobieren, es kann nämlich sein, die ganzen Kommunikationsdinger sind ja rein kognitiv und nicht über den Körper, aber ich kann fest davon ausgehen, wenn ich mich mit ihr hinlege, Arm in Arm, ein bisschen atme, so Herzmeditation und so, dass ihr mich schön verbindet und so wunderbar, dann können wir das gleiche Thema wie Butter besprechen. Und das ist auch was, was die ganzen Kommunikationstools ja ganz häufig gar nicht haben, die sind ja rein kognitiv. Aber zu sagen, die somatische Ebene und warum die somatische Ebene, jetzt Preisfrage an euch, also Preisfrage, warum die somatische Ebene, warum ist die so unglaublich wichtig an dem Punkt? Das ist wirklich, das ist zentral. Na wahrscheinlich, weil wir ja am Anfang eben als Baby auch viel Verbindung zu der Mutter hatten, also man sagt ja auch mal, das Oxytocin wird ja ausgeschüttet, nicht nur durch Stillen, sondern auch durch Körpernähe. Also es kann auch zum Beispiel Oxytocin gebildet werden, ein Vater kann das auch ausbilden, nicht nur die Mutter.
Ach, Oxytocin kann auch der Vater bilden, ja? Ja, durch eben ganz viel Nähe, also ganz viel Kuscheln, ganz viel, es gibt ja auch Mütter, die sterben nach der Geburt und trotzdem kann eine ganz enge Bindung zwischen Vater und Kind stattfinden, indem man eben dann kuschelt, also durch die somatische, durch die Somatik. Genau, das heißt wir kommen an diese unteren Hirnteile rein. Durch die Somatik, also durch den Körper, kommen wir quasi an die Hirnteile rein, wo wir entweder sicher oder unsicher gebunden sind, also wir können die Bindung herstellen. Und das ist quasi einer der wenigen Wege, wie das geht. Und so intensiver die Körperempfindung ist, also zum Beispiel durch Küssen, durch Streicheln oder durch Sexualität, so stärker wird die Bindung. Deswegen können wir auch immer eine Folge machen, Versöhnungshex. Versöhnungshex ist genau das, du verbindest dich intensivst über den Körper, damit bist du auf der Bindungsebene sehr, sehr stabil gebunden und auf einmal das Problem, was du vorher hattest, kognitiv, wie verschwunden. Es macht aber natürlich absolut Sinn, nicht nur den Versöhnungshex zu haben, sondern auch dann, wenn man verbunden ist, das Problem auch zu lösen. Viele machen das ja so, die gehen dann in den Versöhnungshex und brauchen das Problem nicht mehr lösen, dann fällt sie morgen wieder auf die Füße.
Das heißt, verbinden und dann die Sachen halt lösen. Also es ist eigentlich eine Verbindung zwischen Somatik und Kognition oder Kognition. Eigentlich schon. Also du kannst nicht nur das ein oder das andere und bei denen scheint jetzt entweder, also scheint ja nur das eine, die Somatik. Das wäre ja sowas wie verreisen. Ich muss die Wohnung nicht aufräumen, weil ich bin ja verreist, da ist alles weg. Aber da kommt sie in den Wohnung immer noch nicht aufkommen. Du musst das Problem schon auch lösen. Aber halt irgendwie mit Körperkontakt.
Und das ist erstmal das Erste, was ich denen mitgebe. Ich sag mal auf, Leute, wenn das passiert und das passiert bei denen absolut regelmäßig, deswegen kommen die Frauen, das ist für die natürlich total schlimm. Für die ist das total, die sind total aufgerieben. Wer solche Beziehungen kennt oder solche Beziehungsformen kennt, weiß, wie unglaublich anstrengend die sind. Weil das immer so ein hin und her, ganz nah, ganz weit weg irgendwie, ganz verbunden, komplett auseinander. Und das erleben die halt die ganze Zeit im Wechsel und haben dann auch noch diese unglaublich hohe Anspannung in ihrem Alltag. Die sind ja beide total am Performen von früh bis spät. Das heißt, sie sind wie in so einem Daueradrenalinstress-Zustand.
Und deswegen versuche ich, dass sie sich auch vielleicht einfach mal nicht so krass sexuell verbinden, sondern eher so körperlich, eher mal so pushen. Genau, solche Sachen, das gebe ich denen erstmal mit. Das ist erstmal die erste Sitzung, die ich mit denen gemacht habe. Und dann kommen sie wieder. Das passiert alles in einer Sitzung, Leute, das ist eine Sitzung. Aber wir wollten sie ja jetzt... Davon habe ich sechs am Tag. Also du schickst die jetzt eben los und sie sollen jetzt mal eine Woche oder wie lange, sollen sie jetzt täglich immer mal wieder, wenn sie merken, die Verbindung bricht ab? Genau, die sollen immer, wenn sie merken so auseinander, gibt es immer die Anweisung, geht über den Körper.
Versucht einfach über den Körperkontakt die Verbindung aufzunehmen. Und vielleicht nicht so stark sexuell. Aber das ist glaube ich schwierig bei den beiden. Ich denke das glaube ich eher, ich sage das gar nicht so richtig, weil die sind einfach so sexualisiert. Ist ja genau so, sie können sich irgendwie wieder verbinden. Das ist das Wichtigste. Das ist erstmal die Aufgabe, die die beiden so mitbekommen. Und dann kommen die glaube ich zwei Wochen oder drei Wochen später wieder. Und, was ist passiert? Fühlst du, das ist eine Veränderung?
Also fühlen sie sich anders an? Ja, das fängt ein bisschen an, ja. Also so sind beide so low wie ja. Also ja, Falk war gut, ja. Also hat nicht so richtig, richtig, richtig hingehauen. Hat nicht gefruchtet. Ja, hat nicht so richtig geklappt irgendwie. Also muss es ja doch stärker irgendwie an dieser Primärbindung liegen. Naja, ich frage erstmal nach. Ich frage erstmal nach und sag immer, wieso, was hat denn geklappt oder was hat denn nicht geklappt? Ja. Und bei denen hat halt nicht geklappt. Also bei ihm ist es so, dass die machen das jetzt ja schon drei Jahre. Die haben sich vor drei Jahren kennengelernt und bei dem Bamm, das ist sie. Bamm, das ist sie. Und seitdem seit drei Jahren. Hoch, runter, hoch, runter. Das heißt, die sind schon ganz schön wundgescheuert. Also stell dir einen Turnschuh vor ohne Socken und du trägst den drei Jahre lang und er reibt bei jedem Schritt. So sind die. Das heißt, die haben das zwei, drei Mal geschafft. Das berichtet sie dann. Sie schaut mich dann so an mit ihren blauen Augen und sagt, zwei, drei Mal. Das war richtig gut. Das war wirklich genial. Das war total klasse. Und waren sie da irgendwie, glaub ich, in München am Flughafen, da ist ihnen das wieder alles irgendwie in den Ohren geflogen. Also wie so ein Koffer, der aufspringt und die ganze Blödsinn kommt raus. Dann sind sie ins Hotelzimmer und haben sich einfach nur hingelegt. Na, pass auf, jetzt Mund halten. Ruhig. Nicht mehr reden.
Wir fahren jetzt ins Hotel, dann legen wir uns aufs Bett und dann halten wir uns einfach gegenseitig fest. Hat sie so vorgegeben. Und er so, ja, okay, machen wir. Kein Problem. Und dann haben die es auch durchgehalten. Das ist ja eine ganz schöne Wegstrecke. Also du bist ja von München. Das ist ja eine ganze Stunde, bis sie quasi in der Innenstadt sind.
Die haben die aber geschafft. So. Und dann, das hat super geklappt. Und dann haben sie in der Bahn noch so Händchen gehalten. Und das war richtig gut. Zwei, drei Mal hat das richtig gut geklappt. Aber wir haben das im Kern nicht durchgehalten, weil er schon so verhärtet damit, weil er immer so, so unglaublich bemüht um sie ist und so unglaublich viel für sie tut und sich dann so enttäuscht wird. Er ist so enttäuscht. Kommt bei ihr nicht an, anscheinend. Na ja, ne, ne, dass er sich bemüht, kommt schon an. Aber ganz Bemühungen sind ja fruchtlos, wenn, also man kann, das ist ja ganz häufig in Beziehung. Das heißt, du machst ganz, ganz viel. Du machst irgendwie alles Mögliche. Ja. Aber du machst nicht das Richtige. Und das Richtige ist ja hier quasi über die Primärbindung herzustellen. Das heißt, du kannst ja dann Blumen kaufen. Du kannst irgendwie, weißt du, noch ein gutes bei 5 anschleppen. Dann kannst du noch irgendwie einen netten Abend organisieren. Das ist aber gar nicht der Punkt. Der Punkt ist, dass die beiden sich körperlich verbinden müssen.
Das heißt, du machst, der macht seit drei Jahren alles Mögliche. Aber er macht nicht das Richtige. Und deswegen ist er so müde und so erschätzt. Und das geht ja so vielen Paaren so. Viele Paare machen ja ganz, ganz viel, aber die machen leider nicht das Richtige.
Und schwierig ist das Richtige zu finden. Ja, wenn man kein, wenn man das nicht weiß, woher soll man es wissen? Ja. Ja, und die meisten Therapeuten oder Coaches sind ja überwiegend kognitiv. Auch noch ein bisschen emotional. Das ist ja schon die meisten. Es gibt da gar nicht so viele emotional. Aber richtig tief in die Bindungsmuster reinzugehen, wo es eigentlich um Bindung an die Eltern geht. Wer macht das? Welche Therapieformen gibt es, die das anbieten?
Das sind nicht viele. Das heißt, viele Leute bemühen sich, gehen auch zu Kollegen, aber die kommen gar nicht an diese Privére-Bindungs-Sachen ran. Weil das musst du ja auch erstmal halten können als Therapeut. Also gehst du da jetzt weiter, oder? Du gehst jetzt da rein. Ja, ja, ich gehe da weiter. Wir gehen weiter damit und sagen, das Problem ist, er ist halt einfach unglaublich abgegessen schon von der ganzen Sache. Und ihr liegen auch schon ganz schön die Nerven blank. Also gibt es überhaupt noch Sinn, da jetzt weiter zu arbeiten? Oder sind die beiden jetzt mittlerweile an dem Punkt, wo sie sagen, eigentlich hat es keinen Sinn mehr? Es ist nur diese sexuelle Anziehung, die ist zwar schön, aber die wiegelt nicht.
Nee, ja, das ist schon so am Kippen irgendwie. Aber ich wollte mal kurz sagen, mit der sexuellen Anziehung, das ist ja nicht nur sexuell, sondern durch die Sexualität quasi kommen ja fast wie so eine Spiritualität rein. Dieses Auflösen vom Ich, also dieses sozusagen in der Symbiose da sozusagen verschmelzen. Also du kannst, wenn du es esoterisch beschreiben würdest, würdest du sagen, wir haben sozusagen die göttlichen Sex, die kommen in den Himmel und so weiter. Wenn du es halt psychotherapeutisch aus der Bindungstheorie beschreibst, sagen wir, wir kommen in Mutterleid. Was aber ungefähr der gleiche Zustand ist. Das ist ja schon unglaublich, die meisten Paare haben, erleben sowas ja gar nicht. Das ist ja schon der absolute Hammer.
Total. Also das ist ja schon was ganz, ganz Besonderes. Aber trotzdem, auf der anderen Seite, ach, die da schon so lange und sind auch schon so verletzt durch dieses On/Off. Das ist so richtig so wie, wie kann man das sagen? Also wenn man so einen Körperteil immer rausreißen würde und dann kommt das, dann zuckt das mit dem Blut und dann wird es wieder zusammen und wieder. Und das ist halt das Problem oder reden wir halt in der zweiten Sitzung drüber. Die sagen, das haben wir schon so häufig gemacht, weil ich weiß gar nicht, ob wir das hinkriegen, ob wir das schaffen. Die haben schon so ein bisschen aufgegeben, ne? Ne, aufgegeben nicht, aber sie sind schon so verletzt. Das geht schon so lange. Ja.
Also wenn wir sagen mal so, hätten wir vielleicht ein Jahr vielleicht früher kommen können. Und dann sozusagen ist das ein relativ langer Therapieverlauf. Das geht tatsächlich, glaube ich, über eineinhalb Jahre. Es geht relativ lang am Ende. Und das Problem ist, dann kippt das nämlich bei denen immer. Und das ist, das kriege ich aber erst in der dritten Sitzung raus. Das erzählen die aber einfach nicht, weil ihnen das, glaube ich, auch peinlich ist. Ihm ist das unangenehm. Die wollen das gar nicht so, weißt du, weil das ja, die haben immer so diese coole Atmosphäre und so. Und ich glaube, das ist denen total unangenehm zuzugeben. Aber die, ich habe gesagt, die zweifeln wie so ein Kamin, weißt du, wenn du so vorm Kamin sitzt und dann so. Und irgendwann geben die dann vor mir, aber ich glaube auch vor sich selber zu, ich glaube, das ist für die auch total schlimm, dass die werden dann fies zueinander. Oh, okay. Also wenn das auseinander kippt, das wusste ich am Anfang gar nicht.
Die werden dann fies. Also er sagt dann gemeine Dinge zu ihr. Und die beiden sind ja so intelligent, verstehst du. Und ich meine, sie ist ja auch Anwältin. Du weißt ja, wie du andere triffst. Du weißt ja genau, wo der schwache Punkt ist. Du bist ja keine gute Anwältin, wenn du den schwachen Punkt von anderen nicht kennst. Also du musst ja kriegführend vorgerichtet.
Und das kann die haben. Anwälte streiten gerne. Schon per se. Ist so. Also für mich ist ein guter Anwalt jemand, der für mich Krieg führt, damit ich meinen Frieden habe. Genau. Aber die lieben das auch. Das ist wie ein General. Meine Cousine ist Anwältin und die liebt sich zu streiten. Wer ist das? Meine Cousine. Ah, super. Sehr gut. Immer merken. Ja, die liebt sich zu streiten. Aber man braucht, also ein guter Anwalt ist so goldwert. Der muss Klausiewitz gelesen haben. Klausiewitz ist die Basisliteratur für Militär. Das ist ja die wichtigste Sache.
Ja, genau. Und die verletzen sich einfach. Also es kippt dann so um. Das heißt, das schlägt um. Da haben wir auch noch nie was zu gemacht. Es gibt ja drei Bereiche. Freundeszone, neutrale Zone und quasi Feindeszone in der Therapie. Müssen wir auch unbedingt mal mit einer Folge was zu machen. Das kippt dann bei denen so um. In die Feindeszone. Genau, und dann sind die fies zueinander. Und das können die halt extrem gut. Und das kriege ich aber erst später raus. Und was bedeutet das jetzt für dich? Das bedeutet erst mal, dass deren Beziehung richtig toxisch ist. Das hat mir am Anfang gar nicht so klar geworden. Das heißt, wir haben auf der einen Seite Himmel, Symbiose, Verschmelzung, toll, Mama, Nachhinehung. Und dann quasi kommen die in diese toxische Geschichte rein. Und das wechselt. Und wenn du das sehr krass im Wechsel hast, das hältst du einfach auch nicht so gut durch. Und was ich eigentlich mit denen machen möchte, ich möchte ja eigentlich quasi mit denen quasi in diese Kindheitsstruktur rein. Also eine positive Form von Regression. Und da unten diese Bindung, die natürlich durch die Eltern geprägt sind. Das heißt, ich habe die ganze Zeit im Hintergrund laufen.
Was war denn in eurer Geschichte los? Da will ich mit denen hin. Das Problem ist, ich komme mit denen da gar nicht hin. Weil die sind so stark damit beschäftigt, immer verletzt zu sein vom anderen, dass ich sozusagen mit denen dann einen weiteren Verlauf richtig Kommunikationsregeln einführen muss. Die haben oben drüber so eine Persönlichkeit. Da sind die total eloquent und smart und toll. Also das, was man sozusagen in der Narzissmusliteratur immer liest. Und dann bricht das irgendwo. Und unten drunter gibt es dann quasi wie so ein verletztes Kind.
Also da kommen wir auch schon in die Nähe, wo das innere Kind und da wollen wir auch mal irgendwas zu machen. Dann kommen wir unten in diese Schicht da drunter. Und da bricht das. Das ist wie so eine Eisschicht, wo du quasi von oben durchguckst und wenn du das kennst, ich weiß nicht, ob die Kinder das heute noch machen, aber früher haben wir versucht immer Fische zu jagen, zu spehren. Dann siehst du da den Fisch und dann würfst du und die Wasseroberfläche bricht dir das Licht anders. Das heißt, du triffst den nie.
Weil immer schief. Und so ist das bei denen auch. Das heißt, ich sehe schon deren sozusagen frühkindliche Struktur, da will ich auch hin. Aber ich komme da gar nicht hin, weil die sind immer damit beschäftigt, was der andere hat und was. Sodass ich froh bin, zum Schluss, am Anfang seht ihr noch super eloquent und alles nett und easy, aber ich komme denen immer näher und ich komme immer tiefer in die Beziehung. Und das ist ein richtiger Morast aus, wir tun uns nicht gut, wir lieben uns total, dann ist alles wunderbar, dann machen die auch alles auf. Dann öffnen die sich innerlich total, um dann halt diese Liebe und diese Symbiose und so alles einzusaugen. Und dann knallt es wieder auseinander und dann sind die ganz offen, dann können die sich auch super wieder verletzen. Das ist ja das Problem. Auf der einen Seite müssen sie sich total öffnen, um an die Liebe ranzukommen.
Und wenn das dann plötzlich abbricht, sind die total offen und sind total verletzt. Sie sind ja da ohne Panzer. Das ist ja ein Teufelspreis. Und in dieser Dynamik läuft diese gesamte Geschichte ab und ich bin eigentlich zum Großteil Zeuge davon. Ich komme gar nicht dahin, dass das mal ruhig genug wird, dass sich das unten, dass wir das, diese Heilung, die man ja da durchaus machen kann, ich mit anderen Paaren auch mache, da kommen wir gar nicht hin.
Dann, wie geht es dann weiter? Also irgendwann passiert dir dann die größte Katastrophe auf seinem Handy tauchen, und er weiß gar nicht wieso, tauchen irgendwelche nackten Erschaufeln. Er weiß nicht wieso. Also jetzt wird es total obskur und damit ist die Sache für sie durch.
Und dann hat es gegessen? Das ist einfach durch. Das ist einfach durch. Also für sie ist das dann sozusagen, also die macht das gar nicht, also für sie ist es vollkommen klar, das ist nicht. Und dann ist die Sache sozusagen dann, ich kriege dann quasi einfach nur noch eine Sitzung da, sagen, Falk, ich wollte mich unglaublich bei mir danken, sagt die Frau, finde ich super, also war tolle Arbeit und sehr schön. Also die hat eine starke Bindung, ich hätte es auch weiter versucht mit ihm, aber das ist unter meinem Niveau.
Das ist nicht mein Level. Bin ich raus. Kann ich auch total verstehen. Ihm geht es total schlimm. Also eher in dieser Sitzung ist es also hoch dramatisch. Er geht so wirklich wie auf die Knie und sagt, bitte bleib doch. Das war es. Und du siehst es richtig in ihrem Gesicht, also dieses Gesicht wird so richtig so, du merkst richtig wie sozusagen diese professionelle Anwälte so von unten bei Sokrates wird ja beschrieben wie der den Schierlingsbecher trinkt. Und da ist ja quasi das Gift wirkt ja von unten nach oben. Kennst du die Beschreibung?
Und am Ende der Kopf ist der letzte. Sokrates kann doch noch denken. Das war ja auch so. Das heißt, sie erfriert von unten nach oben, also dieser, sage ich mal, wunderschöne Körper, der wird immer steifer und am Ende bleiben halt nur noch die roten Haare und die laune Haare, weil sie einfach auch schon so verletzt sind. Genau. Ist einfach. Das war jetzt nur vielleicht war es auch eine Notbremse. Ja, weißt du, ich kann nicht mehr, ich muss hier raus. Ja, also es ist einfach sozusagen, die haben das Ding, also wir drei, ich bin da mit dabei, ich kann ja gar nicht so. Also wir drei haben das Ding nicht hingekriegt, muss man so sagen, was es ist. Wir haben es einfach nicht geschafft. Die haben es nicht geschafft.
Für mich ist das auch irgendwie schlimm. Aber du musst sagen, für das Paar ist ja tausendmal schlimmer. Weil das ist ja deren Existenz oder deren Leben. Ich meine, die haben natürlich beide ihren Beruf und das geht ja für die in dem Sinne schon gut weiter. Aber die Beziehung, das haben wir nicht hingekriegt. Und das ist wichtig für euch. Das ist ein ganz wichtiger Punkt. Ganz häufig sind, sage ich mal, toxische Beziehungen quasi so, dass man sie nicht im ersten Angang heilen kann. Das ist wichtig für euch. Also wenn ihr selber an einer drin seid, es gibt Möglichkeiten, solche Beziehungen zu heilen. Das geht auch in den zwei weiteren Folgen zu diesem Fall auch weiter. Aber häufig nicht im ersten Angang. Das ist wichtig. Ja, super. Du hast die Überleimung schon gemacht. Ich wollte nämlich sagen, es ist spannend, weil die kommt nämlich wieder. Die kommt nämlich wieder. Aber das wollen wir dann in der zweiten Folge verraten und bis dahin auf jeden Fall teilen, unseren Kanal abonnieren, damit wir mit unserem Podcast vielen Menschen, so wie euch, helfen können. Weil wir kriegen immer mehr Zuschriften von Leuten, die sagen, super toll, wir freuen uns auf die Folge und haben ganz viel mitgenommen. Ich hatte letzte Woche eine Kollegin am Telefon, wegen Paartherapie, also die als Klientin anrief. Und die sagte, die hat über den Podcast ihr Thema schon gelöst. Ich dachte, super. Also sie sagte, ist schon alles fertig. Ich dachte, super.
Nur über das guckende Podcast. Sehr gut. Geil, oder? Also könnt ihr gerne Rückmeldung geben, wenn ihr vielleicht auch schon euer Thema gelöst habt oder wir euch da helfen können, dann immer gerne kommentieren, teilen. Und wir sind auf jeden Fall gespannt, was nächste Woche dann, wie es weitergeht. Weil, wie gesagt, die kommt wieder. Sie kommt wieder.
Sie kommt wieder. Aber erst noch zwei Jahre, aber sie kommt wieder. Sie ist doch von der Therapie. Also sie hat schon gemerkt, dass es geholfen hat, aber eben in diesem Konstrukt nicht. Also er war einfach der falsche Pfarrer. Und es ist ganz spannend, womit sie zurückkommt.
Genau. Es ist ganz, ganz spannend. Sie bringt was ganz Spannendes mit. Ich freue mich. Bis nächste Woche. Ciao.