Titel: Warum gute Sexualität nichts mit Performance zu tun hat
Transkript:
Herzlich willkommen zu einer neuen Folge. Für einen Fall für mit unserem Lieblingspaar-Therapeuten Falk Björn Kuhfuß und unserer Star-Moderatorin Sabine Tröbs und Mitarbeiterin der Paarakademie, die wir im Hintergrund aufbauen, damit wir all eure Fragen und Anliegen tatsächlich auch gerecht werden können.
Genau, und ihr euch schön weiterentwickeln könnt. Genau, weil Beziehung hat ja schließlich jeder. Beziehung hat jeder. Auch nicht unbedingt alle haben eine Paarbeziehung aber wir haben trotzdem Beziehungen. Genau, und die Klugen holen sich Hilfe. Das, was für Paarbeziehungen gilt, gilt auch für andere Beziehungen von Grundsätzen her.
Das stimmt. Gut, wir gehen heute weiter. Und zwar mit Tobias und Silke. Wir waren das letzte Mal da mit dem Paar stehen geblieben dass wir gesagt haben, es braucht für eine Beziehung Gute Begegnung auch für die Sexualität braucht es einen Kontextrahmen. Es ist vor allen Dingen für uns Frauen wichtig, dass wir einen guten Kontextrahmen haben, um uns entspannen zu können, um uns öffnen zu können.
Der Kontextrahmen war unsere Badewanne um das nochmal so in das Wording irgendwie, in die Vorstellungswelt des normalen Menschen zu bringen. Die Badewanne warm, Kerzen, alles vorbereitet Das nennen wir Kontextrahmen. Ja, dass man sich... Entspannen kann, willkommen fühlt, gewollt fühlt begehrt fühlt Das ist dieses Loslassen.
Ich merke gerade irgendwie, das ist die Situation, man kommt in einen Café oder so und man sitzt so im Platz oder man kommt bei Freunden rein oder aufs Sofa in der Küche und man merkt so... Ich glaube, das ist genau das, wenn der Kontextrahmen stimmt. Ja. Wo hast du das? Wo ist das bei dir? Lass uns kurz einmal reinhüpfen.
Mir fällt gerade eine Geschichte ein. Gerne los. Mit uns beiden. Wenn du mich besucht hast früher. Oh Gott oh Gott, jetzt, oh Gott, oh Gott. Vorsicht. Hast du dich auf mein Sofa gelegt? Stimmt. Und bist eingeschlafen Das stimmt. Und ich war total irritiert und dachte, sag mal, langweilst du dich? Was ist los mit dir?
Du kommst hierher, legst dich aufs Sofa und schläfst. Du hast immer gesagt, ich entspanne mich. Das stimmt, ja. Das ist auch ein Kontext. Aber ich habe mich dann so tief entspannt dass ich mir keine Sexualität hätte mehr machen können. Ich habe schon geschlafen. Wir hatten ja sowieso keinen. Das ist natürlich jetzt ganz wichtig.
Das müssen alle wissen. Ja wir waren kein Paar. Das stimmt, das ist ja auch so. Das war auch gut so. Okay, jetzt gehen wir mal wieder zurück. Ja ja, genau. Der Kontextrahmen. Und wir hatten euch ein paar kleine Aufgaben mitgegeben Aber ich bin da noch immer, ich hänge noch in der Situation. Das heißt, Sabine hat einen super Kontextrahmen.
Jetzt kann ich mal loslassen kann mich entspannen. Das ist genial. Das hattest du bei. echt genial, wirklich genial. Das ist wirklich genial. Hier kann ich loslassen, hier kann ich entspannen. Was brauche ich dafür, um loszulassen und entspannen zu können? Genau, und das war auch die Aufgabe, die wir dem Paar mitgegeben haben und euch.
Und ich hatte euch noch eine andere Aufgabe mitgegeben. Um den Kontextrahmen aufzubauen, hatte ich euch vorgeschlagen, probiert es doch mal, euch über den Tag kleine Botschaften zu schicken, was Nettes zu sagen, kleine Berührungen dem anderen zu schenken. Und mit der Frage, was ändert sich zwischen euch in eurer Beziehung dadurch?
Vor allem die Frauen oder der Emotionskörper müssen wir nicht immer nur Frauen, vielleicht kann man sagen, das ist einfach das, was der Emotionskörper braucht, um sich überhaupt zu öffnen. Also dieses emotionale Öffnen, so drücke ich es mal technisch aus, führt dazu, dass sich der Körper öffnet. Natürlich.
Also der Körper öffnet sich wenn sich die Emotionen öffnen. Ja, das Jetzt kommen die wieder. Ich würde gerne was Kleines dazu sagen. Es gibt diesen schönen Satz alles, was man mit Liebe betrachtet ist schön. Wenn ich mich als Frau mit Liebe betrachtet fühle, dann fühle ich mich auch schön. Oh, das ist ein ganz wichtiger Punkt.
Ich finde das einen sehr, sehr wichtigen Punkt. Wenn ich mich mit Liebe betrachtet und schön fühle Dann öffne ich mich auch gerne, dann kann ich mich entspannen und das war eben auch so ein Punkt, den wir das letzte Mal auch noch gesagt hatten in Bezug auf den Kontextrahmen. Wenn der Kontextrahmen oder die warme Badewanne da ist, dann fühle ich mich sicher.
Und diese Sicherheit ist gerade für Frauen eben auch wichtig, um sich öffnen zu können. Die Schönheit finde ich so wichtig. Auch, ja. Die Schönheit finde ich super. Da ist ein ganz neuer Aspekt rein, nämlich die Schönheit. Die haben wir jetzt bei dem Paar meiner Meinung nach nicht, weil die ist schön und er ist auch schön.
Das macht nichts. Nee aber du wirst durch die viele, viele... Und Menschen, speziell Frauen, aber auch Männer, sind gerade in unserem Alter überhaupt nicht mehr schön. Also gar nicht mehr schön Aber warum, ist ja die Frage. Könnte man noch einen eigenen Podcast dazu machen? Ja, aber da würde ich jetzt gerne einmal drauf hin.
Weil das ist ja genau das, was du gerade gesagt hast. Durch diese liebevolle Betrachtung durch diese Badewanne Und das ist ja etwas, was ich quasi immer wieder erlebe, dass Frauen dadurch schön werden, Dass man ihnen diesen Rahmen zur Verfügung stellt. Also die gleiche Frau außerhalb eines solchen Kontextrahmens, naja, wenn man aber diesen Rahmen zur Verfügung stellt oder ein Mann eine Beziehung kontinuierlich über Jahre, Jahrzehnte einen Kontextrahmen zur Verfügung stellt, in dem die Frau geliebt wird, Dann wird die schön, dann wird die schöner und dann hat das Alter quasi einfach die Folge von Reife und dass die Schönheit mehr erblüht.
Das Problem ist, gerade hier in Deutschland, ist das absolute Gegenteil. Und deswegen sehen wir so viele verhärmte, frustriert aussehende Menschen. Ich war ja Silvester wieder im Supermarkt einkaufen. Du glaubst gar nicht was da rumläuft Ja, und die Leute haben ja auch ein Selbstbewusstsein darin dass ihnen schlecht geht.
Es ist einfach wirklich traurig Wir sind das drittreichste Land der Welt, nach wie vor. Und wer läuft im Supermarkt rum? Was ganz anders ist, wenn du in Bali bist. Die Menschen sind so schön, dadurch, dass sie am ganzen Tag lang immer wieder ihren Tempel da haben. Die geht ja morgens mit Fraying los, da geht es mit Offering und so weiter.
Die ganze Zeit wenn die essen, kochen und so, die sind die ganze Zeit in so einer Liebespraxis drin. Weil es ja auch in dem Sinne eigentlich ein nicht kapitalistisch funktionierendes Land ist im Kern. Und das ist wirklich zentral. Also sorry, ich drehte komplett von dem Podcast-Thema weg. Aber das ist so zentral, für den anderen diesen Liebesrahmen herstellen und das entscheidet darüber, ob ihr nach vielen Jahren eure Beziehung schöner attraktiver und toller macht oder ob ihr halt genauso verhärmt durch den Supermarkt wackelt wie die meisten hier in Potsdam.
Und das ist auch nochmal eine Frage an euch, welchen Ausdruck von Liebe habt ihr? Oh Ja, und das ist erstmal, und das greift das auf, was du sagst ja, ist egal, ob es um Paarbeziehungen geht oder um die Dinge, die ihr tut, ja, welchen Ausdruck von Liebe habt ihr darin? Wie drückt ihr eure Liebe aus zu den Dingen, zu den Tätigkeiten zu den Menschen, mit denen ihr zu tun habt?
Eigentlich ist das schon wieder, jetzt müssen wir Silke und Tobias noch kommen lassen und die eigentlich mal selber diese Frage stellen. Also das heißt, die haben... Diese kommen jetzt wieder und die haben die Situation gehabt, dass sie das natürlich auch umgesetzt haben. Die haben das geübt ja. Die haben also, der Tobias hat dann die Schwiegereltern angerufen, wo die so perfekt und, ne wo die, ne.
Und die haben gesagt, hey, pass auf, wir müssen unsere Beziehung kümmern irgendwie. Er hat das mit der Paartherapie verschwiegen. Er wollte, er darf nicht so angekratzt werden. Aber er hat gesagt, wir brauchen mehr Zeit als Paar Könnt bitte irgendwie Enkelkinder nehmen? War dann ein bisschen schwierig, weil ja beide so aktiv sind.
Aber dann hat er es geschafft, so rüber. Und dann hatten die quasi ihren... Haben sich einen Freiraum geschaffen. Davon hatte er bis zuletzt drei organisiert. Die hatten jetzt einen Monat lang Zeit, sich darum zu kümmern. Und da hat er drei von organisiert und dann habe ich natürlich gefragt, ja und wie ist denn dann dieser Abend?
Also erstmal toll, aber dann wie ist denn dieser Abend gelaufen? Und da kommt auf einmal so eine bisschen verhaltene Stimmung zwischen den beiden. Und beide drucken so ein bisschen und sagen irgendwie... Also es ist eigentlich klar, es war das Gegenteil von einer guten Performance. Es hat nicht gut funktioniert.
Es keine gute Performance. Es war keine gute Performance. Die waren aufgeschmissen, also das Eigentliche war, sie wissen, mit einem guten Performance wissen sie ja, wie es geht, also sie weiß ja wie es geht, ich sag mal zentral der Tisch, also der Küchentisch, sie auf dem Küchentisch er davor, also zentral, also die wissen, wie es geht, der Surfer, ja, aber jetzt hatte ich ihnen das ja quasi alles irgendwie ein Stück weit weggenommen, sie sollten ja nicht performen ja.
Und das heißt, sie waren eigentlich, boah irgendwie so, das war richtig doof. Also sie sind gesagt, das war doof. Sie waren ratlos, ja. Ja, und das war auch irgendwie, das war auf einmal so zäh Und sie sagten, boah, wir haben uns gefühlt wie so Spießer, so irgendwie verkrampft. Das war überhaupt nicht schön, Falk Die sind auch so ein bisschen sauer auf mich.
Auch der Tobias, was bist du hier für ein Therapeut? Früher haben wir so geil performt das ging ab, bam. Jetzt sind wir bei dir, legen hier Geld hin, ist ja auch alles richtig und so, aber boah ey, ich war echt frustriert Und ich hab auch gedacht, boah, Falk ey, ich sag dir das, ich find das echt scheiße von dir.
Weißt du, jetzt sitzen wir da rum, haben einen freien Abend, jetzt sollen wir da irgendwie spüren, ich mach diesen ganzen Kontextrahmen, dämliche Kerze, Kackmusik, hat mich genervt. Und dann sitzen wir da so doof auf dem Sofa rum und wissen nicht, was wir tun sollen.
Das ist ja schon mal kein guter Einstieg wenn er sagt, kack Kerze und scheiß Musik. Ja, hat ja gemacht. Ja, aber es schien ihm ja nicht ein Bedürfnis zu sein. Nee ist ihm ja auch nicht. Aber das hat er auch klar gesagt. Er hat gesagt, er hat Hunger. Also ich kann ihm ja nicht einfach ein Bedürfnis eintrichtern von wegen so, das machen ja auch viele Paartherapeuten Dann sollen die, also, habe ich ja auch gemacht, mach das mal so.
Das war überhaupt nicht, er fand das nicht cool. Das hat sie genervt. Also sie hatten die Aufgabe, einen Kontextrahmen zu schaffen, in dem sie sich verabreden können. Er hat das alles gemacht und dann standen da drin, sollten irgendwas anders machen als sonst und wussten aber nicht was. Das war richtig doof Aber wir gehen natürlich dann so ein bisschen irgendwann von dieser Slapstick- und Spaß-Ebene runter.
Ich mache das ja immer so auf eine Art lustig so und ihr musst ja auch erst mal mich kritisieren. Das war ja sehr wichtig, weil ich bin ja, Verantwortlich dafür, dass ich solche Übungen gebe. Aber der wirklich ernsthafte Hintergrund, und das sagt dann die Silke dann auch, dann schlägt das auch um in ein richtig gutes Gespräch, ist einfach so, dass sie sagt, hey, das ist halt so...
Wir haben halt beide überhaupt keine Ahnung, wie das wirklich geht. Also wir haben beide, und da ist sie wirklich richtig klar, und es ist ja auch Coach da, und ihr führt ja auch in Firmen größere Abteilungen. Und ich sage dann wirklich so, diese äußere Form, da sind wir beide einfach sehr, sehr gut drin.
Aber wenn es jetzt darum geht, Zu gucken, wie ist innen drin das Gefühl, da sind wir beide einfach schlecht. Wir haben da keine Ahnung. Kein Zugang. Wir wissen überhaupt nicht, wie das geht. Und da saßen wir beide krampfig rum und haben irgendwie versucht, dieses Gefühl irgendwo zu finden. Aber wir haben das nicht wirklich entdeckt.
Und gerade der Tobias wurde dann so sauer, weil der hat sich ja eigentlich gefreut Er wollte ja sagen, jetzt kann ich endlich Sexualität, kann ich hier meine Silke mal wieder richtig anfassen und die Haut spüren Ja Richtig so aufnehmen und so alles mit ihr machen. Ging nicht. Aber genau, aber er wusste überhaupt nicht, wo der Faden ist.
Er wusste überhaupt nicht, wo sollen wir den Faden aufnehmen, welcher Weg führt er hin. Und dann hatten wir drei von diesen Dingern. Das war wirklich frustrierend. Und alle drei waren so. Und zum Schluss haben wir da Netflix angemacht. Das hat uns genervt. Haben wir auf so eine doofe Serie geguckt. Dann saßen beide halt vom Fernseher so.
Weil ihnen einfach nichts... Sie wussten halt nicht, wie. Und ich sag mal ganz ehrlich, ist ja auch eine berechtigte Kritik Wenn ich die losschicke und sag, mach mal den Kontextrahmen, Da machen die das und sagt denen gar nicht, wie sie innen drin an ihr Gefühl rankommen. Das war jetzt erst mal eine Erfahrung.
Du bist ja sehr nüchtern. Die sind sauer auf mich. Naja, aber so Erfahrungen sind ja auch wichtig. Also erst mal zu realisieren, okay, wir haben eigentlich überhaupt keine Idee. Richtig. Gar keine Erfahrung, wie es geht. Richtig. Da fällt mir jetzt, wo du das sagst also du stärkst mir so den Rücken, das hatte ich in der Therapiesitzung natürlich nicht, du warst ja nicht dabei.
Aber es gibt ja von Gregory Bateson also dem Begründer dieser ganzen Therapieform, die ich mache, gibt es ja quasi die vier Stufen des Lernens. Und die erste Stufe ist ja, Und die erste Stufe ist die unbewusste Inkompetenz. Das heißt, die erste Stufe des Lernens ist, ich weiß gar nicht, dass ich das Problem habe.
So sind die beiden ja gekommen. Die laufen im Sex irgendwie nicht, keine Ahnung irgendwie komisch Und jetzt kommt die zweite Stufe des Lernens das ist die bewusste Inkompetenz. Das heißt, mir ist klar, dass ich was nicht kann. Mir ist klar, ich kann es nicht. Das ist schon der erste Lernschritt. Und das ist der wichtigste Lernschritt.
Und die meisten Paare die in Paartherapie kommen, die haben den ersten Schritt, die wissen überhaupt nicht, dass sie es nicht können. Das ist sozusagen, würde ich sagen, keine Ahnung, aber vielleicht wirklich 99% der Paare, die draußen rumlaufen, denken ich weiß schon was Wissen es aber überhaupt nicht. Und dann kommt der Punkt O.
Ich verstehe. Dann kommt der Punkt, genau, da kommt der Punkt, wir wissen überhaupt nicht, wie es geht. Also die bewusste Inkompetenz Ich kriege mit, ich kann es einfach nicht. Und das ist der ganz entscheidende Schritt. Und wenn du den gegangen bist dann kommt... Weil kannst du anfangen was zu ändern. Dann kommt der dritte Schritt.
Das ist dann die unbewusste Kompetenz. Nee, die unbewusste Kompetenz kommt ganz zum Schluss. An dem Punkt... Da ist die Entscheidung, wir machen eine Paartherapie oder nicht. Also an dem Punkt, wo du merkst, ich kann es nicht. Und genau an dem Punkt stehen die beiden gerade. Die merken gerade, ich kann das nicht.
Und jetzt kommt die eigentliche Entscheidung. Jetzt kommt der A-B-Test. Jetzt kommt der Punkt, wo sagen, ey, wir holen uns Hilfe, weil wir können es nicht. Und dann gehört man zu den glücklichen Paaren, zu den guten Paaren, die es halt wirklich auch sagen, hey, wir können es nicht, wir besorgen uns das. Was ja das Normalste der Welt ist.
Wenn ich was nicht kann, besorge ich mir das halt. Wenn mein Englisch schlecht ist, nehme ich halt Unterricht. Wenn ich Klavier spielen nicht kann, ist ja normal. Ich will Tango lernen, dann besorge ich mir das halt. Wenn ich ein paar Jahre nicht Tango lerne, dann mache ich das halt. Oder ich bin frustriert du bist schuld und alles ist scheiße.
Das ist auch eine Lösung. Das ist keine Lösung, das ist eine Katastrophe. Und da unterscheiden sich die Paare ganz stark. Und was ich gerne, oder was auch meine Kollegen, was wir hier gerne erreichen wollen, auch mit allen anderen Kollegen, die Paartherapie machen oder solche Podcasts anbieten, wir wollen ja eigentlich das von der bewussten Inkompetenz, also dieses Wissen ich kann es nicht tun Also hier fliegt man noch mit einem Superman-Kostüm rum, genau wie bei denen, performt kriegt aber gar nicht mit, dass man eigentlich gar keinen inneren Kontakt hat.
Man ist Superman, fliegt über die Dächer und alles ist mega. Hier stürzt man ab, sitzt rum und sagt, so eine Scheiße ich mach Netflix an. Läuft ja gar nichts mehr. Und an dem Punkt kommt die eigentliche Entscheidung und das ist für euch total wichtig. Will ich wirklich an meiner Beziehung arbeiten? Will ich wirklich glücklich sein?
Oder will ich weiter im Elend verharren? Und dann kommt quasi, um das vollständig zu machen, dann kommt die dritte Phase, dann kommt die bewusste Kompetenz Das heißt, ich muss hart arbeiten, bewusst anfangen Neues zu erlernen. Und wenn ich das habe, Dann kommt die unbewusste Kompetenz. Das heißt, ich denke da keine Sekunde mehr drüber nach, ich weiß es einfach, ich kann es.
Wie beim Autofahren. So jetzt, jetzt Gang, jetzt Kupplung, jetzt Gas geben. Und irgendwann, was hast du gemacht? Ja keine Ahnung, ich bin 300 Kilometer durch Deutschland gefahren. Irgendwas hast du gemacht? Ja, keine Ahnung, bin halt gefahren. Das ist dann die unbewusste Kompetenz. Das heißt, ich denke keine Sekunde mehr darüber nach.
Ich bin einfach gut. Ich führe einfach eine gute Beziehung. Ohne eine Sekunde darüber nachzudenken. Da komme ich aber erst hin, wenn ich hier vorne bei dem entscheide scheiße ich kann es nicht, ich will es aber lernen. Und das ist der wichtigste Schritt. Wenn ihr den einmal gemacht habt, Also wenn ihr ein Programm bei uns anmeldet oder bei Kollegen, vollkommen egal, euch Bücher kauft, wenn ihr den gemacht habt, dann wird es was.
Dann geht es weiter. Dann geht es weiter. Und genau an dem Punkt stehen die beiden gerade. Wie geht es bei denen weiter? Also was kommt da jetzt rein, damit sie in die bewusste Kompetenz kommen? Genau, jetzt müssen sie es lernen. Was müssen die jetzt lernen? Das Erste ist erstmal, dass ich das auf mich nehme und mir anhöre wie doof ich eigentlich bin, dass ich denen so...
Quatschig geholfen hat. Und dann kommt halt der Punkt, den wir beide ja schon wissen. Wir wissen ja, dass die Silke beim Yoga haben wir erstmal nur den äußeren Rahmen genommen, dass sie beim Yoga Vor allem mit der Atmung, dass die Cindy, ihre Yoga-Lehrerin ja vor allem mit der Atmung arbeitet. Dass das mit den Gefühlen verknüpft ist.
Genau, dass der Atem mit den Gefühlen verknüpft ist und wenn man über die Atmung geht, die Gefühle folgen. Und was wir wollen, ist ja wir wollen einen Zugang über die Gefühle. Und wenn man dann aus den Gefühlen heraus agiert, dann kann das am Ende nach einer mega geilen Performance aussehen Weil sich das alles wild gebärdet in der äußeren Darstellungsform.
Aber wichtig ist, dass es sich innen drin richtig anfühlt. Es kann sich zum Beispiel auch innen drin richtig anfühlen und nach außen sieht das super öde aus. Da sind einfach nur zwei Socken und eine Bettdecke und zwei Leute, die nicht sonderlich doll gekleidet sind und auch nicht sonderlich doll aussehen.
Also es ist dann vollkommen egal, wie der äußere Ausdruck ist, will ich damit sagen, wenn das Gefühl führt, Und das, da sozusagen ist die Silke auch total hinterher Die sagt, boah, Falk ich will das jetzt wirklich. Ich will das unbedingt. Also die will das jetzt. Der Frust hat bei ihr dazu geführt, dass sie jetzt wirklich sagt...
Sie möchte jetzt einen Schritt gehen. Sie will... Boah ey, ich will es einfach. Ich habe mich jetzt so da abgemüht. Das war so blöd. Und ich will endlich auch eine erfüllte... Sexualität mit dem Tobias haben und nicht einfach nur irgendeine Show abziehen, mich nervt das total. Okay, also die bringen jetzt den Atem mit rein.
In welcher Form? Genau, das wollte ich jetzt eigentlich dich fragen. Jetzt frage ich dich. Dich sozusagen stellvertretend für die Weiblichkeit wollte ich dich fragen. Angenommen, und das ist auch das, was ich den beiden dann sage, also angenommen, Ihr würdet quasi erst noch mit eurem Atem starten. Und die Übung, die ich mit den beiden mache, ist, ich nehme hier meinen Gong, der steht ja immer rum.
Genau. Und dann lasse ich die beiden angucken. Drei Minuten, das ist extrem viel, das ist extrem lange, wenn man das so intensiv hat. Und lasse sie dann beide synchron atmen. Das heißt, ich sage, sie sollen sich beide angucken und einfach auf die Atmung des anderen achten. Und immer, wenn der eine einatmet...
Und ausatmen und einatmen und was glaubst du, was glaubst du, du weißt das ja auch, aber was glaubst du passiert, wenn sich diese Atmung bei beiden synchronisiert? Was ist die Folge? Ja, man fühlt sich verbunden. Ja. Ja, man kommt in eine gemeinsame Schwingung, man fühlt sich verbunden, man ist wirklich miteinander.
Ja. Und das öffnet auch das Herz. Also in meiner partherapeutischen Lehre, die fünf Elemente der Liebe. Da haben wir, glaube ich, auch noch nie drüber geredet aber da gibt es ja quasi ich und du. Und ich und du wird zu wir. Also wir haben quasi eine Symbiose, wir haben eine Verschmelzung. Also durch die Atmung löst sich das Ich und das Du auf und es wird ein gemeinsames Wir.
Und ich gehe bei einer Paarbeziehung eh davon aus, also wenn ich mit einem Paar arbeite, arbeite ich meistens am Wir. Also an beiden zusammen als ein System. Nicht da der Mann und da der Frau, kann man auch arbeiten dran. Aber man kann auch sozusagen mit beiden gleichzeitig im Wir arbeiten. Und das Wir, das findet an, stattzufinden.
Die kommen ins Wir. Die kommen ins Wir. Und was auch ganz wichtig ist, dieser Augenkontakt dabei. Also das schafft wirklich auch nochmal eine richtige Verbindung über die Augen. Und ich sitze dann als Therapeut, vielleicht auch nochmal für euch jetzt wichtig, ich sitze als Therapeut, ich habe so eine Bank, der hat unten Filz drin, ich kann nicht mehr vor- und zurückschieben.
Ich schiebe die dann sozusagen so, wie ich sie scharf gestellt habe. Das heißt, ich kann beide Paare... Gleichzeitig ein- und ausatmen sehen. Ich sehe die wirklich als eins. Und ich bin damals drauf gekommen, ich habe zwei Katzen auf der Straße kämpfen sehen. Die eine stand da unten unter so einem Auto und eine war wirklich auch schwarz und weiß, wirklich vollkommen verrückt.
Und dann habe ich die gesehen, wie die beide so umeinander rumschlichen. Das war fast wie so ein Yin-Yang, aber sehr lebendig Und dann habe ich gar nicht mehr eine Katze gesehen, sondern ich habe die beide zusammengesehen in einem Tanz. Und dann dachte ich, das ist bei einem Paar auch so. Da ist nicht einer und noch einer.
Weil die eine hat ja dann so verkrampft und hinten noch den Schwanz hoch und dann so. Und die andere hat auch genau die Gegenbewegung. Beide so auf einem ganz engen Raum. Immer Yin und Yang. Genau. Und das ist eigentlich, da habe ich das, in diesem Ding habe ich gedacht, da dachte ich das mit dem Wirr. Das ist das Wir.
Die eine Katze würde niemals so darstellen ohne die andere, die würden diese Bewegung gar nicht machen. Dieser ganze Ablauf, die eine Katze würde und die andere gar nicht in dieser Form funktionieren. Und das ist dann das, was ich dann bei beiden sehe. Das sehe ich dann bei Tobias und Silke, wie die anfangen synchron zu atmen und wie das wirklich hin und her geht.
Surfer, Brustkorb und diese Muskeln, sie hat natürlich deutlich reduzierter, aber trotzdem, also bei ihm ist das nicht so stark, weil der Körper viel angespannter ist insgesamt. Bei mir ist es weicher, aber es geht dann wirklich hin und her. Das ist erstmal der Anfang. Das ist auch etwas, was ihr natürlich zu Hause auch gemeinsam praktizieren könnt, abends wenn ihr euch seht, dass ihr euch einfach mal ein paar Minuten Zeit nehmt.
Und euren Atem und über die Augen euch synchronisiert. Genau, und dann kommt als nächstes natürlich die Empfindung. Jetzt wollen wir die Empfindung noch zuschalten. Ja. Wie würdest du die Empfindung zuschalten jetzt bei den beiden? Hast du eine Idee? Naja, also ich persönlich, ich würde natürlich dann nach so einem gemeinsamen Atmen, würde ich so etwas wie eine Herzzeit machen.
Ja. Dass ihr euch gegenüber sitzt. Und euch erzählt. Was habt ihr gefühlt dabei? Und zwar in einem bestimmten Setting auch. Also könnte man sich auch noch mal Drei Minuten Zeit nehmen, also glaube ich eine ganz gute Zeit um damit anzufangen, aber dass einer anfängt drei Minuten zu erzählen über sich, was habe ich gefühlt was habe ich empfunden, wo in meinem Körper ist was passiert und der andere hört nur zu, er kommentiert nicht, er fragt nicht gar nichts und nach drei Minuten gibt es diesen Wechsel und der andere erzählt über sich, über seine Gefühle und Empfindungen und der andere hört nur zu.
Ohne zu fragen, ohne zu kommentieren und dadurch kommt ihr auf eine andere Ebene miteinander. Du schaltest, also Sabine schlägt also vor, dass wir das Gefühl zu schalten. Das machen wir dann auch mit denen. Das heißt, wir sagen jetzt, hey, komm, mach das mal. Das heißt, ich lasse sie sozusagen weiter atmen und frage erstmal den Tobias, was er denn dabei empfindet.
Also du schaltest das vor, dass du die Frage mit reingibst. Die sind ja bei mir da, die sitzen ja da vorne rum. Ich kann die einfach mal reinwerfen, die Frage. Das ist ja das Schöne. In der Paartherapie ist das Schöne, du kannst ja die ganzen Ideen sofort ausprobieren und kriegst dann eine direkte Feedback-Schlaufe, ob es klappt oder nicht.
Und ich weiß es ja auch nicht ich muss es ja auch ausprobieren. Das heißt, ich schmeiße es rein und frage ihn, was er fühlt. Und was er fühlt ist einfach, er hat ein unglaubliches Begehren. Er sagt, Falk es ist einfach so, ich könnte jetzt aufspringen Ich weiß, das wäre jetzt ganz falsch wahrscheinlich, aber ich habe so viel Kraft und ich will diese Frau spüren.
Ich finde die so attraktiv und so toll. Und wie er das so sagt, fängt ihre Atem an zu flattern. Das heißt, für sie ist es überhaupt nicht gut. Das sieht man sofort, merkt sofort diese ganze Synchronisität Sie fühlt sich schon wieder bedroht Sie kommt schon wieder unter Druck. Und dann sage ich, super, danke für die Rückmeldung.
Und dann frage ich aber sie. Und sage, wie ist es denn für dich? Und sie muss erst mal sagen, mir ist das erst mal alles wieder viel zu viel und viel zu schnell und Da wird wieder gestürmt und so. Und für ihn ist es überhaupt nicht schön, das zu hören. Also für ihn er hat doch das Gefühl, Falk jetzt frage ich jetzt, wie ist es bei dir?
Ich fühle mich schon wieder falsch. Ich habe doch nur gesagt, dass ich sie will. Was ist denn meine Liebe, mein Wollen? Was ist denn daran falsch? Da sage ich ja nichts dran falsch, aber es bringt sie halt total unter Druck. Also ich gehe sozusagen rein und frage halt sie sozusagen, wie hat es sich denn für dich angefühlt bevor der Tobias das gesagt hat Und da sagt sie, Also dann hat vier, fünf Atemzüge, dann erinnert sie sich wieder daran und dann sagt sie, ich habe mich so leicht und verbunden gefühlt.
Und sage, hast du da irgendwie ein inneres Bild? Oder im Prinzip wie so ein junges Mädchen das über so eine Blumenwiese läuft. Und dann sage ich kennst das? Ja, ja früher, wir hatten so ein Haus im Erzgebirge So und da waren wir früher viel und dann im Frühling, da bin ich mit meiner Schwester immer über diese Wiesen gelaufen in so einem Kleidchen barfuß und so und so ein Gefühl hatte ich wieder, so leicht, beschwingt verbunden und dann frage ich auch, was ist passiert, als der Tobias gesagt hat, wie sehr er dich will, das hat er verhalten, wird da eine Dampfwalze über mich rüberrollen, das war eine absolute Katastrophe und dann sozusagen gehe ich aber weiter und lasse sie halt weiter sozusagen atmen und spüren und dann kommt der Punkt, Wo quasi ich die erste körperliche Berührung einstreue.
Und für Tobias ist ja ganz wichtig, dass er quasi erstmal diesen massiven Grundimpuls hat, Ja. Also das ist ja etwas, wo der Tobias, das wissen wir beide ja sehr gut, dass er das vor allem aus dem Genital her wahrnimmt. Also das ist ja so animalisch ich will sie. Also das ist so eine ganz archaische Form von Zuneigung und Liebe.
Und wir wissen ja sehr genau, wenn das übers Herz geht, oben lang, dass dann alles viel ruhiger wird. Also unten hast du Rhythmus da hast du Polarisierung, da hast du sozusagen... Wie beim Techno, so ein Dreiviertel, das ist unten. Wir wollen es aber oben haben, sonst verscheuchen wir die Frau. Das heißt, ich lasse den Tobias also auch in sein Herz atmen und lasse sie quasi, so wie du es vorgeschlagen hast, erstmal in diese Herzverbindung gehen und frage dann nach dem Gefühl.
Und da verändert sich beim Tobias ganz viel. Also erstmal wird das sehr langweilig. Erstmal findet er das unendlich langweilig Aber er bleibt dann dabei und irgendwann merkt er, dass es so ruhig still und harmonisch wird. Und das ist etwas, was bei der Silke dann richtig, also da fühlt sie sich richtig berührt.
Da kriegt sie so feuchte Augen und sagt, boah Tobias ist total schön, ich kann dich richtig spüren. Die kriegt auch eine ganz andere Stimme, so ein bisschen der Berliner Hinterhof-Flaggen, so ja, boah, ich kann dich total spüren und so. Und das ist für ihn dann, er merkt auf einmal so, oh, jetzt habe ich Erfolg.
Jetzt erreiche ich sie. Ja, er kommt aus diesem Frustrationsmodus Ich meine, wir machen jetzt so 70 Minuten, also jetzt schon in der 50. Minute. Er hat jetzt 50 Minuten lang eigentlich nur Frust drei Meetings mit ihr und immer nur dieser Kackfrust immer wenn er sie will, vertreibt er sie. Weißt du, wie so der Gehirnte und das Biest.
Und jetzt geht er über das Herz und jetzt merkt er, wow. Jetzt kommt quasi die dritte Ebene. Jetzt merkt er, so vertreibe ich sie nicht. So öffnet sie sich mir. Du hast gesagt, du lässt Berührung schon mit einfließen. Also er berührt sie, während er über sein Herz mit ihr atmet. Ja, aber nur mit den Füßen.
Also jetzt nicht, also wirklich nur, ich habe meine Kamera weggenommen. Na gut, auf jeden Fall denkt er, er berührt sie schon. Und das Interessante ist aber, dass er jetzt quasi mitkriegt, jetzt habe ich Erfolg. Und was ich jetzt eigentlich nur möchte für diese Sitzung, ich möchte, dass er sich diesen Weg merkt damit er den zu Hause auch gehen kann.
Also dass er den nicht sofort wieder vergisst. Also bewusste Weg Kompetenz, dass er wirklich weiß, so muss ich es machen. So erreiche ich sie. Genau. Das ist mein Kochrezept So muss ich Pasta machen, damit sie schmeckt. Ja, wie stellen wir das hin Wie machen wir das? Das müssen wir jetzt noch hinkriegen. Dann ist Tobias erlöst und dann kommen wir nach Hause und dann dürfen wir ihre Übung wieder machen.
Und dann haben wir es erstmal wieder. Dann sind die erstmal wieder beschäftigt und wir haben unsere Arbeit getan. Naja, die brauchen jetzt ein Übungsset für zu Hause. Genau. Wie merkt er sich das? Wie merkt er sich diesen Herzweg? Wie merkt er sich... Wie merkt sich das ein Mann? Langeweile. Langeweile ist ein totaler Schlüssel.
Das ist wirklich spannend. Das ist gut, dass du das so... Das finde ich jetzt wirklich einen ganz wichtigen Punkt. Weil du hast als Mann... Wahrscheinlich auch als Frau, also das weiß ich jetzt nicht so genau, aber du hast ja unglaublich starke Empfindungen über Sexualorgane. Das prickelt überall, das ist ja so ein wildes Verlangen, das ist ja ein irres Ding, was da abläuft, energetisch so.
Also ich denke an so eine KitKat-Techno-Party, utsch, utsch, utsch, und alle so, boah, und schwarz boah, weißt so boah geht total ab. Das heißt, du bist voll von Endorphinen, du bist voll gepumpt mit Hormonen und dein Pulsschlag, die Frequenz ist hoch und so weiter. Ja Das heißt, du hast mega intensive Empfindungen.
Wenn du damit dann auf so ein Blumenmädchen zurennst, dann machst du es platt. Machst es platt genau. Was passiert, wenn du die Empfindungen erstmal weglässt? Du hast einen Mangel an Dopamin. Das kribbelt nicht überall. Das ist nicht Techno-Boom-Boom-Boom Das ist erstmal langweilig Das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt.
Langeweile ist ein ganz, ganz wichtiger Schritt, den wir in unserer Kultur ja vor allem permanent versuchen, immer zu vermeiden. Langeweile ist so bloß keine Langeweile Naja, ist ganz, ganz negativ besetzt, Langeweile. Aber Langeweile schafft halt Kreativität. Langeweile sorgt erstmal dafür, quasi wie auszunüchtern Ja.
Erst mal quasi diese, weißt du, als würdest du permanent Drogen nehmen. Das ist ja wie eine Droge. Also sind ja körpereigene Drogen die dann mit unglaublicher Intensität durch dich durch. Und dann wirst du ja auch so animalisch zum rammelnden Tier. Das geht ja ganz schnell. Das heißt, Langeweile führt bei ihm auch dazu, dass er sich erst mal entspannt.
Ja, und dass er quasi auf ein ganz anderes System umschaltet, nämlich auf das Herzsystem, was viel sanfter, viel ruhiger ist, Viel stiller ist. Das ist wie so eine Christus-Energie, das ist wie so im Herz, das ist was ganz anderes. Erstmal, ja. Und das, was ich ihm dann sage, und das sage ich jetzt auch allen anderen, später, wenn wir einmal die Herzverbindung haben und das haben, dann schalten wir unten wieder zu.
Das heißt, wir nehmen das unten als Generator, als Motor, der das ganze Ding antreibt, weil wir lassen es durch das Herz fließen. Das ist der Punkt. Das heißt, ich mache ihm erstmal ein Versprechen, warum er das überhaupt alles tun soll. Weil eigentlich will er ja nur, Hunger. Hungerstillt. Aber ich sage ihm, du kriegst deinen Hunger gestillt wenn du halt, was Freud nennt, anderen Weg gehst.
Genau, sublimierst. Also wenn du einen komplizierteren Weg gehst dann kommst du dahin und ich zeige ihn dir. Und er glaubt mir das zum Glück auch. Und er erfährt das ja jetzt auch. Er erfährt das auch. Er erfährt erst mal, dass er eine Verbindung zu ihr kriegt Er hat ja noch gar nicht zugeschaltet. Also unten ist er mal, bleib bitte oben.
Und das Wichtigste was ich ihm sage, geh über die Langeweile, lass die Langeweile zu, in dieser gemeinsamen Atmung und... Und dann, wenn du dann oben im Herzen anfängst wirklich was zu spüren wirklich einfach nur so Hand, da bist du wahrscheinlich viel besser, wenn du so eine Übung formulierst, so Hand aufs Herz legen, sich gegenseitig anschauen oder einfach nur nebeneinander sitzen, Händchen halten, diese Sachen, wo es wirklich ums Herz geht, wo es ruhig wird, da erstmal die Verbindung herstellen.
Ja. Und dann halt später irgendwann natürlich darauf achten, dass die oben stabil bleibt. Aber das kommt in der nächsten Sitzung denn das kommt jetzt noch nicht. Ja, und da gibt es ja auch viele schöne Übungen wo man weitergehen kann. Darf ich vorstellen, Sabine hat eine starke Expertise, die ich sehr schätze, wirklich sehr schätze.
Das ist wirklich ganz toll. Da haben wir wahrscheinlich großes Glück, da können wir wahrscheinlich noch eine ganze Menge von lernen. Also Herzverbindung halten. Überhaupt Herzverbindungen erst mal aktivieren, nachdem ein Kontextrahmen stattgefunden hat. Dann hattest du die Übung auch erweitert, indem es wirklich auch einen Kontakt gibt.
Also Hand aufs Herz legen oder Hand aufs Gesicht. Oh ja, das ist auch toll. Weiteratmen, Herzverbindungen halten. Und dann danach, wenn ihr davon ausreichend gemacht habt, euch danach hinzusetzen und die sogenannte Herzzeit zu machen, Dass sich wirklich jeder drei Minuten Zeit nimmt und dem anderen darüber erzählt oder der anderen, dem Gegenüber, was habe ich empfunden, was ist bei mir passiert, was habe ich gefühlt und der Partner oder die Partnerin wirklich nur zuhört.
Nicht nachfragt nicht kommentiert, keine gestik Mimik dazu macht, sondern wirklich einfach nur den Raum hält und die ganze Aufmerksamkeit zur Verfügung stellt. Und dann wechselt ihr nach drei Minuten. Wenn ihr mehr Zeit braucht, könnt ihr auch vereinbaren, meinetwegen fünf Minuten zu machen. Das kann man auch steigern mit der Zeit, aber das schafft eine unglaubliche Verbindung zwischen euch.
Und ihr habt eine große Chance, euch wirklich in der Tiefe besser kennenzulernen. Dazu habe ich zwei Fragen. Die erste Frage ist, warum erst nachher reden? Das war die eine Frage. Warum erst später sprechen Weil man dann erstmal alles spüren kann. Ah, weil das Spüren durch das Reden nicht unterbrochen wird.
Genau. Also wenn wir die Berührung mit reinbringen, dann würde das Reden zwischendurch das vielleicht unterbrechen Und so kann man es durch die Berührung noch intensiver machen Ah super. Das war die eine Frage. Zweite habe ich viel vergessen. Super, okay. Gut ihr Lieben. Also, unser Paar Tobias und Silke haben diese Aufgabe, bekommen sie jetzt mit nach Hause und sollen ein bisschen experimentieren, Kontextrahmen schaffen, Herzverbindung, Atmen, Gemeinsames.
Und das würden wir euch auch gerne mitgeben. Ja, das müsst ihr jetzt auch machen. Ihr müsst nicht, aber es ist einfach eine schöne Erfahrung Die Männer müssen, die Frauen dürfen. Okay, und dann sehen wir uns zur nächsten Folge. Und wir sind mal gespannt, was bei unserem Paar passiert ist. Und wir sind natürlich auch gespannt über eure Erfahrungen.
Schreibt uns doch gerne mal eure Erfahrungsberichte mit in die Kommentare Oder kommt in unsere Paarakademie Ich weiß auch nicht, ob die jetzt schon fertig ist bis dahin. Bald müsst ihr in unsere Paarakademie kommen. Da wird es dann intimer. Da müsst ihr nicht mehr über Social Media rumschreiben. Bis zum nächsten Mal.
Macht's gut.